PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 581807 (Stadtwerke Augsburg Holding GmbH)
  • Stadtwerke Augsburg Holding GmbH
  • Hoher Weg 1
  • 86152 Augsburg
  • https://www.stawa.de
  • Ansprechpartner
  • Jürgen Fergg
  • +49 (821) 6500-8046

Wo unser Trinkwasser herkommt

75 Jahre Stadtwerke Augsburg: Thementag Wasser am 23. März von 12 bis 17 Uhr

(PresseBox) (Augsburg, ) Im Rahmen ihres 75-jährigen Jubiläums öffnen die Stadtwerke Augsburg an drei Thementagen (Wasser, Energie, Verkehr) ihre Türen und Tore und geben Einblicke hinter die Kulissen. Der erste Thementag ist der Versorgung mit naturbelassenem Trinkwasser gewidmet, am kommenden Samstag, 23. März von 12 bis 17 Uhr.

Das Augsburg Wasser ist eines der besten Trinkwässer Europas. Das kommt nicht von ungefähr. War Augsburg doch in den vergangenen 600 Jahren oftmals Pionier in der Wasserversorgung mit entscheidenden Innovationen. Mit dem ersten Wasserwerk am Schwibbogentor, den Wassertürmen am Roten Tor und dem Wasserwerk am Hochablass wurden in Augsburg oft genug mit revolutionärer Technik Maßstäbe gesetzt.

Ein Rückblick in diese Geschichte und Einblicke in die moderne Wasserversorgung bietet der Thementag Wasser am Samstag, 23. März von 12 bis 17 Uhr mit Besichtigungen und Führungen an zwei Standorten: Dem historischen Wasserwerk am Hochablass (Am Eiskanal 48) und den Lochbachwasserwerken (Beim dürren Ast 31).

Die damals revolutionäre Technik ist im historischen Wasserwerk am Hochablass auch heute noch zu sehen. Dort erklärt auch Herbert Leischner mit Experimenten Phänomene rund ums Thema Wasser - leicht verständlich für kleine und große Besucher. Die moderne Übergabestation direkt gegenüber des historischen Wasserwerkes wird ebenso geöffnet sein, wie der nahe gelegene Horizontalfilterbrunnen 120. Informationen zu Führungen am historischen Wasserwerk.

Ebenfalls geöffnet sind die Wasserwerke am Lochbach mit dem riesigen Trinkwasser-Speicherbecken. Auf dem Wasserweg können sich die Besucher unter dem Motto "Vom Himmel ins Trinkwasserglas" auf die Spuren des Wassers begeben - vom Regentropfen bis zum Wasserhahn. Diese Führungen sind auch besonders für Familien geeignet.

Die weiteren Termine des Jubiläumsprogramms 75 Jahre Stadtwerke Augsburg:

Thementag Energie am 11. Mai in der swa Technikzentrale in der Johannes-Haag-Straße mit zahlreichen Vorführungen sowie Shuttlebus-Touren und Führungen in der Gasturbine oder dem Biomasse-Heizkraftwerk. Thementag Verkehr am 15. Juni mit Programm für die ganze Familie im Straßenbahnbetriebshof (Baumgartnerstraße 11). Großes Jubiläumsfest im Gaswerk am 13. und 14. Juli und der "Nacht der Energie", ein Konzertabend mit Andreas Bourani, der Münchner Freiheit u.a. am 13. Juli (Karten für 19,50 Euro an alle bekannten Vorverkaufsstellen).

Geschichte der Wasserversorgung in Augsburg:

Schon die Römer hatten vor über 2.000 Jahren die günstige Lage zwischen zwei großen Flüssen für ihre Ansiedlung als Vorteil erkannt. Zwischen Lech und Wertach wurden die vielen Nebenflüsse, Bäche und Kanäle über Jahrhunderte zur Gewinnung von Brauchwasser genutzt.

Und auch die systematische Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser begann relativ früh. 1412 entstand das erste Wasserwerk, ein Pumpwerk am Schwibbogentor. Es leitete das direkt neben dem Stadtgraben geförderte Wasser in öffentliche Brunnen. Schon vier Jahre später entstand beim Roten Tor der "Große Turm" samt Pumpenanlage. Von hier wurde das "Röhr-Wasser" über etwa 5.000 längs durchbohrte Baumstämme zu öffentlichen Brunnen in der Stadt geleitet. 1560 wurde begonnen, Trinkwasser direkt an private Häuser abzugeben. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts gibt es in Augsburg ein voll ausgebildetes Wasserverteilungsnetz.

Die moderne Wasserversorgung in Augsburg begann mit einer weltweit beachteten technischen Revolution: 1879 ging das Wasserwerk am Hochablass in Betrieb. Drei Doppelkolbenpumpen von der Maschinenfabrik Augsburg (Vorläufer der heutigen MAN) im großen Maschinensaal pressen Grundwasser mit gleichmäßigem Druck bis an den heimischen Wasserhahn.

Und: Das Wasser ist hygienisch einwandfrei. War vorher Wasser aus Bächen oder Brunnen in der Stadt oftmals verkeimt, lag das Wasserwerk weit vor den Toren der Stadt und pumpte im Stadtwald gefördertes sauberes Grundwasser in die Leitungen. Um die Versorgung sicherzustellen ging 1912 ein zweites Wasserwerk beim Lochbach in Betrieb. Heute sind es insgesamt fünf Wasserwerk-Standorte.