Mehr Transparenz durch e-Services im Stückgutbereich

DB Schenker Logistics will 250 Millionen Euro für die Systemlandschaft im Landverkehr investieren

(PresseBox) ( Berlin/Hamburg/Essen, )
Stückgutnetzwerke in Europa werden sich in Zukunft noch flexibler den Anforderungen von Großkunden anpassen müssen. Diese These vertritt Karl Nutzinger, als Mitglied des Vorstandes der Schenker AG verantwortlich für den Landverkehr von DB Schenker. Diese Flexibilität sei ein wichtiger Erfolgsfaktor. Große Kunden seien verstärkt bemüht, ihre Versorgungsketten weiter zu optimieren, und forderten zusätzliche Dienstleistungen. Nutzinger kündigte an, in den nächsten fünf bis sechs Jahren noch stärker in die Informationstechnologie zu investieren.

"Das kann dazu führen, dass wir für unsere Kunden über den Service unseres Netzwerkes hinaus auch die Funktion des Lead Logistics Providers übernehmen, der die Kapazitäten weiterer Dienstleister steuert", erläuterte Nutzinger im Rahmen des 3. DVZ-Symposiums der Deutschen Logistik-Zeitung in Hamburg. Diese Entwicklung gehe einher mit der Tatsache, dass Wachstum vermehrt aus den Emerging Markets kommt. "Das befruchtet letztlich unsere Märkte und verlangt von uns, dass wir hier auch in der Lage sind, die Mengen entsprechend zu verteilen", so Nutzinger. Ein Bespiel dafür sind die Züge mit Elektronikerzeugnissen, die mit DB Schenker aus China nach Deutschland kommen.

Vermehrt verlangen die Kunden auch Transparenz über ihre weltweiten Versorgungsketten hinweg. Dabei spielen sogenannte "e-Services", Internet basierte Dienstleistungen, eine immer größere Rolle. "Wir erleben hier derzeit einen Generationswechsel", führte Nutzinger weiter aus. "So, wie sich das allgemeine Einkaufsverhalten ändert, so erleben wir es auch in unserer Industrie. E-Services sind nicht nur faktisch getrieben, sondern haben auch eine kulturelle Komponente."

Ein weiterer Erfolgsfaktor sind in diesem Zusammenhang auch Informationssysteme. "Wir werden in den nächsten fünf bis sechs Jahren bis zu 250 Millionen Euro in die weitere Vereinheitlichung und Verbesserung unserer Informationstechnologie speziell im Landverkehr investieren", kündigte Nutzinger an. Die historisch gewachsene Vielfalt der Systemlandschaft soll dazu deutlich reduziert werden, zunächst auf zwei oder drei Systeme.
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