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Pressemitteilung BoxID: 338852 (Schaltbau GmbH)
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Schaltbau-Konzern legt 2009 beim Ergebnis weiter zu

Deutliche Nachfragebelebung im 1. Quartal 2010 - internationale Expansion

(PresseBox) (München, ) In einem sehr schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld hat der SchaltbauKonzern im Geschäftsjahr 2009 seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Die angepassten Umsatzplanungen wurden erfüllt. "Der eigentliche Erfolg zeigt sich aber beim Konzernergebnis, das wir ohne den Sondereffekt aus dem Verkauf Bode Beijing trotz Krise nahezu auf Vorjahresniveau halten konnten," sagte Dr. Jürgen Cammann, Sprecher des Vorstands der Schaltbau Holding AG, auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in München.

Mit einem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von 20,3 Mio. EUR erwirtschaftete der SchaltbauKonzern eine EBITMarge, die auf 7,5 % vom Umsatz und damit nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres behauptet werden konnte. Auch aufgrund des Verkaufs der 49prozentigen Beteiligung an der Beijing Bode Transportation Equipment erhöhte sich das Konzernjahresergebnis um 1,0 Mio. EUR auf 14,1 Mio.

EUR. Der auf die Aktionäre der Schaltbau Holding AG entfallende Anteil am Konzernergebnis übertraf mit 12,3 Mio. EUR den Vorjahreswert um 0,5 Mio. EUR.

Das Ergebnis je Aktie stieg damit um 0,27 EUR auf 6,62 EUR und ermöglicht die Ausschüttung einer unveränderten Dividende für das Geschäftsjahr 2009 von 50 Cent. Zusätzlich werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Sonderausschüttung aus dem Verkauf Bode Beijing von 20 Cent pro Stückaktie vorschlagen.

Die bilanzielle Basis des Konzerns konnte durch die positive Ergebnisentwicklung weiter gestärkt werden. Die Eigenkapitalquote hat sich mit 12,2% gegenüber dem Vorjahreswert von 5,1% mehr als verdoppelt. Einschließlich der Genussrechte stieg sie aus wirtschaftlicher Sicht von 9,3% auf 16,4%.

Der Auftragseingang sank 2009 im SchaltbauKonzern um 10,5% auf 251,7 Mio. EUR. Krisenbedingt rückläufig war vor allem die Nachfrage aus den industriellen Bereichen. Nach zwei sehr schwachen Quartalen hat sich die Situation im vierten Quartal aber wieder entspannt. Der Umsatz im Geschäftsjahr lag mit 269,8 Mio. EUR um 3,7 % unter Vorjahr.

"Im ersten Quartal 2010 hat sich der Aufwärtstrend der vorangegangenen drei Monate bestätigt", sagte Cammann. Bemerkenswert sei insbesondere der sehr gute März. Der Auftragseingang in den drei Monaten lag mit 78,2 Mio. EUR nur 1,1 Mio. EUR unter dem sehr guten Niveau des Vorjahres. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Anfang 2009 im Segment Mobile Verkehrstechnik zwei Großaufträge gewonnen wurden. Besser als erwartet entwickelten sich insbesondere die Geschäftsfelder Türsysteme und Komponenten. Das Geschäftsfeld Infrastrukturtechnik war im Plan und deutlich über Vorjahr. Das Geschäftsfeld Bremssysteme profitierte erstmals in größerem Umfang von Aufträgen im Windkraftbereich, lag aber insgesamt unter Vorjahr.

Der um 10,5 Mio. EUR auf 62,1 Mio. EUR gesunkene Umsatz ist besonders auf das Geschäftsfeld Infrastrukturtechnik zurückzuführen. Aufgrund der langen Frostperiode waren Außenarbeiten an Bahnübergangssystemen und Weichenheizungsanlagen nur sehr eingeschränkt möglich, so dass sich die Auftragsabwicklung entsprechend verzögert. Geprägt von der insgesamt noch schwachen Nachfrage war der Umsatz im Geschäftsfeld Industriebremsen ebenfalls deutlich rückläufig. Dagegen konnten sich die Segmente Mobile Verkehrstechnik und Komponenten gegenüber den guten Vorjahreswerten verbessern.

Das betriebliche Ergebnis EBIT verringerte sich umsatzbedingt auf 4,2 Mio. EUR (i.V. 6,1 Mio. EUR), lag damit laut Cammann aber über den Erwartungen. Das auf die Aktionäre der Schaltbau Holding AG entfallende Konzernergebnis belief sich auf 1,9 Mio. EUR gegenüber 3,7 Mio. EUR und das Ergebnis je Aktie auf 1,01 EUR nach 1,96 EUR.

Im März 2010 gelang es, für die Cash Pool Gesellschaften die Finanzierung auf unbesicherter Basis für die kommenden drei Jahre neu zu strukturieren und mittelfristig festzulegen. Dies dokumentiert das Vertrauen der Banken in den SchaltbauKonzern und dessen Perspektiven. Damit wurde gleichzeitig die finanzielle Flexibilität beträchtlich erhöht und das Fundament für weiteres, auch akquisitionsbedingtes Wachstum gelegt. Die Voraussetzungen für den SchaltbauKonzern sind laut Cammann günstig.

Insbesondere außerhalb Europas werden die Investitionen in den öffentlichen Verkehr steigen oder zumindest auf hohem Niveau verharren. Daher wird die internationale Expansion mit der bisherigen Konsequenz fortgesetzt.

Neben Asien stuft Cammann Nordamerika als besonders aussichtsreich ein. Die mit Wirkung zum 1. Januar 2010 mehrheitlich übernommene Bode Corp. bezeichnet Cammann als strategisches Investment.

Diese Gesellschaft wird der Nukleus für alle Bahnund BusAktivitäten in Nordamerika. "Damit haben wir einen weiteren wesentlichen Schritt in unserer Expansionsstrategie getan", erklärte Cammann.

Bestärkt durch den Geschäftsverlauf im ersten Quartal hält der Vorstand an den Prognosen vom November 2009 für das laufende Jahr unverändert fest.