Zöllner zur Eröffnung des Berliner Antike-Kollegs

Einzigartige Stellung der Berliner Antike-Forschung in Europa - Einstein Stiftung unterstützt Kolleg durch Fellowship - Berlin Magnet für Gastforscher aus aller Welt

(PresseBox) ( Berlin-Mitte, )
Morgen, Dienstag, den 10. Mai wird um 19:30 im Altarsaal des Pergamon-Museums das Berliner Antike-Kolleg eröffnet. Getragen wird das Kolleg von der Freien Universität, der Humboldt-Universität, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Ziel ist eine langfristige Kooperation in Forschung und Lehre und die weitere Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit.

An dem Festakt nehmen Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Jürgen Zöllner, Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, die Universitätspräsidenten Peter-André Alt (FU), Jan-Hendrik Olbertz (HU),Akademiepräsident Günter Stock, Jürgen Renn vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und Friederike Fless vom Deutschen Archäologischen Institut teil. Außerdem sprechen die Verantwortlichen des Exzellenzclusters "Topoi", die Professoren Gerd Graßhoff (HU) und Michael Meyer (FU).

Bei der Eröffnung erklärt Senator Zöllner: (Sperrfrist 19:45; es gilt das gesprochene Wort)

"(...) Nirgendwo in Deutschland sind die Kulturen der Alten Welt so präsent wie in Berlin:
- Auf der Museumsinsel stehen der Pergamonaltar und das Ischtartor mit seiner Prozessionsstraße aus Babylon.
- Berlins Museen beherbergen in ihren Archiven Papyri, Keilschrifttafeln, Steininschriften und anderes Primärmaterial von unschätzbarem Wert für die aktuelle Forschung.

- In der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften werden antike Inschriften und Texte ediert und interpretiert.

- Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte erforscht Wissenssysteme der Antike.

Nicht zuletzt ist Berlin für die Kulturen der Alten Welt ein zentraler Ort universitärer Lehre und Forschung. So sind an der Freien Universität und Humboldt-Universität in einzigartiger Vielfalt Fächer vertreten, die sich auch mit den Kulturen der Alten Welt beschäftigen.

Diese außerordentliche Konzentration wissenschaftlicher Expertise und von Originalerzeugnissen ist wohl ohne Parallele in Deutschland und kann sich mit allen Zentren altertumswissenschaftlicher Forschung weltweit messen.

Was lag also für die Humboldt-Universität und die Freie Universität gemeinsam mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz näher, als im Rahmen der von Bund und Ländern ausgelobten Exzellenzinitiative den Antrag auf Einrichtung eines Exzellenzclusters, eines Forschungsverbundes der Altertumswissenschaften in Berlin, zu stellen?

Die Prüfungsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft stellt in ihrem Gutachten fest.

"Die für ein Exzellenzcluster notwendige Dichte und Breite an wissenschaftlicher Kompetenz ist in Europa eigentlich nur in Berlin vorhanden. Der in der Initiative angelegte Dialog hoch kompetenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und das Zusammenwirken der beteiligten Einrichtungen wird Berlin damit zum herausragenden Zentrum und Forum der Altertumswissenschaften in Europa machen, das auch weltweit einzigartige Möglichkeiten zur Forschung und zum wissenschaftlichen Austausch bietet und einen erheblichen Mehrwert für die Altertumswissenschaften besitzt."

Große Forschungsverbünde sind ihrem Zweck nach Gemeinschaftsunternehmen, die gerade deshalb das Denken beflügeln und zu neuen Erkenntnissen fähig sind.

TOPOI ist eines dieser großen Verbundprojekte, das mehr als 30 Fächer miteinander verbindet und den Bedürfnissen einer modernen Altertumswissenschaft konsequent folgend auch naturwissenschaftliche Fächer, die speziell die archäologischen Bereiche der Forschung unterstützen, integriert. Verbundprojekte von der Größe des Exzellenzclusters TOPOI haben zumeist auch immer eine Perspektive, die über das Projekt selbst hinausweist. Eine dieser Perspektiven ist das Berliner Antike Kolleg, das heute eröffnet wird.

Mit dem Berliner Antike Kolleg verbindet sich die Erwartung, dass die mit dem Exzellenz-cluster TOPOI erfolgte Vernetzung und Förderung altertumswissenschaftlicher Forschung und Lehre in Berlin dauerhaft sichergestellt wird. Es soll die Kooperationen zwischen den eingangs genannten Institutionen auf den Gebieten der Forschung, der Ausbildung und Nachwuchsförderung und Öffentlichkeitsarbeit stärken und gemeinsame Initiativen initiieren.

Instrumente hierfür werden sein
- ein Research Center for Ancient Studies
- die Berlin Graduate School for Ancient Sudies , für die bisher vier Graduiertenpro gramme entwickelt wurden.
- ein Ancient Scientific Research Portal, das Lösungen für die Generierung, Langzeitsicherung und Veröffentlichung altertumswissenschaftlicher Forschungsdaten sucht.

Die Arbeit des Berliner Antike Kollegs soll unterstützt werden durch ein Fellowship Programm. Ich freue mich deshalb, dass mit der Bewilligung eines Einstein Fellowship an Prof. Dr. Liba Taub von der Universität Cambridge die Einstein Stiftung einen Beitrag zur Förderung des Berliner Antike Kollegs leisten konnte. Damit ist der Kern für ein breiter angelegtes Fellowprogramm gelegt.

Bereits heute kommen neben den Einladungen und Fellowships von TOPOI internationale Spitzenforscher in ihrem Freisemester auf Kosten der Heimatuniversität als Gastwissenschaftler nach Berlin. Die Zahl der Gastforscher und Gastforscherinnen wird derzeit auf 50 geschätzt. (...)"
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