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Pressemitteilung BoxID: 334488 (Roth & Rau AG)
  • Roth & Rau AG
  • An der Baumschule 6-8
  • 09337 Hohenstein-Ernstthal
  • http://www.roth-rau.de
  • Ansprechpartner
  • Silvia Roth
  • +49 (3723) 6685-333

Roth & Rau AG bestätigt Kennzahlen des Geschäftsjahres 2009

(PresseBox) (Hohenstein-Ernstthal, ) .
- Zweitbestes Geschäftsjahr trotz Krise erreicht
- Marktposition durch Akquisitionen und Investitionen gestärkt
- Ausblick 2010: Umsatz- und Ergebniswachstum erwartet

Die Roth & Rau AG hat heute im Rahmen der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz in Frankfurt am Main den Konzernabschluss 2009 vorgestellt.

Trotz des schwierigen Branchenumfelds konnte Roth & Rau das zweitbeste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte nach dem absoluten Rekordjahr 2008 abschließen. Insgesamt erzielte der Konzern einen Umsatz von 197,9 Mio. € (2008: 272,1 Mio. €) und ein EBIT von 16,1 Mio. € (2008: 28,5 Mio. €). Die EBIT-Marge betrug 8,1 % nach 10,5 % im Vorjahr. Die Kennzahlen entsprachen damit der im November 2009 getroffenen Prognose. "Natürlich haben auch wir die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und die nachlassende Branchendynamik zu spüren bekommen. Dennoch sind wir mit der operativen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden und liegen damit doch noch deutlich über dem Niveau von 2007. Wichtig sind für uns auch die strategischen Erfolge des vergangenen Jahres. So konnten wir durch gezielte Akquisitionen und gestiegene Investitionen in Forschung und Entwicklung unsere Marktposition stärken. Damit haben wir uns optimal für das weitere Wachstum in der Solarbranche positioniert", zeigt sich Dr. Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG, zufrieden.

Investitionen auf hohem Niveau fortgeführt

Ein strategischer Schwerpunkt lag 2009 auf dem Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich hocheffizienter Zelltechnologien. Die Eröffnung der Technologiezentren in Hohenstein-Ernstthal und am Schweizer Institut für Mikrotechnologie in Neuchâtel waren dabei wesentliche Meilensteine. "Auf den Pilotanlagen in Neuchâtel wurden bereits Anfang Februar 2010, und damit sechs Monate früher als geplant, Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von über 20 % hergestellt. Dies bestätigt unser Ziel, mit Einführung der übernächsten Solarzellengeneration auf Basis der Hetero-Junction-Technologie auch unter Produktionsbedingungen mindestens 20 % zu erreichen", sagt Dr. Roth.

Auch die getätigten Akquisitionen trugen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Das Produkt- und Dienstleistungsportfolio konnte durch die Unternehmenskäufe insbesondere in den Bereichen Kundensupport, Fabrikautomation und Prozesssteuerung erweitert werden. Darüber hinaus wurden die Prozessschritte Diffusion und Firing in die Produktpalette integriert. Dadurch wird Roth & Rau im laufenden Geschäftsjahr bis zu 80 % des Lieferumfangs zur Fertigung kristalliner Silizium-Solarzellen mit eigenen Produkten und Dienstleistungen abdecken können. Im Jahr 2008 waren es noch 45 %. Auch das Dünnschichtgeschäft konnte durch die Akquisition der CTF Solar GmbH weiter ausgebaut werden. Ab 2010 sollen Turnkey-Produktionslinien für die Herstellung von Solarmodulen auf Basis der Cadmiumtellurid-Technologie auf den Markt gebracht werden. Zu diesem Zweck wurde im Februar dieses Jahres ein Joint Venture Vertrag mit einem chinesischen Solarunternehmen unterzeichnet.

Weitere Investitionen betrafen sowohl den Ausbau der Personalkapazitäten in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Technik, Engineering und Verwaltung als auch die Qualifikation und Weiterbildung der Mitarbeiter. Dazu startete 2009 die Roth & Rau Academy, die Mitarbeitern und auch Kunden vielfältige Weiterbildungsmaßnahmen anbietet. Insgesamt stieg der Personalaufwand vor diesem Hintergrund im abgelaufenen Geschäftsjahr um 18,6 Mio. € auf 38,7 Mio. € (2008: 20,1 Mio. €).

Die bereits im Geschäftsjahr 2008 eingeführten Optimierungsmaßnahmen im Materialmanagement wurden auch 2009 erfolgreich fortgeführt. So konnte der konzernweite Beschaffungsprozess neu strukturiert und verbessert werden, was sich sowohl positiv auf die Versorgungssicherheit als auch auf den Materialaufwand auswirkte. Neben den Kostensenkungsmaßnahmen führte auch das geringere Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang des Materialaufwands von 205,3 Mio. € auf 118,1 Mio. €.

Insgesamt erzielte Roth & Rau im Geschäftsjahr 2009 ein Konzernergebnis in Höhe von 12,9 Mio. € (2008: 23,0 Mio. €), was einem Ergebnis je Aktie von 0,94 € entspricht (2008: 1,82 €). Finanzvorstand Carsten Bovenschen erklärt: "Wir haben unsere geplanten Investitionen im vergangenen Jahr auf hohem Niveau fortgesetzt und dabei eine vorübergehende Belastung des Ergebnisses in Kauf genommen. Zudem haben wir die internen Strukturen gestärkt und die Integration der neuen Tochtergesellschaften zügig vorangetrieben. Insgesamt ist der Konzern für die kommenden Jahre damit hervorragend aufgestellt."

Ausblick

Im Geschäftsjahr 2010 liegt der strategische Fokus erneut auf Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie auf dem Ausbau des Produkt- und Technologieportfolios. Dazu wird Roth & Rau weiterhin sich bietende Akquisitionschancen nutzen. Operative Wachstumspotenziale sieht Roth & Rau 2010 weiterhin vor allem im Ausland. In Asien wird neben China vor allem Indien an Bedeutung gewinnen, aber auch die USA, Südamerika und Nordafrika sind mittel- bis langfristige interessante Märkte.

Bovenschen erläutert die Prognose für das Jahr 2010: "Wir gehen davon aus, dass sich die Investitionszurückhaltung in der Branche langsam löst. Die Auftragslage hat sich in den ersten drei Monaten mit neuen Aufträgen in Höhe von 54,6 Mio. € weiter erfreulich entwickelt. Unter der Voraussetzung, dass sich die Rahmenbedingungen weiterhin moderat erholen, rechnen wir mit einem Umsatz im Geschäftsjahr 2010 von 285 Mio. € und einer EBIT-Marge von etwa 9 %."

Roth & Rau AG

Die Roth & Rau AG mit Sitz in Hohenstein-Ernstthal gehört seit 10 Jahren zu den weltweit führenden Anbietern von Produktionsequipment und innovativen Fertigungstechnologien für die Photovoltaikindustrie. Im Geschäftsbereich Photovoltaik bietet Roth & Rau vor allem Antireflexbeschichtungsanlagen sowie komplette Produktionslinien für die Herstellung von kristallinen Silizium-Solarzellen an. Weitere Produkte sind Anlagen für thermische Prozesse, die ebenfalls bei der Herstellung kristalliner Silizium-Solarzellen verwendet werden sowie Beschichtungsanlagen und komplette Produktionslinien für die Herstellung von Dünnschichtsolarmodulen. In dem im Ortsteil Wüstenbrand ansässigen Tochterunternehmen Roth & Rau MicroSystems GmbH werden auf spezielle Kundenbedürfnisse zugeschnittene Prozesssysteme für plasma- und ionenstrahlgestützte Dünnschicht- und Oberflächenbearbeitungsverfahren entwickelt und gefertigt. Kunden sind insbesondere Unternehmen der Halbleiterindustrie, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen verschiedener anderer industrieller Branchen sowie Forschungsinstitute und Universitäten. Das Portfolio der Roth & Rau-Gruppe wird ergänzt durch Softwareprodukte im Bereich Anlagensteuerung und Produktionsüberwachung und Wartungs- und Serviceangebote. Roth & Rau erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 197,9 Mio. € und ein EBIT von 16,1 Mio. €. Zum 31. Dezember 2009 waren 874 Mitarbeiter in der Roth & Rau-Gruppe tätig.