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Pressemitteilung BoxID: 596254 (Scholz Holding GmbH)
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Scholz AG trifft EU-Parlamentarier

(PresseBox) (Brake/ Essingen, ) "Der illegale Abfluss von Altfahrzeugen und Elektronikschrott muss gestoppt werden, hierzu müssen alle Kräfte gebündelt werden," sagte Oliver Scholz, Vorstand der Scholz AG, in einem Gespräch gegenüber dem Umweltausschussvorsitzenden des EU-Parlaments, Matthias Groote, in Brake, Niedersachsen. "Es ist nicht akzeptabel, dass hochmoderne und innovative Aufbereitungsanlagen leer laufen, während Schrotte und andere Wertstoffe in den Zielländern unaufbereitet lagern. Es sollte ein Warnsignal sein, dass der Verbleib von über einer Mio. Fahrzeuge pro Jahr nicht bekannt ist", so Scholz weiter. Die Scholz Gruppe habe seit Inkrafttreten der Altfahrzeugverordnung und des ElektroG 50 Mio. Euro in hochmoderne Recyclinganlagen investiert, derzeit würde allerdings beobachtet, dass weder die Produktrichtlinien vollzogen würden noch die 5-stufige Abfallhierarchie des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) eine Rolle spiele. Es bestünde aus Sicht der Scholz- Experten vielmehr durch den Preisverfall in der Verbrennung die Gefahr, dass immer mehr heizwertreiche Wertstoffe (z.B. Kunststoffe) energetisch statt stofflich verwertet würden.

Demzufolge könnten spätestens ab 2015 die anspruchsvollen Quoten des Altfahrzeuggesetztes nicht mehr eingehalten werden.

Im Gespräch mit dem EU-Abgeordneten Matthias Groote und weiteren Vertretern der Scholz Gruppe wurde diskutiert, welche Möglichkeiten bestehen würden, um dem Abfluss von Altware und der zunehmenden Verbrennung von Rohstoffen zu begegnen. Dazu gehört in erster Linie eine stärkere Überwachung, d.h. ein effektiver Vollzug der Regeln. Stärkere Grenzkontrollen und Stichproben seien dringend angezeigt. Auch eine Änderung der bestehenden teilweise überalterten rechtlichen Vorgaben ist notwendig, Definitionen eines "Altfahrzeuges", bzw. eines "Altgerätes" müssten rechtsverbindlich konkretisiert werden.

Zudem sei zu überlegen, ob bei der Revision der Altfahrzeugrichtlinie der Erlass von Sammelquoten sinnvoll sei. Auch die klare Umsetzung der 5-stufigen Abfallhierarchie, bei der die stoffliche Verwertung der energetischen Verwertung bevorzugt wird, müsse im KrWG zementiert werden. Bei Nichtbeachtung derartiger Vorgaben seien auch höhere Bußgelder zur Durchsetzung wichtig. Groote forderte eine Beweislastumkehr bei Altautos, die exportiert werden. Nur fahrtüchtige Autos dürften demnach ins außereuropäische Ausland gebracht werden. Die übrigen müssten in Europa ordnungsgemäß recycelt werden. Eine systematisch betriebene Kreislaufwirtschaft bringe bis zu 400.000 Arbeitsplätze. Groote sicherte zu, in Brüssel das Thema Altautorecycling und die zunehmende Verbrennung von Rohstoffen auf die Tagesordnung zu setzen. Falls nötig, müssten veraltete Rechtsvorschriften erneuert werden. Zunächst werde er prüfen, ob und wie bestehende Verordnungen praktiziert werden.

Scholz Holding GmbH

Die Scholz Gruppe, die ihren Ursprung in 1872 hat, gehört zu einem der weltweit größten Recyclingunternehmen für Stahl- und Metallschrott. Sie ist mit ihren Recyclingaktivitäten verstärkt in Europa, aber auch in Nordamerika und Australasien vertreten und unterhält weltweite Handelsbeziehungen. Die Scholz Gruppe zählt zu den führenden Schlüssellieferanten der Stahl- und Metallindustrie in Zentral-, Ost- bzw. Südosteuropa. Die Scholz Gruppe betreibt den Handel und die Aufbereitung von Eisen- und Nicht-Eisenmetallen wie Kupfer und Aluminium und bietet dazugehörige Dienstleistungen an. Das Unternehmen ist mit über 7.500 Mitarbeitern in mehr als 20 Ländern aktiv und erwirtschaftete in 2012 einen Gesamtumsatz von rund EUR 4,7 Mrd. bei einem Output von rund 9,9 Mio. Tonnen an Sekundärrohstoffen.