Horizon 2020-Projekt: Nervenzellwachstum magnetisch stimulieren

(PresseBox) ( Bochum, )
Um eine neue Therapie für die Parkinson-Krankheit zu entwickeln, erhält das interdisziplinäre Team vom Projekt "Magneuron" 3,5 Millionen Euro für vier Jahre aus dem Horizon 2020-Programm. 680.000 Euro davon fließen an die Ruhr-Universität Bochum.

Bei neurodegenerativen Erkrankungen sterben bestimmte Nervenzellen im Gehirn ab. Ein Therapieansatz ist es, geeignete Ersatzzellen aus Stammzellen des Patienten bereitzustellen. "Damit im degenerierenden Gehirn Nervenfortsätze wachsen, müssen zunächst hemmende Signale überwunden werden", erklärt Seniorprofessor Dr. Rolf Heumann von der Arbeitsgruppe Molekulare Neurobiochemie, der das Teilprojekt an der RUB leitet. Außerdem entscheide die Richtung, in die die Fortsätze wachsen, maßgeblich darüber, ob die verloren gegangenen Nervenverbindungen erfolgreich wiederhergestellt werden können.

Im Projekt "Magneuron" erproben Forscherinnen und Forscher die externe magnetische Stimulation, um das Wachstum von Nervenfasern anzuregen und zu steuern. Ein Hauptziel ist es, magnetische Nanopartikel in Nervenzellen einzubringen, um das Wachstum von innen heraus kontrollieren zu können.

"Magneuron" ist eines von 11 geförderten Projekten, die aus 650 Anträgen ausgewählt wurden. Die EU unterstützt es im Rahmen des Programms "Future and Emerging Technologies open". Die Koordination liegt beim Marie Curie-Institut in Paris.

Neben Prof. Rolf Heumann sind von der RUB Dr. Sebastian Neumann, Fabian Raudzus und Hendrik Schöneborn beteiligt. Ihre Versuche führen sie mit Vorläufern menschlicher Nervenzellen durch, die sie aus behandelten Stammzellen gewinnen. Diese können sich in dopaminproduzierende Nervenzellen entwickeln, die bei der Parkinson-Krankheit absterben.

Weitere Informationen zu den Inhalten des Projekts: http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/meldung/2015/12/meld03060.html.de
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