PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 236294 (RWTH Aachen)
  • RWTH Aachen
  • Templergraben 55
  • 52062 Aachen
  • http://www.rwth-aachen.de/
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  • Rafig Azzam
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Kulturelle und fachliche Vielfalt

Prof. Rafig Azzam ist der erste von zwölf ausländischen Wissenschaftlern, die auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes porträtiert werden

(PresseBox) (Aachen, ) Mit der "Initiative Außenwissenschaftspolitik 2009" hat das Auswärtige Amt die Förderung des wissenschaftlichen Austausches um ein neues Instrument erweitert. Neben der geplanten Einrichtung von Informationsplattformen in ausgewählten Ländern, der Unterstützung internationaler Forschungsnetzwerke und dem Ausbau des Angebots von Stipendien, so sollen Forscherpersönlichkeiten künftig Beispiele liefern. Als erster in der Reihe "12 Wissenswelten" auf der Website des Auswärtigen Amtes wird RWTH-Professor Rafig Azzam porträtiert. Der Inhaber des Lehrstuhls für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie wurde als Sohn christlichpalästinensischer Eltern in Jordanien geboren und kam zum Studium nach Aachen, wo er auch promovierte. Seine wissenschaftliche Karriere setzte er an der James Cook University of North Queensland, Australien, der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie an der TU Bergakademie Freiberg fort.

Nicht nur der persönliche Hintergrund von Prof. Azzam ist international. Auch die Projekte, die an seinem Lehrstuhl bearbeitet werden, haben globale Themen im Blick. Dabei geht es beispielsweise um die Wasserversorgung der vor allem in den Schwellenländern explosionsartig wachsenden Megacities. Oder um die Entwicklung von Frühwarnsystemen für Regionen, die von Erdrutschen bedroht sind. Dabei sollen preisgünstige Sensoren, die bereits in der Automobilindustrie genutzt werden, das über W-LAN kommunizierende Netz auch für Entwicklungsländer erschwinglich machen. Im Rahmen des Projektes "CO2SINUS" wird erforscht, wie Steinkohle bereits an der Fundstelle in den Flözen in Gas umgewandelt werden kann, um Niedrigenergie-Kraftwerke zu betreiben. Das bei der Verbrennung entstehende CO2 soll direkt unter Tage gelagert werden, um die schädlichen Effekte bei Eintritt in die Atmosphäre zu verhindern. Dieses Projekt brachte dem Lehrstuhl die Auszeichnung "Ausgewählter Ort 2009" der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" ein.

Prof. Azzam liegen neben dem interdisziplinären Austausch auch die Knüpfung internationaler Netzwerke am Herzen. Im Oktober letzten Jahr wurde zwischen Azzams Lehrstuhl und dem College of Urban Construction and Environmental Engineering der University of Shanghai ein Kooperationsabkommen geschlossen. Es umfasst die Zusammenarbeit in der Forschung, einen Austausch von Dozenten und die gemeinsame Betreuung von Studierenden. Zurzeit promovieren vier chinesische Doktoranden am Lehrstuhl Ingenieurgeologie und Hydrogeologie. Dazu wurde Prof. Azzam im letzten Jahr mit der Ehrendoktorwürde der University Shanghai for Science and Technology ausgezeichnet. Ebenfalls in Sachen "Außenwissenschaften" war Prof. Azzam im Sommer im Auftrag des DAAD letzten Jahres unterwegs, als er die Bundesbildungsministerin Annette Schavan auf einer Reise nach Indien begleitete, bei der eine deutsch-indische Forschungskooperation auf der Agenda stand.