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Pressemitteilung BoxID: 371079 (RWE AG)
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RWE begrüßt politische Entscheidung zur Kernenergie

Erhebliche finanzielle Belastungen für die Kernkraftwerke / Wertvoller energiewirtschaftlicher Beitrag auf hohem Sicherheitsniveau

(PresseBox) (Essen, ) Vorstand und Mitarbeiter der RWE AG begrüßen, dass sich die Bundesregierung auf die Eckpunkte einer Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke verständigt hat. Die Kernenergie wird damit auch in den nächsten Jahren ihren Stellenwert im deutschen Energiemix behalten. Als Partner der erneuerbaren Energien hilft sie zudem, die ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen.

RWE-Chef Dr. Jürgen Großmann hob hervor: "Diese grundsätzliche Einigung macht die Kernkraft zu einem starken Pfeiler der Brücke, die ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien führt. Gerade jetzt und auch in Zukunft schätzen unsere Kunden die Versorgungssicherheit und preisdämpfende Wirkung der Kernenergie. Für uns als Betreiber sind jedoch erhebliche und unerwartet hohe finanzielle Belastungen abzusehen."

Die RWE-Kernkraftwerke in Gundremmingen (2600 MW; 75 % RWE Power AG; 25 % E.on Kernkraft GmbH) und Lingen Ems, (1.400 MW; 87,5 % RWE Power AG; 12,5 % E.on Kernkraft GmbH) sollen nach der Festlegung der Bundesregierung 14 Jahre länger laufen als im heutigen Atomgesetz vorgesehen. Die beiden Blöcke in Biblis (2.400 MW) können acht Jahre länger am Netz bleiben. Die Belastungen, die sich aus der Brennelementesteuer, einem Fonds sowie aus den zusätzlichen Nachrüstanforderungen ergeben, sind allerdings hoch. Sie stellen für den Betrieb der Kernkraftwerke im Wettbewerb eine große Herausforderung dar.

Die politisch festgelegte und nach Anlagen differenzierte Länge der Laufzeit wird akzeptiert, wenngleich RWE immer wieder deutlich gemacht hat, dass die Kernenergie die ihr zugedachte Brückenfunktion am besten bei einer Laufzeitverlängerung von ca. 20 Jahren für alle Anlagen hätte erfüllen können. Zu diesem Ergebnis war auch das von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Gutachten über die Energieszenarien gelangt. Technisch hätten alle Anlagen angesichts des im internationalen Vergleich hohen deutschen Sicherheitsniveaus auch über die vorgesehene Laufzeit hinaus zuverlässig betrieben werden können.

Gegenüber dem ursprünglich auf vier Jahre befristeten Haushaltsbeitrag der Kernenergie hat die Bundesregierung die Belastung nochmals erhöht. Nun werden die Betreiber über einen Zeitraum von sechs Jahren mit einer Brennelementesteuer von jährlich 2,3 Milliarden Euro belastet. Gleichzeitig wird ein Fonds zur Förderung der Erneuerbaren Energien mit 1,4 Milliarden Euro dotiert. Ab 2017 gibt es eine Abgabe pro Megawattstunde produzierten Kernkraftstroms, bei gleichzeitiger planmäßiger Rückführung der Laufzeitgrade der Kernkraftwerke. Insgesamt werden damit weit mehr als 50 Prozent der Ertragskraft der Kernenergie abgeschöpft.

RWE investiert pro Jahr 1,4 Milliarden Euro in die Erneuerbaren Energien. Mit der längeren Nutzung der Kernenergie kann der Übergangsprozess in eine CO2ärmere Energiezukunft beschleunigt und verbraucherfreundlicher ausgestaltet werden. Immerhin ersparen die deutschen Kernkraftwerke der Umwelt CO2-Emissionen von rund 125 Millionen Tonnen pro Jahr.

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