Maßgebliche Änderungen für Energiemanagementsysteme

Neuregelungen zur ISO 50000er Normenreihe

Düsseldorf, (PresseBox) - Aufgepasst! Ab 14. Oktober 2017 müssen Unternehmen, die bereits nach ISO 50001 zertifiziert sind, verschärfte Regelungen berücksichtigen. Durch die ergänzenden Normen 50003, -6 und -15 wird die Ausgestaltung des Energiemanagement-Prozesses deutlich umfassender. Mit seinem Kompetenz-Netzwerk „Eco-Network“ unterstützt Sonepar aktiv bei der Gestaltung eines effektiven Energiemanagementsystems und hilft nachhaltig dabei, sämtliche Anforderungen der geltenden Normen zu erfüllen.

Was sich für Unternehmen ändern wird

Die Neuregelung des Akkreditierungsverfahrens macht es Unternehmen künftig indirekt schwerer, eine Zertifizierung ihres Energiemanagementsystems zu erhalten, da sich die Anforderungen an den Zertifizierungsprozess erhöhen. Ab Oktober 2017 müssen sie nicht nur ihre Prozesse optimieren, sondern zudem einen belastbaren Nachweis für den Erfolg ihrer Maßnahmen liefern. Bestehende Zertifikate behalten zunächst auch ohne diesen Nachweis ihre Gültigkeit. Hier gewährt die Deutsche Akkreditierungs­stelle (DAkks) eine Übergangsfrist bis zur Rezertifizierung. Aber Achtung: Wer die Tragweite der verschärften Regelungen zu spät erkennt, könnte bei einer Rezertifizierung durchaus böse Überraschungen erleben.

Ein Teil der Neuregelungen umfasst das Akkreditierungsverfahren im Rahmen der ISO 50003. Die Norm legt die Anforderungen an Zertifizierungsstellen und Auditoren für Energiemanagementsysteme fest – und regelt damit auch den Prozess der Auditierung. Fehlende Nachweise werden von der Zertifizierungsstelle im Regelfall als Abweichung von den Anforderungen der Norm gewertet – und müssen von den betroffenen Unternehmen nachgeliefert werden.

Kennzahlen liefern einen belastbaren Nachweis

„Voraussetzung für einen belastbaren Nachweis ist die spezifische Entwicklung der durch die Norm geforderten Energiekennzahlen“, sagt Christian Teipel, Leiter Sustainable Development der Sonepar Deutschland GmbH. „Durch ein regelmäßiges Reporting entsprechender Energiekennzahlen versetzt das Energiemanagement Unternehmen in die Lage, strukturiert und effektiv an der Verbesserung der energetisch relevanten Prozesse zu arbeiten und gesetzte Ziele zu erreichen.“

Eine Hilfestellung liefern zwei Spezifizierungen zur Bildung von Energie-Kennzahlen und für das systematische Erfassen von Messwerten: die ISO 50006 (Bildung von Energieleistungskennzahlen) und die ISO 50015 (systematisches Messen). Die Normen unterstützen Unternehmen dabei, ihre Energieeffizienz anhand von Energieleistungskennzahlen (EnPI) sowie Energie-Baselines - energetische Ausgangsbasis - (EnB) zu messen und Energieeffizienzverbesserungen zu belegen. Für die ISO 50006 bedeutet das: Messung der energiebezogenen Leistung unter Nutzung von energetischen Ausgangsbasen (EnB) und Energieleistungskennzahlen (EnPI). Hinsichtlich ISO 50015 bedeutet dies: Messung und Verifizierung der energiebezogenen Leistung von Organisationen. Kurzum: Die Normen unterstützen dabei, zu wissen, wie man Kennzahlen belastbar aufbaut und systematisch misst.

Keine Äpfel mit Birnen vergleichen

Interessanter Nebeneffekt der Neuregelungen: Die Möglichkeit zur Eliminierung nicht relevanter – weil nicht durch das Unternehmen beeinflussbarer – Faktoren, wie beispielsweise Wetterentwicklungen.

Sonepar Eco-Network für ein effektives Energiemanagementsystem

Grundsätzlich können Unternehmen mithilfe der entsprechenden Normen ein konformes Energiemanagementsystem etablieren. Durch die Neuregelung des Zertifizierungsverfahrens steigt jedoch das Risiko, aufgrund mangelnder belastbarer Kennzahlen keine eindeutige Leistungsverbesserung nachweisen zu können. Deshalb unterstützt Sonepar mithilfe des Eco-Network Unternehmen bei der Einführung und Entwicklung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001.

Hierfür verzahnt der Elektrogroßhändler die eigenen Erfahrungen und Kompetenzen mit denen des Auftraggebers und der Eco-Network Partner. „Wir bieten von der unabhängigen Beratungsexpertise über konkretes Applikations-Know-how bis hin zur Realisierung entsprechender Projekte das komplette Dienstleistungsportfolio an“, so Teipel. Das Ziel sei eine energetische Organisationsstruktur, mit der Unternehmen langfristige Kosteneinsparungen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Energiemanagementsystems realisieren können.

Schritt halten können

Durch unabhängige Beratung. Denn was das Sonepar Eco-Network auszeichnet, ist die Verbindung von unabhängiger, systemübergreifender Beratung mit angeschlossener Lösungs- und Umsetzungskompetenz. Darüber hinaus: Der kontinuierliche Austausch unter Experten und Marktbeteiligten trägt dazu bei, dass der Einzelne mit ständig neuen Anforderungen – von Richtlinien über Technologien bis hin zu Zertifizierungen – Schritt halten kann.

Sonepar Deutschland GmbH

Sonepar Deutschland vertreibt Elektroartikel führender nationaler und internationaler Lieferanten an Kunden aus Handwerk, Handel und Industrie. Als Marktführer setzt Sonepar Deutschland auf qualitativ hochwertige Produkte und Systeme seiner Partner, gepaart mit kundenorientierten und innovativen Serviceleistungen. Die Sonepar-Deutschland-Gruppe ist in Deutschland, Österreich, Tschechien, Ungarn und der Schweiz mit über 5.500 Mitarbeitern an mehr als 300 Standorten vertreten und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 3,1 Mrd. Euro.

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