PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 865700 (SCHWING Technologies GmbH)
  • SCHWING Technologies GmbH
  • Oderstr. 7
  • 47506 Neukirchen-Vluyn
  • http://www.schwing-technologies.com
  • Ansprechpartner
  • Nicola Leffelsend
  • +49 (2845) 930-146

Umweltfreundlicher und kostengünstiger Reinigungsprozess für Metall-Filterscheiben

SCHWING Technologies ist internationaler Spezialist für thermische Polymer-Entfernung

(PresseBox) (Neukirchen-Vluyn, ) Metallfilterscheiben für Polymerfiltration werden weltweit in der kunststoffverarbeitenden Folienextrusion (BOPET, PET, PA etc.) immer wichtiger und die Aufgaben der Schmelzefiltration zunehmend komplexer. Metallfilter sichern einerseits höchste Qualitätsstandards in der Produktion mit Polymeren. Zugleich bieten sie Antworten auf die Anforderungen des internationalen Marktes. Dass diese Filter in ihrer Verarbeitung immer präziser und kostspieliger werden, liegt auf der Hand. Wurden sie in der Vergangenheit regelmäßig ausgetauscht und ersetzt, so geht der ökonomisch und ökologisch motivierte Trend heute zur Reinigung und Mehrfachverwendung. Etwa 200 bis 500 Euro kostet eine Metallfilterscheibe heute. Bis zu 50 bis 60 Mal kann sie mit den Prozesslösungen von SCHWING Technologies problemlos gereinigt werden - bei gleichbleibender Filterqualität.

Komplette Cleaning Shops

Als internationaler Marktführer ist SCHWING Experte für umfassende thermische Reinigungslösungen. Seit 47 Jahren ist der deutsche Anlagenbauer Spezialist für kunststoffverunreinigte Metallteile und weltweit einziger Experte für komplettes und maßgeschneidertes Reinigungsequipment. „Sogenannte ‚Cleaning Shops‘ garantieren porentiefe Entfernung von Polymeren“, bestätigt Geschäftsführer Thomas Schwing, „rückstandslos, zerstörungsfrei und mit garantiert langer Lebensdauer.“ Das langjährige Know-how der ausgewiesenen SCHWING Spezialisten garantiert hier ein perfektes Reinigungsergebnis.

Je nach Kundenbedarf stattet das Unternehmen einen Cleaning Shop individuell und zielgerichtet mit unterschiedlichsten Reinigungs- und Nachbehandlungsgeräten aus. Ein maßgeschneidertes Datenblatt dokumentiert den gesamten Ablauf und dient Kunden als zuverlässige Workflow-Unterstützung. „Wir haben die positive Erfahrung gemacht“, erklärt Schwing, „dass auch ungeübte Neukunden das Handling mit unserer Hardware durch entsprechende Schulungen bei Inbetriebnahme leicht erlernen und erfolgreich durchführen können.“ Innerhalb eines Zeitfensters von weniger als 48 Stunden lassen sich Filterscheiben auf diese Weise optimal von Polymeren befreien.

Präzise Filterreinigung

Filterscheiben bestehen aus einer Vielzahl hauchdünner Geflechte und Metallfaservliese mit Feinheiten von bis zu 1 oder 2 µm. Hier gilt es, für alle Lagen und Zwischenräume, und seien sie noch so fein, den optimalen Reinigungsprozess zu identifizieren. SCHWING bietet dafür die idealen Reinigungsverfahren zum Entfernen von Polymeren an. Ein Workflow umfasst mehrere, passgenau aufeinander abgestimmte Schritte, wobei das optimale Zusammenspiel der einzelnen Faktoren und Parameter der Schlüssel zum perfekten Reinigungserfolg ist. Individuell auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt sind die thermischen Reinigungseinheiten in einer Vakuumpyrolyse-Anlage, weitere Nachreinigungsverfahren, finale Überprüfungen und eine detaillierte Dokumentation. SCHWING vertreibt international komplette turn-key Cleaning Shops, reinigt in Deutschland aber auch als Serviceleistung und lädt Kunden ein, die Reinigungsprozesse am Firmensitz in Neukirchen-Vluyn zu testen. Dabei entwickelt der Anlagenbauer seine Geräte für den optimalen Wirkungsgrad stetig weiter und passt die Reinigungsprozesse maßgeschneidert an neue Materialmischungen und Metallfilter-Designs an.

Umweltfreundliche Vakuumpyrolyse

Optimal für die Reinigung von Filterbündeln und Filterscheiben -auch höchster Qualität- ist die schonende Vakuumpyrolyse-Anlage VACUCLEAN von SCHWING. Umweltfreundlich, energieeffizient und lediglich mit Strom und Wasser betrieben, reinigt das System durch Pyrolyse und Oxidation und ohne jeden Zusatz chemischer Substanzen oder die Verwendung von Triethylenglycol (TEG). „Da beim Vakuum-Pyrolyse-Prozess auch degradiertes PET und Gels entfernt werden“, erläutert SCHWING Ingenieur Thomas Ceglarek, „erzielt diese Reinigungsmethode sogar ein überzeugenderes Ergebnis als das mit TEG Verwendung.“ In vielen Ländern erweise sich diese chemische Substanz aufgrund ihrer hohen Entsorgungskosten zudem als Umweltproblem, weiß Ceglarek.

Sicherer Reinigungsprozess

Der Workflow des gesamten Reinigungsprozesses startet entweder mit einem Abschmelzvorgang oder mit der Reinigung der kompletten Filterbündel in einem kundenspezifisch angepassten Beladegestell. Exakt vor gibt SCHWING dabei Parameter wie die Positionierung der Filter, die Aufheizzeit, Temperaturen und Dauer der Pyrolyse und Oxidation sowie Abkühlungszeiten und Grad der Öffnungstemperatur. Dies stets mit dem Ziel des perfekten Reinigungsergebnisses. Im nächsten Schritt werden die Filterbündel demontiert, in einzelne Scheiben zerlegt und erneut einer Vakuumpyrolyse unterzogen, um auch in den tiefsten Filterebenen eine optimale Reinigung zu erzielen. Auch hier werden kundenspezifische Werte zu Temperatur und Dauer ermittelt und die optimalen Daten festgelegt.

Individuelle Nachbehandlung

Maßgeschneiderte Lösungen bietet SCHWING auch für die Nachbehandlung. Denn, obwohl die thermischen Reinigungssysteme alle organischen Verunreinigungen entfernen, können in den Filterscheiben anorganische Reststoffe zurückbleiben. Speziell abgestimmte Nachbehandlungsmethoden entfernen auch diese sicher und rückstandslos. Immer sorgfältig auf die individuellen Filter und Reinigungsprozesse des Kunden abgestimmt. Zum Einsatz kommen dabei mehrere Geräte wie etwa ein Ultraschall-Bad und ein Wasser-Hochdruckreinigungsgerät.

Manuell oder automatisiert auszuführende Hochdruck-Nachreinigungsverfahren mit heißem Wasser eignen sich, um weitere Rückstände zu entfernen. Die entscheidenden Parameter hierfür sind Temperatur, Wassermenge, Sprühbild und Wasserdruck. Optional empfiehlt SCHWING eine industrielle Waschmaschine, die diesen Schritt halbautomatisiert durchführt. Wesentliche festzulegende Eckdaten hier: Temperatur, Wasserdruck, Sprühbild und Waschzeit.

Ein ausgefeiltes pulsierendes Rückspül-System wiederum sorgt mit wellen- und druckartiger Behandlung für den nächsten Reinigungsschritt. Hier werden anorganische Reststoffe von innen und außen entfernt. Wichtige Parameter hierbei: Art der Flüssigkeit, Druck der Spülung, Scheiben-Adapter sowie Anzahl und Länge der Spülzyklen.

Im Ultraschallbad werden empfindliche Filter im Anschluss von weiteren verbleibenden Restverschmutzungen vor allem in schwer zugänglichen Bereichen befreit. Auch in diesem Schritt machtt SCHWING eine Reihe von wichtigen Vorgaben, die zu berücksichtigen sind: Temperatur, Art der Flüssigkeit, Zusätze, die Position der Filter, die Ultraschallfrequenz, Reinigungszeit und Leistung. Anschließend folgt die Reinigung in einem mit Luft durchströmten Spülbad.

In einem Trockenofen mit individuell angefertigtem Beladekorb werden die Filter schließlich getrocknet. Wesentliche Eckdaten sind dabei: Temperatur, Position der Filter, Trockenzeit und Belüftungssystem.

Überprüfung und Dokumentation

Ob sich noch Verschmutzungsreste im Filter befinden, verdeutlicht die Überprüfung des Gewichts mit einer Filterwaage. Ein Bubble-Test wiederum dokumentiert, ob der Filter einwandfrei oder gegebenenfalls mechanisch beschädigt ist. Und auch der 10 Liter per minute (LPM) Strömungstest verifiziert das Ergebnis. Kennzeichnende Größen hierbei: Flüssigkeit, Test-Medium, Test-Druck und Filter-Adapter. SCHWING führt diesen Test für die meisten Filtermedien mit Wasser durch und verzichtet auf Isopropanol.

Forschung und Innovation

Um perfekte Ergebnisse zu erreichen, entwickelt und optimiert ein Team aus erfahrenen Spezialisten und Ingenieuren die Reinigungstechnologien am Standort in Neukirchen-Vluyn regelmäßig weiter. Und bringt Erfahrungen und Know-how in Forschungsprojekte ein. Wie zuletzt beim Vakuumpyrolyse-Forschungsprojekt zum Verschmutzungsverhalten von Polymerschmelzefiltern, Reinigung und Standzeiten gemeinsam mit dem Institut für Kunststofftechnik an der Universität Paderborn. Zum besseren Verständnis der Prozesse hatte Thomas Ceglarek von 2015 bis 2016 in Kooperation mit der Paderborner Fakultät für Maschinenbau Reinigungsergebnisse untersucht. „Dieser gemeinsame Forschungsversuch hat uns gezeigt“, fasst Ceglarek zusammen, „dass unsere umweltfreundliche Vakuumpyrolyse die gleichen bzw. bessere Reinigungsergebnisse erzielt als die Hydrolyse. Gleichzeitig ist sie kostengünstig, und wir können die bekannten Nachteile der Hydrolyse-Systeme, wie zum Beispiel die unkontrollierte Oxidation und Schädigung des Filtergewebes, ausschließen“.

SCHWING Technologies GmbH

Seit 1969 am Markt, ist SCHWING Technologies weltweiter Marktführer für Hochtemperatursysteme zur thermischen Reinigung, thermo-chemischen Materialveredelung und Wärmebehandlung von Metallteilen und Werkzeugen der produzierenden Industrie. Das inhabergeführte Unternehmen konstruiert, fertigt und betreibt seine Anlagen am Geschäftssitz in Neukirchen-Vluyn am Niederrhein. Basierend auf deutschen Ingenieurleistungen ist der Mittelständler weltweit bekanntester Spezialist im Entfernen von Kunststoffen. Zu seinen international insgesamt etwa 2500 Kunden zählen Unternehmen der Kunststoff- und Faserindustrie sowie der Chemie-, Metall- und Automobilbranche. Für jeden Reinigungsbedarf bietet das Unternehmen mit seinen 80 Mitarbeitern die ökonomisch, ökologisch und qualitativ beste Geräte- und Systemlösung. Mit jährlich mehr als 250.000 nach höchsten Qualitäts- und Umweltstandards gereinigten Werkstücken ist SCHWING als Lohnreiniger zudem ein zuverlässiger Dienstleistungspartner. „Bislang gab es kein Teil, das wir nicht vollständig von anhaftenden Polymeren und anorganischen Verunreinigungen befreien konnten“, bestätigen Ewald und Thomas Schwing, die beiden Geschäftsführer von Schwing Technologies.

Weiterführende Informationen: www.schwing-technologies.de