RWE bestätigt Prognose für 2012

Maßnahmenpaket auf einem guten Weg / Ergebnis im ersten Quartal erwartungsgemäß unter Vorjahr

(PresseBox) ( Essen, )
Nach hohen Einmalbelastungen durch die energiepolitischen Entscheidungen in Deutschland im Jahr 2011 wird RWE im laufenden Jahr wieder Boden gutmachen. Allerdings konnte der Konzern im ersten Quartal 2012 nicht an das Ergebnis des Vorjahresquartals anknüpfen. Vor allem rückläufige Margen in der Stromerzeugung und Belastungen im Gas-Midstream-Geschäft haben das Quartalsergebnis belastet. Dem stehen Ergebnisverbesserungen bei RWE Dea gegenüber. Bei einem nahezu konstanten Konzernumsatz von 15,6 Mrd. Euro lag das EBITDA bei 3,1 Mrd. Euro und damit 9 % unter dem Vorjahreswert. Das betriebliche Ergebnis ging um 14 % auf 2,4 Mrd. Euro zurück. Das nachhaltige Nettoergebnis, die Bemessungsgrundlage für die Dividende, sank um 20 % auf 1,3 Mrd. Euro.

Für das Gesamtjahr hält RWE dennoch unverändert an seiner Prognose fest, mit dem betrieblichen Ergebnis und dem nachhaltigen Nettoergebnis auf dem Niveau von 2011 abschließen zu können. Denn der Ergebnisrückgang im Quartalsvergleich ist deshalb nicht auf das Gesamtjahr hochzurechnen, da das erste Quartal 2011 im Gegensatz zu den folgenden drei Quartalen noch nicht durch die Auswirkungen des beschleunigten Kernenergieausstiegs in Deutschland belastet war.

Stromerzeugung stabil, Strom- und Gasabsatz unter Vorjahr

Der RWE-Konzern erzeugte in den ersten drei Monaten des Jahres 60,4 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom - etwa so viel wie im Vorjahr. Seit März vorigen Jahres ist das Kernkraftwerk Biblis nicht mehr am Netz. Der dadurch verursachte Rückgang in der Erzeugung wurde vor allem durch den Einsatz neuer Kraftwerke aufgefangen: Die beiden niederländischen Gaskraftwerke Claus C und Moerdijk 2 gingen am Jahresanfang ans Netz, und der Braunkohle-Doppelblock in Neurath bei Köln läuft im Probebetrieb.

Im Wesentlichen begründet durch die Entkonsolidierung von Amprion, sank der Stromabsatz um 7 % auf 75,5 Mrd. kWh. Der Absatz an Privat- und Gewerbekunden war nahezu stabil. In Deutschland wurde außerdem mehr Strom an Weiterverteiler verkauft. Während in Deutschland und den Niederlanden die Zahl der Industrie- und Geschäftskunden zurückging, hat RWE in Großbritannien in diesem Segment neue Kunden gewonnen. Der Gasabsatz sank konzernweit um 12 % auf 113,6 Mrd. kWh. Hier schlugen sich die niedrige Auslastung der von RWE belieferten Gaskraftwerke und wettbewerbsbedingte Absatzeinbußen bei Industrie- und Geschäftskunden nieder.

Maßnahmenpaket auf gutem Weg

Die Umsetzung des Maßnahmenpakets zur Stärkung der Finanzkraft kommt gut voran. Im März hat RWE zwei Hybridanleihen im Gegenwert von rund 1,3 Mrd. € platziert und die Kapitalbasis damit weiter verbessert. Über den Verkauf eines 19-Prozent-Anteils am saarländischen Versorger VSE hat RWE eine Einigung erzielt. Vorangekommen ist der Konzern auch bei den Preisrevisionen für die Gasbezugsverträge: Inzwischen wurden weitere Kontrakte auf Gasgroßhandelspreis-Indexierung umgestellt. Besonderes Augenmerk gilt nun den verbleibenden Preisrevisionen mit drei großen internationalen Öl- und Gasunternehmen.

Ausblick 2012

Trotz Desinvestitionen rechnet RWE 2012 mit einer stabilen Ertragslage. Für das laufende Jahr prognostiziert der Konzern unverändert ein betriebliches Ergebnis und ein nachhaltiges Nettoergebnis auf Vorjahresniveau.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen.
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