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Pressemitteilung BoxID: 173547 (RWTH Aachen)
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RWTH-Wissenschaftler brechen zur Arktis-Expedition auf

Mit Zelt und Motorschlitten werden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landeismassen untersucht

(PresseBox) (Aachen, ) Ein Wissenschaftlerteam der RWTH wird vom 9. Mai bis 5. Juni eine Expedition zu den Gletschern der Vestfonna Eiskappe auf Nordauslandet, Nordspitzbergen (Svalbard), unternehmen. Univ.-Prof. Dr. Christoph Schneider und Marco Möller, M.A., vom Aachener Lehr- und Forschungsgebiet Physische Geographie und Klimatologie wollen dort die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landeismassen der Arktis untersuchen. Sie arbeiten dabei mit Forschern des Instituts für Ökologie der TU Berlin und des Zentrums für Fernerkundung der Landoberfläche (ZFL) der Universität Bonn im Rahmen des Internationalen Polarjahres in einem Projekt zusammen.

Die Wissenschaftler werden drei Wochen lang mit Zelt und Motorschlitten auf der 2.500 Quadratkilometer großen Eiskappe Vestfonna unterwegs sein. Sie installieren in dieser Zeit mehrere automatische Wetterstationen, nehmen Profile der letzten Winterschneedecke auf und führen kinematische Messungen der Gletscherbewegung mit differenziellem GPS durch. Mit Hilfe der bis zum Sommer 2009 gewonnenen Daten sollen gekoppelte numerische Atmosphären-Landoberflächen-Modelle der Energie- und Massenbilanz der Vestfonna Eiskappe und deren Klimasensitivität entwickelt werden. Damit will man beispielhaft die Reaktion der arktischen Eismassen auf den Klimawandel der nächsten Jahrzehnte modellieren und ihren potenziellen Beitrag zum globalen Meeresspiegelanstieg abschätzen.

Die polythermale Eiskappe Vestfonna mit einem Durchmesser von rund 70 Kilometer kann im Vergleich zu Grönland als ein "Forschungslabor" bezeichnet werden. Ihre Nähe zu Mitteleuropa macht sie aber mit einem vergleichsweise geringen logistischen Aufwand zu erreichbar. Doch auch die Arbeit auf Spitzbergen hält besondere Herausforderungen bereit. Die Wissenschaftler mussten wegen der im Untersuchungsgebiet lebenden Eisbären zur Vorbereitung ein spezielles Verhaltenstraining am Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven besuchen. Für den August 2008 und den Frühsommer 2009 sind zwei weitere Expeditionen geplant.

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