Hervorragender Verlauf des ersten Halbjahres 2007 mit neuen Rekordmarken für Umsatz und Gewinn

Salzgitter, (PresseBox) - Das stabile Wirtschaftswachstum speziell in Deutschland, aber auch im übrigen Europa und vielen Teilen der Welt, setzte auch im zweiten Quartal 2007 äußerst positive Rahmenbedingungen für Walzstahl- und Röhrenprodukte. Der Salzgitter-Konzern übertraf die bisherigen Bestmarken für Umsatz und operativen Gewinn in einem Halbjahr.

Zum Wachstum des konsolidierten Außenumsatzes des Salzgitter-Konzerns um 17 % auf 4,72 Mrd. € (erstes Halbjahr 2006: 4,03 Mrd. €) trugen sämtliche Unternehmensbereiche, insbesondere Stahl und Handel, bei. Die vollständig im operativen Geschäft erwirtschafteten 663,6 Mio. € Gewinn vor Steuern (EBT) übertrafen den bereits außerordentlich hohen Vorjahreswert von 437,9 Mio. € EBT (ohne Einbeziehung von Sondereffekten) erheblich.

Der Nachsteuergewinn des ersten Halbjahres 2007 belief sich auf 398,7 Mio. € (erstes Halbjahr 2006: 130,0 Mio. €); als Ergebnis pro Aktie errechnet sich ein Wert von 6,94 € (erstes Halbjahr 2006: 2,27 €). Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) betrug 31,4 % (erstes Halbjahr 2006: 16,6 %).

Preiserhöhungen sowohl im Spotmarktgeschäft als auch bei den Jahreskontrakten sowie ein Rekord-Absatz bewirkten eine Steigerung des Gesamtumsatzes des Unternehmensbereichs Stahl um 24 % auf 2,05 Mrd. € (erstes Halbjahr 2006: 1,65 Mrd. €). Der Außenumsatz expandierte um 22 % auf 1,46 Mrd. € (erstes Halbjahr 2006: 1,20 Mrd. €). Angesichts der ausgezeichneten Ergebnisperformance der Produktbereiche Flachstahl, Grobblech und Träger überboten die 377,3 Mio. € Vorsteuergewinn der Stahldivision den Vorjahreswert klar (erstes Halbjahr 2006: 203,6 Mio. €) und markierten einen absoluten Bestwert der produzierenden Stahlaktivitäten des Salzgitter-Konzerns.

Die für Röhrenprodukte gleichermaßen vorteilhaften Bedingungen schlugen sich in einem glänzenden Geschäftsverlauf des Unternehmensbereichs Röhren nieder. Trotz projekt- und stichtagsbedingt etwas geringerer Versandmengen stieg der Außenumsatz der Röhrendivision als Folge der festen Erlösentwicklung um 7 % auf 884 Mio. € (erstes Halbjahr 2006: 828 Mio. €).

Dank der kräftigen Ergebnisausweitung aller Tochter- und Beteiligungsgesellschaften – mit Schwerpunkt im Groß- und Edelstahlrohrbereich – verdoppelte sich das Vorsteuerergebnis der konsolidierten Röhrengesellschaften auf 138,9 Mio. € (vergleichbares Ergebnis im ersten Halbjahr 2006: 65,0 Mio. €; in den insgesamt 138,0 Mio. € Ergebnis der Röhrendivision im ersten Halbjahr 2006 sind 73,0 Mio. € Beitrag der später desinvestierten Vallourec-Beteiligung enthalten).

Auch der Unternehmensbereich Handel konnte das insgesamt erfreuliche wirtschaftliche Umfeld und die prosperierende Binnenkonjunktur in glänzende Geschäftsresultate umsetzen.

Bei 7 % Versandausweitung, zurückzuführen sowohl auf das robuste Inlandsgeschäft als auch auf die weiter gewachsenen internationalen Tradingaktivitäten, legte der Außenumsatz des Unternehmensbereichs per 30.06.2007 um 16 % auf 2,05 Mrd. € zu (erstes Halbjahr 2006: 1,76 Mrd. €). Das Vorsteuerergebnis sprang um 55 % auf die neue Rekordmarke von 121,4 Mio. € (erstes Halbjahr 2006: 78,4 Mio. €).

Aufgrund des starken Bedarfs an Rohstoffen und Serviceleistungen nicht nur seitens der produzierenden Konzerngesellschaften sondern auch externer Kunden erreichte der Unternehmensbereich Dienstleistungen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2007 mit 603 Mio. € Gesamtumsatz einen neuen Höchstwert (erstes Halbjahr 2006: 506 Mio. €). Im Wesentlichen fußte diese Entwicklung auf dem sehr guten Geschäftsverlauf der Rohstoffhandelsgesellschaft DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH. Im gleichen Zuge kletterte der Außenumsatz um 28 % auf 263 Mio. € (erstes Halbjahr 2006: 206 Mio. €) und der Gewinn vor Steuern stieg auf 14,3 Mio. € (+18 %; erstes Halbjahr 2006: 12,1 Mio. €).

Der auf dem Halbzeuggeschäft mit Konzernfremden basierende Außenumsatz des Bereichs Sonstiges/Konsolidierung wuchs in den ersten sechs Monaten 2007 auf 66 Mio. € (erstes Halbjahr 2006: 43 Mio. €). Erfolgreiches Asset-Management und die Zinserträge der erheblich gesteigerten Geldanlagen bewirkten ein mit 11,8 Mio. € positives Vorsteuerergebnis. Das Resultat des ersten Halbjahres 2006 (-233,3 Mio. €) wurde noch durch 239,1 Mio. € Sonderaufwand für ein später aufgelöstes Kurssicherungsgeschäft belastet.

Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen für die Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns sind weiterhin als vorzüglich zu bezeichnen. Dementsprechend sollte sich die Geschäftstätigkeit bei einer anhaltenden guten Konjunktur in Deutschland und Europa auf dem aktuellen Niveau fortsetzen. Allerdings werden sich – wie in jedem Jahr – saisonale Effekte wie die planmäßigen Instandhaltungs- und Reparaturstillstände in unseren Werken auf die Beschäftigungslage des dritten und vierten Quartals auswirken.

Deshalb dürften sich die Absatzmengen des Unternehmensbereichs Stahl im zweiten Halbjahr verglichen mit den ersten sechs Monaten leicht rückläufig entwickeln; die Erlöse sollten stabil bleiben, in einigen Bereichen sind weitere Anhebungen denkbar. Abgesehen von den erwähnten saisonalen Effekten sollte sich die Auslastung der Produktionsanlagen angesichts der guten Walzstahlnachfrage auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau bewegen.

Die Beschäftigung der Werke des Unternehmensbereichs Röhren ist durch den extrem hohen Auftragsbestand bis zum Jahresende und im Großrohrbereich sogar in das erste Halbjahr 2008 hinein gesichert. Allerdings sind auch hier infolge planmäßiger Instandhaltungsund Reparaturstillstände etwas geringere Versandmengen zu erwarten.

Der Unternehmensbereich Handel dürfte im laufenden Jahr weiterhin von dem expandierenden Stahlverbrauch in Deutschland, Europa und der Welt profitieren. Die Roherträge werden sich aufgrund gestiegener Wiederbeschaffungskosten normalisieren. Bedeutende Risiken bleiben eine fortschreitende Abschwächung der US-amerikanischen Konjunktur, anhaltend hohe Stahlimporte nach Europa und mögliche Verschärfungen von politischen Spannungen, insbesondere im Nahen und Mittleren Osten.

Die sehr zufriedenstellende Verfassung des Unternehmensbereichs Dienstleistungen sollte in 2007 wegen des hohen Bedarfs interner und externer Kunden fortdauern.

Außerdem wird im zweiten Halbjahr 2007 die Aufnahme der Klöckner-Werke AG und der Vallourec Précision Etirage in den Konsolidierungskreis der Salzgitter AG für Umsatz- und Ergebniszuwächse sorgen.

Insgesamt wird für das laufende Jahr auf Basis derzeitiger Informationen und Erwartungen bezüglich der Entwicklung der Beschaffungs- und Absatzmärkte sowie der allgemeinen Rahmenbedingungen und unter Einbeziehung der Effekte des Ergebnisverbesserungsprogramms ein Vorsteuergewinn des Salzgitter-Konzerns von deutlich über einer Milliarde Euro erwartet.

Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass Chancen und Risiken beispielsweise aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Verschiebungen von Währungsparitäten den Verlauf des Geschäftsjahres 2007 noch erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann erfahrungsgemäß ein beträchtliches Ausmaß annehmen.

Aufgrund der nachhaltig positiven, auch im Branchenvergleich überdurchschnittlichen Ergebnisperformance der letzten Jahre hat der Vorstand der Salzgitter AG beschlossen, das Renditeziel für den Konzern auf 15 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) über den Durchschnitt des Stahlzyklus anzuheben. Gleichzeitig wird mittelfristig ein Konzernumsatz in der Größenordnung von 13 bis 15 Mrd. € anvisiert.

Weitere Informationen können dem heute erscheinenden Zwischenbericht entnommen werden (siehe www.salzgitter-ag.de).

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