42. Internationales Wasserbau-Symposium Aachen (IWASA)

12. und 13. Januar 2012 / "Hochwasser - eine Daueraufgabe!"

(PresseBox) ( Aachen, )
Hochwässer stellen immer wieder eine häufig existentielle Bedrohung für Leben und Eigentum der betroffenen Bevölkerung sowie für Industrie, Landwirtschaft, Gebäude und Infrastruktureinrichtungen in überschwemmungsgefährdeten Bereichen dar. Gerade in den letzten Monaten haben uns nicht nur die Bilder aus Australien und Pakistan, sondern auch die Ereignisse in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen die Gefährdungen auch in Deutschland verdeutlicht, die trotz aller durchgeführten Maßnahmen im Rahmen eines vorsorgenden Hochwasserschutzes weiterhin bestehen.

Hochwasserschutz besteht heutzutage aus vielen Komponenten, von denen nur eine der technische Hochwasserschutz ist. Flächenvorsorge, Risikovorsorge, Bauvorsorge und Informationsvorsorge sind ebenfalls notwendige und wichtige Komponenten eines vorsorgenden Hochwasserschutzes. Auch wurde der Begriff des Hochwasserschutzes um den Risikobegriff erweitert, um neben den Gefährdungen auch die Konsequenzen eines Hochwassers in der Beurteilung und Bewertung von Maßnahmen zu berücksichtigen.

Insbesondere die EU-Hochwasserrichtlinie fordert daher neben Hochwassergefahrenkarten auch die Erstellung von Hochwasserrisikokarten und Hochwasserrisikomanagementplänen. Hiermit stehen Instrumente zur Verfügung, um Hochwasserrisiken auch flussgebietsübergreifend managen, vergleichen und bewerten zu können. Eine unmittelbare Verbesserung des Hochwasserschutzes ist durch diese Karten und Pläne aber erst dann zu erwarten, wenn die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Reduktion der Schadenspotentiale auch umgesetzt werden und die Informationen zur Hochwasserbetroffenheit von den Hochwasserbetroffenen und den Hochwasserbeteiligten auch wahrgenommen und befolgt werden. Ohne die aktive Mitwirkung und Beteiligung der Betroffenen bleiben die Hochwasserrisikomanagementpläne nichts als bunte Bilder. Auf diese Aspekte muss bei allem Enthusiasmus in Zusammenhang mit den derzeitigen Aktivitäten bei der Umsetzung der EU-Hochwasserrichtlinie deutlich hingewiesen werden.

Trotz aller Anstrengungen und Maßnahmen wird es uns aber niemals gelingen, das Hochwasserrisiko vollständig zu reduzieren. Eine absolute Sicherheit wird und kann es nicht geben. Vielmehr sollte es das Ziel sein, das Hochwasserrisiko auf akzeptable Risikowerte zu reduzieren und die Hochwasserrisikokarten für eine Identifikation der Bereiche mit dem höchsten Hochwasserrisiko zu verwenden und optimale Maßnahmen zu erarbeiten. Auf diese Weise können der Hochwasserschutz optimiert und die öffentlichen Haushalte geschont werden.

Hochwasserschutz bzw. Hochwasserrisikomanagement sind somit Daueraufgaben! Daher haben wir uns entschlossen das 42. Internationale Wasserbau-Symposiums Aachen (IWASA) dem Thema Hochwasser zu widmen.

Die fünf Vortragsblöcke mit den Titeln:

- EG-HWRM-RL
- Ökonomie
- Ökologie
- Bauwerke
- Maßnahmen

behandeln wissenschaftliche Ansätze und Methoden aber auch ausgewählte Praxisprojekte zum Thema Hochwasser.

Das vom IWW organisierte IWASA hat sich im Laufe der Jahrzehnte als von Fachkreisen immer wieder gerne genutzter Treff- und Informationspunkt etabliert. Es richtet sich vor allem an Bauingenieurinnen und Bauingenieure aus den Bereichen Wasserbau und Wasserwirtschaft, steht aber grundsätzlich allen Interessierten offen. Die Aktualität und Relevanz des gewählten Themas lässt wieder rund 400 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwarten. Im Foyer wird Firmen die Möglichkeit zur Präsentation gegeben. So ist ein weiterer Einblick in den aktuellen Stand des Wasserbaus und der Wasserwirtschaft möglich, der nicht nur auf das Thema des Symposiums beschränkt bleibt.

Ort der Veranstaltung ist das AGIT. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei. Dies wird unter anderem durch die freundliche Unterstützung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV), proRWTH und des Fördervereins des IWW ermöglicht. Der Tagungsband kann im Anschluss an das Symposium zum Selbstkostenpreis bestellt werden.
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