Neue Herangehensweise mit Leerfass-Depalettiersystem

Vom Leerfasshandling bis zur Befüllung

(PresseBox) ( Quickborn, )
Bei der Anschaffung automatisierter Abfüllstraßen kommt auch dem Packmittel, also dem Gebinde für Flüssigkeiten, eine immer größere Bedeutung zu. So galt es für die SMB International GmbH als einer der führenden Hersteller von Abfülltechnik, eine neue Herangehensweise an das Thema "Automatisierte Abfülllinien vom Leerfasshandling bis zur Bestückung der Fassfüllautomaten" zu finden.

In der Vergangenheit war es meist problematisch, die in Lkw-Ladebrücken angelieferten, 20 Kilogramm schweren, Leerfässer den automatisierten Förderstrecken zuzuführen, da es sich hierbei ausschließlich um eine manuelle Tätigkeit handelte, die eine enorme Unfallgefahr mit sich bringt. Weiterer Nachteil ist, dass sich die Mitarbeiter während des gesamten Abfüllprozesses vor oder in den Ladebrücken aufhalten. Das bedeutet, dass das Personal durch die Entladetätigkeit permanent an den Arbeitsplatz gebunden und somit dem eigentlichen Abfüllprozess nicht zur Verfügung steht. Die Entwicklung eines neuartigen Entladeroboters revolutioniert den Entladeprozess und erfüllt damit die aktuellen Anforderungen des Marktes. Durch die Depalettierleistung von 300 Fass pro Stunde ist die Vernetzung von Förderstrecken zur gleichzeitigen Nutzung von mehreren Füllanlagen mit einem Roboter möglich. Aufgrund der hohen Flexibilität werden unterschiedlichste Fassorten abgedeckt und der robuste Aufbau mit einer optionalen Einhausung ermöglicht eine Verrichtung der Aufgaben sogar im Außenbereich. Durch die Verbindung des Roboters mit einem Unterfahrwerk können mehrere Ladebrücken zur automatischen Entleerung angefahren werden. "Für die Zukunft ist eine weitere mobile Version geplant, die mehrere unterschiedliche Ladebrücken nacheinander anfahren kann", erklärt Andreas Heckel, Geschäftsführung SMB-Group.

Schnelles Abfüllen

Auch bei der Abfülltechnik entwickelte SMB neue Techniken, unter anderem eine Anlage, welche bei höherer Geschwindigkeit mit größerer Sicherheit arbeitet.

Der vollautomatische Hochleistungsfüller GFA 6 ist in drei Bereiche unterteilt: Fassvorbereitung, Fassfüllung und Fassnachbereitung. Nach dem Einfahren des Fasses oder Gebindes mithilfe eines Kettenförderers schließt die Tür der Anlage, signalisiert durch eine Lichtschranke, automatisch. Das Gebinde fährt in die Maschine hinein, wird dort ausgerichtet und ein automatischer Schrauber öffnet den Deckel, der auf einem Förderband durch die Maschine transportiert wird, um am anderen Ende wieder auf den jeweiligen Behälter geschraubt zu werden. Der eigentliche Füllprozess wird in zwei Stationen durchgeführt. Station 1 dient zum Vorfüllen, Station 2 zum Fertigfüllen. Zwischen den Stationen befindet sich ein Warteplatz, an dem sich der Schaum setzen kann. Nach der Tarierung des Behälters dosieren zwei Fülllanzen, die im Chemie-Bereich aus reinem Edelstahl bestehen, die Flüssigkeit und lassen sie in das Gebinde ein, bis dieses das vorgesehene Gewicht erreicht hat. Eine elektronische Waage ermittelt entsprechende Abschaltsignale, die zum Beenden des Füllvorganges führen. Eine der beiden Fülllanzen ist stets geöffnet, sodass die Förderpumpe mit vollem Produktdruck füllt. Da dieses auch während des Fördertaktes geschieht, ist eine deutlich erhöhte Füllleistung möglich. SMB verfügt über eine entsprechende Eichzulassung für das System, die ein kontrolliertes wie auch protokolliertes Füllen gewährleistet. Aus hygienischen Gründen arbeiten die Fülllanzen bei chemischen Produkten sortenrein. "Das Besondere dieser Anlage ist, dass sie Produkte mit unterschiedlichen Fülllanzen mischt. Es findet ein automatischer Wechsel der Lanzen je nach Rezept statt, welches ein Mitarbeiter am Bedienpult auswählt", erklärt Andreas Heckel. Ein weiterer Vorteil dieser Füllweise ist das Vermeiden von Produktdruckspitzen. Damit wird das kundenseitige Leitungssystem wie auch das Pumpensystem geschont, was eine längere Lebenszeit sowie geringeren Wartungsaufwand bedeutet. Abstreifer und Tropfschale, die dafür sorgen, dass die Gebinde nicht verunreinigen, tauschen Mitarbeiter nach dem Produktwechsel aus. Anschließend transportiert ein Kettenförderer den Behälter durch eine Tür, weiter in den letzten Bereich, wo der Deckel wieder aufgeschraubt und gegebenenfalls noch zusätzlich versiegelt wird. Als Dichtungsmaterial für seine Fülllanzen nutzt SMB hier Polytetrafluorethylen (PTFE, gelegentlich auch Polytetrafluorethen) - ein vollfluoriertes Polymer, welches sehr reaktionsträge ist, sodass selbst aggressive Säuren PTFE nicht angreifen können.

SMB rüstete die GFA 6 mit diversen Sicherheitsfunktionen aus. Es liegt eine komplette Kapselung der Anlage mit Schleusentoren sowie Zugangstüren mit Türverriegelung vor. Das System lässt sich nur öffnen, wenn zuvor eine Öffnungsanforderung per Knopfdruck signalisiert wurde. Ein Messinstrument überprüft automatisch die Luftqualität: Nur wenn die Luft sauber ist, lassen sich die Türen öffnen, was dem Personenschutz und dem Umweltschutz dient. Im Innenbereich der Anlage herrscht ein leichter Unterdruck, sodass keine verunreinigte Luft aus der GFA 6 gelangt - alles unter Einhaltung der MAK-Werte. "Wir haben für den zukunftsträchtigen Markt verschiedene Abfüllanlagen und ein Fass-Depalettiersystem entwickelt, die wir speziell auf Bedürfnisse unserer Kunden anpassen und gegebenenfalls in deren vorhandene Produktionskette integrieren", erklärt Andreas Heckel abschließend.

Nähere Informationen unter: www.smb-group.de
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