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Pressemitteilung BoxID: 719807 (Saarland - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr)
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Assistierte Ausbildung schafft neue Chancen

(PresseBox) (Saarbrücken, ) Mehr als 1.200 junge Saarländerinnen und Saarländer werden im neuen Jahr ausbildungsbegleitende Unterstützung in Anspruch nehmen. Darauf wies Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hin. Auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sei es wichtig, "dass auch diejenigen eine Chance in der Arbeitswelt bekommen, denen es nicht so leicht fällt wie andern".

Das "Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar" hat die sogenannte "assistierte Ausbildung" nicht ohne Grund in seinen Projektkatalog aufgenommen. Die Partner schätzen, dass es im Saarland mehr als 5.000 Jugendliche gibt, denen wegen unterschiedlicher Problemlagen eine individuelle Betreuung den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern kann. Rehlinger: "Wir müssen also aktiv etwas tun, denn viele verschenken ihre beruflichen Perspektiven, obwohl sie es schaffen könnten."

Bei der assistierten Ausbildung wird durch Vorbereitungs- und Flankierungsangebote erreicht, dass auch Jugendliche mit Unterstützungsbedarf gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt haben. Die IHK Saarland und die Handwerkskammer haben angekündigt, für diese Möglichkeiten bei ihren Mitgliedsbetrieben stärker zu werben.

Etwa 600 Jugendlichen werden voraussichtlich die "ausbildungsbegleitenden Hilfen" der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen können. Zu den jungen Saarländerinnen und Saarländer, die über das bewährte Landesprogramm "Ausbildung jetzt" gefördert werden, kommen voraussichtlich 300 hinzu. Mittel dafür werden auch aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) bereitgestellt. Das aktualisierte und von der EU-Kommission inzwischen genehmigte Landesprogramm ist ein Teil des ESF-Ziels "Investitionen in Bildung und Ausbildung sowie lebenslanges Lernen", für das bis 2020 rund 30 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Die EU habe anerkannt, "dass die duale Ausbildung in Deutschland ein wichtiger Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs sein wird", sagte die Ministerin. Bei zurückgehenden Schulabgängerzahlen komme es auch im Saarland darauf an, alle Potenziale zu nutzen: "Wir brauchen jede und jeden, niemand darf verloren gehen." Weniger Ausbildungsabbrüche, bessere Leistungen in Schule und Ausbildungsbetrieb, weniger Fehlzeiten in der Berufsschule sowie eine hohe Erfolgsrate beim Ausbildungsabschluss - dies seien positive Effekte, die im Saarland vor allem durch Stützunterricht und sozialpädagogische Begleitung erzielt würden.

Wegen ihres Einsatzes für die assistierte Ausbildung auf Bundesebene wurde Ministerin Rehlinger kürzlich als Vertreterin der Wirtschaftsministerkonferenz in die bundesweite "Allianz für Aus- und Weiterbildung" entsandt. Diese Initiative, an der auch Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften mitwirken, hat vor allem das Ziel, die duale Berufsausbildung zu stärken.

Vom Saarland war Ende des vergangenen Jahres der Vorstoß ausgegangen, das Fachkonzept für die assistierte Ausbildung sowohl mit der Wirtschaft und den Gewerkschaften als auch mit den Ländern abzustimmen. Das schaffe mehr Effizienz, und so könne erreicht werden, dass die auf Länderebene bereits vorhandenen Strategien zur Verbesserung der Ausbildungsqualität und zur Erleichterung des Übergangs von der Schule in den Beruf integriert werden können. Rehlinger: "Die Regionaldirektionen der Bundesagentur für Arbeit sollen die Möglichkeit haben, Ansätze der assistierten Ausbildung auch im Rahmen der jeweiligen Landesstrategie umzusetzen."

Hintergrund

Die Zahl der Schulabgänger/innen wird in den kommenden Jahren kontinuierlich sinken. Laut einer Veröffentlichung der Kultusministerkonferenz wird für das Saarland ein Rückgang um 35 Prozent bis 2025 prognostiziert. Es werde dann nur noch 6.380 Absolventen allgemein bildender Schulen geben. Zum Vergleich: 2012 waren es 9.830.

Im Bundesdurchschnitt soll der Rückgang nur rund 16 Prozent betragen. Das bedeutet, dass saarländische Unternehmen es schwerer als andere haben werden, zukünftig ihren Bedarf an Fachkräften zu decken. Hinzu kommt, dass sich leistungsstarke Jugendliche noch mehr als früher um den Einstieg in ein Studium bemühen. Die Zahl der Studienanfänger hat sich deutschlandweit im Zeitraum von 2003 bis 2013 um 34,2 Prozent erhöht.

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