Stadtsparkasse München: Kundengeschäftsvolumen wächst

Solides Betriebsergebnis von 106 Mio. Euro nach Bewertung erwirtschaftet / Kredite an Unternehmen und Selbstständige wachsen um 2,6 Prozent / Kundeneinlagen steigen trotz niedrigen Zinsniveaus um gut 2 Prozent

(PresseBox) ( München, )
Die Stadtsparkasse München hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem gestiegenen Kundengeschäftsvolumen und einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Die Summe aus Krediten, Einlagen und Depotbeständen ihrer Kunden wuchs insgesamt um rund 760 Mio. Euro auf 27,7 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus des Kundengeschäftsvolumens von 3 Prozent. Das Betriebsergebnis nach Bewertung und vor Veränderung der Vorsorgereserven fiel mit 106 Mio. Euro zwar etwas geringer aus als im Vorjahr. Angesichts des historisch niedrigen Zinsniveaus ist die Stadtsparkasse München damit dennoch zufrieden.

"Wir freuen uns über einen dreifachen Zuwachs, sowohl bei den Einlagen, als auch bei den Krediten und den Depotbeständen unserer Kunden", zog Ralf Fleischer, neuer Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München, eine erste Bilanz. "Die Stadtsparkasse München wächst in allen drei Kernbereichen, die das klassische Bankgeschäft im Wesentlichen ausmachen."

Geschäfts- und Ertragssituation

Die durchschnittliche Bilanzsumme (DBS) erhöhte sich infolge des gestiegenen Kreditvolumens und den Zugewinnen auf der Einlagenseite auf 16,1 Mrd. Euro (2012: 15,7 Mrd. Euro). Damit ist Bayerns größte Sparkasse gemessen an der Bilanzsumme auch weiterhin die Nummer fünf der Sparkassen in Deutschland.

Wegen der weiter andauernden Niedrigzinsphase an den Finanzmärkten gab der Zinsüberschuss des Münchner Kreditinstituts nach. Die Margen im Kundengeschäft standen weiterhin unter Druck. Der Zinsüberschuss verringerte sich 2013 um 5,2 Prozent und lag bei 271 Mio. Euro.

Das Provisionsgeschäft verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozent und trug mit 79 Mio. Euro zum Geschäftsergebnis bei. Der Verwaltungsaufwand sank ohne Einsparungen bei den Personalkosten um 1,2 Prozent auf 244 Mio. Euro.

Das Bewertungsergebnis für Kredite und Wertpapiere fällt dank der risikobewussten Geschäftspolitik der Stadtsparkasse München und der allgemein günstigen konjunkturellen Lage erneut positiv aus.

Rentabilität und Refinanzierung

Die Eigenkapitalrentabilität ist trotz stabiler Kosten leicht gesunken. Bezogen auf das Betriebsergebnis vor Bewertung beträgt sie 8,0 Prozent, bezogen auf das Betriebsergebnis nach Bewertung 7,3 Prozent. Die Cost-Income-Ratio stieg auf 67,8 Prozent (2012: 66,3 Prozent).

Nach Abzug der gewinnabhängigen Steuern wird die Stadtsparkasse München voraussichtlich einen Jahresüberschuss von 43 Mio. Euro ausweisen und ist in der Lage, ihr Eigenkapital auf 1,42 Mrd. Euro zu erhöhen. Damit sieht sich das Kreditinstitut gut gerüstet für die Eigenkapital-Anforderungen von Basel III.

Um ihre strukturelle Liquidität zu optimieren und die Refinanzierungsbasis auszuweiten, hat die Stadtsparkasse München als erste bayerische Sparkasse im Februar dieses Jahres erfolgreich einen Hypothekenpfandbrief für institutionelle Anleger emittiert. Der Pfandbrief mit einem Volumen von 100 Mio. Euro und vier Jahren Laufzeit wurde in einem öffentlichen Bieterverfahren an der Börse München platziert: die Emission war 1,4-fach überzeichnet, die Orderbücher bereits nach einer Stunde geschlossen. Im Deckungsstock des Pfandbriefs sind Immobilienfinanzierungen der Stadtsparkasse München enthalten. Die Vertragsbeziehungen zwischen Kunden und Stadtsparkasse München bleiben davon unberührt.

Kreditgeschäft

Das Kreditgeschäft der Stadtsparkasse München erhöhte sich im Geschäftsjahr 2013 um 3,0 Prozent auf 10,8 Mrd. Euro (2012: 10,5 Mrd. Euro). Das Kreditportfolio - unterschieden nach Kreditnehmern - setzt sich mit je 5,2 Mrd. Euro zur Hälfte aus Krediten an Unternehmen und Selbstständige einerseits und Privatpersonen andererseits zusammen. Bei den Unternehmenskrediten lag das Wachstum bei 2,6 Prozent. Die Investitionsbereitschaft vieler Firmen in München sei zurückgekehrt, stellte die Stadtsparkasse fest.

Nach fünf außerordentlich erfolgreichen Jahren im Bereich Immobilienfinanzierungen schwächte sich das Neugeschäft 2013 mit rund 1 Mrd. Euro neu zugesagter Hypothekendarlehen erstmals ab (2012: 1,7 Mrd. Euro). Nach Einschätzung der Baufinanzierungsexperten der Stadtsparkasse ist es im vergangenen Jahr für Privatpersonen zusehends schwieriger geworden, eine bezahlbare Immobilie zu finden. Zuwächse verzeichnete das Münchner Kreditinstitut bei gewerblichen Immobilienfinanzierungen und gewerblichen Projektentwicklungen. Hier hat sich die Stadtsparkasse München als kompetenter Finanzierungspartner im Markt etabliert. Damit konnte sie das private Wohnungsbaugeschäft teilweise kompensieren. Unabhängig vom Finanzierungsobjekt schließt die Stadtsparkasse München Woche für Woche rein rechnerisch 80 Finanzierungen mit einer durchschnittlichen Darlehenssumme von jeweils 240.000 Euro ab. Für 2014 rechnet die Stadtsparkasse wegen des knappen Immobilienangebots mit einem moderaten Wachstum.

Kundeneinlagen

Obwohl die niedrigen Guthabenzinsen bereits die Sparneigung der Deutschen beeinträchtigt, wuchs die Summe aller Einlagen bei der Stadtsparkasse München im abgelaufenen Geschäftsjahr um 270 Mio. Euro bzw. 2,1 Prozent auf 13,4 Mrd. Euro. Die von Privatkunden angelegten Gelder stiegen auf 10,9 Mrd. Euro, das entspricht einem Plus von 2,5 Prozent. Da mehr als die Hälfte aller Kundengelder auf Tagesgeld- oder Girokonten liegen, zeigen die Beraterinnen und Berater der Stadtsparkasse München ihren Kunden auf, dass die Ersparnisse bei dieser Anlage an Kaufkraft verlieren. Schwerpunkt der Beratungsgespräche sind daher Anlagealternativen, vor allem für die Altersvorsorge. Um eine höhere Rendite als bei klassischen Sparanlagen zu erwirtschaften, eignen sich Wertpapiere, die Sparer und Anleger wieder stärker in ihre Überlegungen einbeziehen. Erstmals seit Ausbruch der Finanzkrise ist der Wertpapierhandelsumsatz leicht angestiegen. Das Volumen der Kaufaufträge von Fonds lag sogar 40 Prozent über dem Vorjahr.

Ausbau des Beratungs- und Serviceangebots

Um ihre gute Marktposition und damit auch ihre Ertragspotenziale in München auszubauen, möchte die Stadtsparkasse München noch stärker durch Service und Leistung überzeugen. "Ein Aspekt dabei ist, mehr Flexibilität zu bieten, das heißt Bank- und Beratungsleistungen zeitlich und räumlich unabhängig nutzen zu können. Wir bleiben aber weiterhin dicht in der Fläche vertreten und bieten das mit Abstand dichteste Filialnetz am Bankplatz München", versicherte Sparkassen-Chef Fleischer.

Ziel ist es, das Beratungs- und Serviceangebot konsequent an den Kundenerwartungen auszurichten. Dazu hat die Stadtsparkasse auch ganz neue Dialogmöglichkeiten geschaffen, wie die Video-Direktberatung. Zwischen 9 und 19 Uhr können sich Kunden seit kurzem über eine verschlüsselte Verbindung auch per Webcam beraten lassen. Zum Angebot gehören Beratungen rund um das Thema Geldanlage, Konto und Zahlungsverkehr, Kreditkarten und Versicherungen.
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