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Pressemitteilung BoxID: 13939 (Sopra Steria GmbH)
  • Sopra Steria GmbH
  • Hans-Henny-Jahnn-Weg 29
  • 22085 Hamburg
  • http://www.soprasteria.de/
  • Ansprechpartner
  • Birgit Eckmüller
  • 040/22703-5219

Polizei Bayern mit Steria auf Verbrecherjagd

Polizei Bayern entscheidet sich für die Biometrie-Lösung FIT von Steria zur Erstellung und Weiterleitung von Fingerabdrücken

(PresseBox) (Langen, ) Das Landeskriminalamt (LKA) Bayern modernisiert sein IT-gestütztes erkennungsdienstliches Verfahren mit der FIT-Lösung des IT-Dienstleisters Steria. FIT steht für Fingerprint Image Transmission und ist eine Software, die Fingerabdrücke und andere biometrische Merkmale, wie Gesichtszüge oder Unterschriften, mit höchster Sicherheit an nationale Datenbanken zur Prüfung der Identität von verdächtigen Personen übermittelt. Der europäische IT-Dienstleister Steria hat gemeinsam mit Experten die nächste Generation von FIT entwickelt. Steria übernimmt die Implementierung der neuen Hard- und Software beim LKA und bei über 80 Dienststellen der Bayerischen Polizei und integriert FIT in das bereits bestehende Informations- und Auskunftssystem INPOL der Bayerischen Polizei. Ziel des Projektes ist es, den Erkennungsdienst-Beamten ein Workflow-gestütztes Arbeiten zu ermöglichen und Daten schneller an das Bundeskriminalamt (BKA) übertragen zu können. Dies fördert die effektive Bekämpfung des organisierten Verbrechens und terroristischer Netzwerke.

Zeige mir deine Finger und ich sage dir, wer du bist

Der Erkennungsdienst der Bayerischen Polizei wird künftig bei vielen Dienststellen ohne Papier und Druckerschwärze durch den Einsatz von so genannten Live-Scannern auskommen. Mit diesen werden die Fingerabdrücke verdächtiger Personen digitalisiert aufgenommen. Die Beamten ordnen dann die Fingerabdrücke mit den in INPOL erfassten Daten der entsprechenden Person und dem jeweiligen Vorgang zu. In enger Zusammenarbeit mit den

Spezialisten des LKA und des Polizeipräsidiums Mittelfranken für die Aufnahme und die Auswertung von Fingerabdrücken wurde die bedienerfreundliche und menügeführte Anwendung FIT praxisgerecht weiterentwickelt. Die Realisierung erfolgte in enger Abstimmung mit dem BKA in Wiesbaden, das gleichzeitig eine neue Schnittstelle zu der zentralen Datenbank für Fingerabdrücke AFIS (Automated Fingerprint Identification System) entwickelt hat. Damit können die Daten in Sekunden an das Bundeskriminalamt übertragen werden. “Bayern hat durch die Einführung der nächsten Generation von FIT Pilotcharakter für alle Bundesländer. Die Lösung, die in Zusammenarbeit mit Steria entstanden ist, hat die Projektziele voll erfüllt. Wir werden damit in der Verbrechensbekämpfung noch effizienter und können somit beste, digitale Qualität der Fingerabdrücke sofort nach der Aufnahme allen berechtigten Kollegen zur Verfügung stellen und ohne Zeitverzug an den Bund senden", berichtet Kriminalrat Erich Heß vom Polizeipräsidium Mittelfranken. “Wichtig war uns dabei, dass wir die Beamten des Erkennungsdienstes entlasten und gleichzeitig die Datenqualität erhöhen", ergänzt Kriminalhauptkommissar Gerhard Siegl, der das Projekt fachlich leitete.

FIT unterstützt europaweit Austausch biometrischer Daten

Die Software FIT ist vielfach im nationalen und internationalen Einsatz bei Polizeien, Bundesgrenzschutz und europäischen Einrichtungen. Dazu zählt die Europäische Kommission, die FIT im Rahmen ihres EURODAC-Projekts zur Bearbeitung von Asylanträgen in den EU-Mitgliedstaaten einsetzt. Hier werden bis zum Jahr 2004 rund zwei Millionen Antragsteller von Einwanderungs- und Asylanträgen verwaltet.