Allane SE veröffentlicht Halbjahresfinanzbericht 2021

(PresseBox) ( Pullach, )

Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2021 im Rahmen der Erwartungen
Erfolgreiche weitere Digitalisierung des Geschäftsmodells sowie Umfirmierung
Prognose für das Geschäftsjahr 2021 bestätigt


Die Allane SE (vormals Sixt Leasing SE), ein führender Anbieter im Online-Direktvertrieb von Neuwagen in Deutschland sowie Spezialist im Management und Full-Service-Leasing von Großflotten, hat sich im ersten Halbjahr 2021 im Rahmen der Erwartungen entwickelt.

Erfolgreiche weitere Digitalisierung sowie Umfirmierung
Im ersten Halbjahr 2021 konnte Allane gleich mehrere Meilensteine bei der Digitalisierung des Geschäftsmodells erreichen. Zum einen wurde eine neue App für Flottenleasingkunden, ein innovatives Analyse- und Reportingtool für Flottenmanager sowie die elektronische Führerscheinkontrolle für Dienstwagenfahrer gelauncht. Zum anderen wurde die Neuausrichtung der Tochtergesellschaft autohaus24 als eines der führenden Online-Autohäuser für Neu- und Gebrauchtwagen in Deutschland vorangetrieben und ein Rebranding des Markenauftritts durchgeführt.

Die am 29. Juni 2021 von der Hauptversammlung beschlossene Umfirmierung der Sixt Leasing SE in Allane SE wurde am 5. August 2021 vollzogen. Vorerst werden die Gesellschaft und ihre in- und ausländischen Tochtergesellschaften jedoch zunächst weiter unter den bekannten Markennamen „Sixt Leasing“, „Sixt Neuwagen“, „Sixt Mobility Consulting“ „Autohaus24“ und „Flottenmeister“ gegenüber Markt und Kunden auftreten. Die bisherigen Geschäftsfelder – Online Retail, Flottenleasing und Flottenmanagement – werden ebenfalls fortgeführt. Lediglich der Allane SE Konzern wird künftig unter dem neu geschaffenen Gruppennamen Allane Mobility Group agieren. Der strategische Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Digitalisierung des Geschäftsmodells und der Ausrichtung der Organisation auf zukünftiges nationales und internationales Wachstum.

Donglim Shin, Vorstandsvorsitzender der Allane SE: „Mit den Meilensteinen bei der Digitalisierung unseres Geschäftsmodells im ersten Halbjahr 2021 und der erfolgreichen Umfirmierung haben wir das Fundament gelegt, um den Wandel der Mobilität weiter aktiv zu gestalten, die attraktiven Wachstumschancen in diesem Markt zu nutzen und die Allane Mobility Group zum führenden markenübergreifenden Anbieter von umfassenden Mobilitätslösungen in Europa zu machen.“

Geschäftsentwicklung
Der Geschäftsverlauf wurde insbesondere weiter durch die COVID-19-Pandemie beeinträchtigt. Der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Online Retail ging im Zeitraum von Ende Dezember 2020 bis Ende Juni 2021 um 4,3 Prozent auf 37.000 Verträge zurück. Der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Flottenleasing verzeichnete einen Rückgang um 7,1 Prozent auf 35.100 Verträge. Im Geschäftsbereich Flottenmanagement stieg der Vertragsbestand um 3,1 Prozent auf 55.100 Verträge. Insgesamt sank der Konzernvertragsbestand damit im In- und Ausland (ohne Franchise- und Kooperationspartner) leicht um 2,1 Prozent auf 127.200 Verträge.

Der Konzernumsatz sank im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,8 Prozent auf 367,3 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang des operativen Umsatzes im Geschäftsbereich Leasing zurückzuführen. Der operative Umsatz, in dem die Erlöse aus Fahrzeugverkäufen nicht enthalten sind, fiel um 9,3 Prozent auf 194,2 Mio. Euro. Einen großen Einfluss auf den Rückgang des operativen Umsatzes hatte der dritte „Lockdown“ aufgrund der andauernden COVID-19-Pandemie, der sich im Gegensatz zum ersten „Lockdown“ im Vorjahreszeitraum länger über das erste Halbjahr 2021 erstreckte. Dieser dritte „Lockdown“ führte unter anderem zu einer signifikant reduzierten Fahrzeugnutzung und damit insbesondere zu einem Rückgang der nutzungsbezogenen Erlöse, wie zum Beispiel Treibstofferlöse und Erlöse aus einzelnen Serviceprodukten. Weiterhin sanken die Leasingerlöse (Finanzrate) aufgrund des Vertragsrückgangs im Geschäftsbereich Leasing gegenüber dem ersten Halbjahr 2020. Gegenläufig stiegen die Verkaufserlöse aus dem Verkauf von Leasingrückläufern und der Vermarktung von Kundenfahrzeugen im Flottenmanagement um 10,8 Prozent auf 173,1 Mio. Euro. Dieser Anstieg resultiert unter anderem daraus, dass im vergleichbaren Vorjahreszeitraum durch die umfangreichen Einschränkungen des stationären Kraftfahrzeughandels während des ersten „Lockdowns“ aufgrund der COVID-19-Pandemie weniger Fahrzeuge verkauft werden konnten.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank im ersten Halbjahr 2021 um 10,3 Prozent auf 95,7 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich um 8,3 Prozent auf 2,6 Mio. Euro. Die operative Umsatzrendite (EBT/operativer Umsatz) lag infolgedessen bei 1,4 Prozent (H1 2020: 1,3 Prozent).

Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2021 plant Allane neben der weiteren Digitalisierung von Produkten, Services und internen Prozessen unter anderem die Einführung eines Mobilitätsbudgets im Geschäftsfeld Flottenmanagement. Damit sollen die Mitarbeiter von Fuhrparkkunden – als Alternative oder Ergänzung zum Dienstwagen – die Möglichkeit erhalten, Verkehrsmittel wie zum Beispiel Bus, Bahn, Fahrrad, Carsharing oder Taxi zu nutzen. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf der Diversifikation des Kundenportfolios im Geschäftsfeld Flottenleasing mit kleineren Flotten und insbesondere auf der Servicequalität liegen. Darüber hinaus beabsichtigt Allane im Geschäftsfeld Online Retail, zusätzlich zu seinem Online-Kanal Geschäftsmöglichkeiten über den Autohandel zu erschließen, indem es ein spezielles Leasing-Portal einrichtet. Ziel ist es, das Auftragsvolumen im Neuwagenleasing für Privatkunden deutlich zu erhöhen.

Der Vorstand bestätigt die am 24. März 2021 veröffentlichte Prognose. Demnach erwartet er einen leichten Anstieg des Konzernvertragsbestands im Vergleich zum Vorjahr (2020: 129.900 Verträge) und einen operativen Konzernumsatz im Rahmen des Vorjahreswertes (2020: 423,3 Mio. Euro). In Bezug auf das EBT rechnet der Vorstand mit einem höheren einstelligen Millioneneurobetrag (2020: 9,1 Mio. Euro).

Grund für die zurückhaltende Prognose für das Gesamtjahr 2021 ist neben der bisherigen operativen Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2021 vor allem die anhaltende COVID-19-Situation. Die Gesellschaft geht insoweit von einem weiterhin durch die COVID-19-Pandemie stark negativ belasteten Markt- und Geschäftsumfeld aus, erwartet jedoch eine Erholung der Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr 2021. Darüber hinaus wird das Konzernergebnis auch im Geschäftsjahr 2021 durch transaktionsbezogene Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme der Gesellschaft durch die HCBE belastet werden.

Der vollständige Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2021 kann unter http://ir.sixt-leasing.de/zwischenberichte heruntergeladen werden.

Über HCBE:

Die Hyundai Capital Bank Europe GmbH (HCBE) ist der herstellereigene Finanzdienstleister von Hyundai Motor und KIA. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. HCBE hat das EU-weite Genehmigungsverfahren für Banken bestanden und im September 2016 eine deutsche Vollbanklizenz von der Europäischen Zentralbank erhalten. Anteilseigner des Joint Ventures sind die Santander Consumer Bank AG und die Hyundai Capital Services Inc.
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