Einem Geotextil auf die Nähte gegangen...

(PresseBox) ( Chemnitz, )
Bei der Gründung von Bauvorhaben auf weichen, bindigen Böden treten häufig Verformungen infolge äußerer Spannungen und des Bodenaufbaus auf. Zur Verbesserung und Bewehrung des Baugrundes und zur Stabilisierung von Dämmen dienen rasterförmig angeordnete Säulen, die mit Schotter, Kies oder Sand gefüllt werden. Dadurch werden die Lasten direkt in den tieferen, standfesten Untergrund abgeleitet.

Die Hamburger Firma Josef Möbius Bau-Aktiengesellschaft hat zusammen mit der Universität Kassel ein neues Verfahren entwickelt, bei dem geotextilummantelte Sandsäulen in den Boden eingebaut werden.

Bei der klassischen Methode wurden für derartige Säulengründungen Gewebebahnen eingesetzt, die zu Schläuchen zusammengenäht wurden. Diese Nähte rissen bei Belastung zuerst, das Textil musste deshalb mit doppelter Festigkeit hergestellt werden. Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. löste dieses Problem mit rundgewebten Schläuchen ohne Naht mit Durchmessern von einem Meter und mehr.

Bisher wurden weltweit bereits Millionen von Metern solcher rundgewebter Schläuche eingesetzt. Allein in Hamburg-Finkenwerder wurden an der neuen Start- und Landebahn des Airbusgeländes 66 000 derartiger Säulen zu ca. 10 bis 15 Meter Länge verbaut.

Eine der jüngsten Anwendungen ist die Sanierung des 115 Jahre alten Eisenbahndammes in der Hilbersdorfer Kurve bei Chemnitz. Tragwerksschäden begrenzten die Fahrgeschwindigkeit auf 50 km/h. Bis Dezember 2007 wurden 1200 derartige Geosäulen von ca. 10 m Länge verbaut. Durch ihre Stabilisierungswirkung sollen die Züge durch künftig 130 km/h erreichen.
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