Ersteinsatz von SmartSegments mit DynaGap Soft Reduction in indischer Stranggießanlage

Siemens-Lösungen für anspruchsvolle Stahlqualitäten bei JSW Steel installiert

(PresseBox) ( Linz, )
Im Rahmen eines Projekts zur Qualitätsverbesserung von Spezialstahlbrammen sowie zur Beschleunigung des Dickenwechsels hat Siemens VAI Metals Technologies die bestehenden Segmente einer Brammenstranggießanlage bei JSW Steel Ltd. umgerüstet. Erstmals in einer indischen Stranggießanlage kommen dort SmartSegments mit DynaGap Soft Reduction zum Einsatz. Diese Lösung erlaubt die automatische Regelung von Strangkonizität und -dicke und schafft damit die Grundlage für eine hohe Brammeninnenqualität:, eine wesentliche Voraussetzung für die Erzeugung von Röhrenstählen für die Erdölindustrie. Dank der Modernisierung kann jetzt auch der Rollenspalt für das Gießen von Brammen mit Dicken zwischen 220 und 260 Millimetern ferngesteuert angepasst werden. Dies verkürzt die Umrüstzeiten deutlich. Ende Februar 2009, nur drei Wochen nach Beginn der Inbetriebnahme, wurde die Abnahmebescheinigung erteilt.

"Die nun mit den SmartSegments ausgerüstete Anlage arbeitet sehr gut, und die Qualität ist ausgezeichnet, speziell bei den API-X70-Stahlsorten", erklärte Abhijit Sarkar, stellvertretender Stahlwerksdirektor bei JSW. " Wir sind froh, die erste Stranggießanlage mit SmartSegments in Indien zu betreiben und sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit Siemens VAI."

Die ursprünglich von Siemens VAI gelieferte einsträngige Brammenstranggießanlage hatte im November 2006 den Betrieb aufgenommen. Die Anlage ist für eine jährliche Produktion von rund 1,5 Millionen Tonnen Brammen ausgelegt, vornehmlich aus niedrig- und hochgekohlten sowie mikro- und niedriglegierten Stählen. Zur Erzeugung von Brammen aus qualitativ hochwertigen Röhrenstählen wie X70 nach API (American Petroleum Institute)-Standard und anderen mikrolegierten Stählen modernisierte Siemens VAI die bestehende Strangführung. Dazu wurden 14 der eingebauten Segmente durch SmartSegments ersetzt, davon fünf im Bogenbereich, zwei in der Richtzone und sieben im horizontalen Bereich. Sechs weitere Segmente werden als Reserve vorgehalten. Mithilfe der integrierten DynaGap Soft Reduction lässt sich jetzt eine automatische Strangführungskonizitäts- und Strangdickenkontrolle durchführen. Außerdem wurde die Prozessautomatisierung der Anlage um das Sekundarkühlungsmodell Dynacs ergänzt, das unter Berücksichtigung von Gießgeschwindigkeit und Stahlqualität das Temperaturprofil des Strangs und die erforderlichen Mengen an Sekundär-Kühlwasser berechnet. Auf diese Weise kann der Endpunkt der Strangerstarrung genau ermittelt und eine gleichbleibend hohe Innenqualität der Brammen sichergestellt werden.

JSW Steel, ein Unternehmen der O. P. Jindal Group, ist ein integrierter Eisen- und Stahlerzeuger mit Standort in Toranagallu, Bezirk Bellary, Bundesstaat Karnataka. Die Firma erzeugt eine breite Palette an beschichteten und unbeschichteten Kohlenstoffstählen, die im Fahrzeugbau, bei der Herstellung von Haushaltsgeräten verwendet werden. Weitere Einsatzfelder sind die Herstellung von Transformatoren, Maschinen, Ölfässern und Lagerbehältern sowie die Errichtung von Infrastruktureinrichtungen wie Kraftwerke, Brücken, Dämme, Häfen, Eisenbahnstrecken, Leitungsmasten oder Gebäuden.

Der Umbau der Stranggießanlage war das jüngste in einer Reihe von Projekten bei JSW Steel, zu denen die Errichtung von zwei Corex-Anlagen zur Roheisenerzeugung und einer neuen Stranggießanlage sowie die derzeit laufende Modernisierung einer Warmbreitbandstraße zur Erhöhung der Produktivität und die Verbesserung der Bandqualität gehörten. Erst vor kurzem hat Siemens VAI im Werk Toranagallu auch den derzeit größten Hochofen Indiens in Betrieb genommen.

Weitere Informationen über Lösungen für Stahlwerke, Walzwerke und Behandlungslinien unter: http://www.siemens.com/metals

Smart Segment, Dynacs und DynaGap Soft Reduction sind in ausgewählten Ländern eingetragene Warenzeichen der Siemens AG.
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