Rosenbauer Konzernjahresergebnis 2016

Leonding, (PresseBox) - .


Umsatz mit 870,8 Mio € dank Zuwächsen in Europa und USA leicht gestiegen
Politische Instabilitäten und Sondereffekte belasteten EBIT
Dividende mit 1,2 € pro Aktie berücksichtigt Investments in die Zukunft
Projektbedingt geringere Auslastung zum Jahresanfang 2017
Management erwartet Umsatz und Ergebnis in 2017 wie 2016


Die weltweite Feuerwehrbranche zeigte 2016 analog zur Weltwirtschaft nur eine geringe Wachstumsdynamik. In Ländern mit starker Abhängigkeit vom Ölpreis war ein deutlicher Rückgang der Beschaffungsvolumina festzustellen, da sich der Preisverfall nun auch auf die staatlichen Feuerwehrbudgets auswirkte. Eine stabile Entwicklung hingegen zeigten die Märkte in Südostasien und in der D-A-CH-Region, leicht rückläufig war die Nachfrage in Nordamerika.

Umsatz- und Ertragslage

Rosenbauer konnte das Jahr 2016 trotz erheblicher Markteinbrüche in der MENA-Region mit einem ausgeglichenen Umsatz und nur leicht reduziertem Ergebnis abschließen. Die Eckpfeiler der nachhaltigen Entwicklung sind eine konsequente internationale Ausrichtung sowie die Innovationskraft des Konzerns.

Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2016 870,8 Mio € (2015: 865,4 Mio €) und liegt trotz des Nachfragerückgangs in bedeutenden Märkten aufgrund der politischen Unruhen und des niedrigen Ölpreises auf zufriedenstellendem Niveau. Durch einen weiteren Geschäftsausbau in den entwickelten Märkten wie Nordamerika und Europa sowie im Bereich der Ausrüstung konnten regionale Umsatzrückgänge kompensiert werden.

Das EBIT des Geschäftsjahres 2016 lag mit 47,0 Mio € (2015: 50,6 Mio €) unter dem Vorjahr. Das operative Ergebnis ist vor allem durch die Veränderung im Produktmix mit geringeren Volumina bei Spezialfahrzeugen sowie durch den harten Wettbewerb in Europa beeinflusst. Die deutschen Standorte profitieren als Folge des Umsatzanstieges zwar von einer besseren Abdeckung der Fixkosten, durch die hohe Wettbewerbsintensität ist der Margendruck jedoch weiter angestiegen. Der Ergebnisbeitrag der Area NOMA ist ebenfalls von rückläufigen Exportlieferungen geprägt, die teilweise durch eine Steigerung im lokalen Einzelfahrzeuggeschäft kompensiert werden konnten, welches jedoch in der Abwicklung aufwändiger ist.

Zudem sind in diesem Ergebnis auch Sondereffekte in der Höhe von rund 3,5 Mio € enthalten, die auf die Anlaufphase der neu gegründeten Gesellschaft Rosenbauer Rovereto, auf eine Rückstellung für Personalmaßnahmen sowie auf Aufwendungen im Zusammenhang mit den Akquisitionen in 2016 zurückzuführen sind.

Finanz- und Vermögenslage

Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur zum Jahresende durch ein hohes Working Capital geprägt. Dieses resultiert aus den vergleichsweise langen Durchlaufzeiten der Feuerwehrfahrzeuge, die grundsätzlich kundenspezifisch gebaut werden. Die finanzielle Situation des Konzerns präsentiert sich auch in Zeiten mit schwieriger Marktlage weiterhin solide. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund der Akquisitionen um 6 % und betrug zum 31. Dezember 2016 650,6 Mio € (2015: 611,8 Mio €).

Das Working Capital lag zum Jahresultimo bei 189,6 Mio € (2015: 178,3 Mio €). Die Erhöhung zum Ultimo ist auf gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorwiegend aus dem arabischen und asiatischen Raum zurückzuführen, da die durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen gestiegen ist und das Ausliefervolumen zum Jahresultimo auf sehr hohem Niveau lag. Aufgrund von Zahlungseingängen zum Ultimo hat sich der Kassenbestand von 17,9 Mio € auf 30,2 Mio € erhöht.

Die Vorräte stiegen zum Jahresultimo auf 199,1 Mio € (2015: 190,2 Mio €). Die Fertigungsaufträge reduzierten sich aufgrund der geringeren Auslastung im ersten Quartal 2017 auf 67,7 Mio € (2015: 87,3 Mio €) und lagen damit um 22 % unter dem Vorjahr. Die kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten wurden aufgrund einer geänderten Finanzierungsstruktur von 135,2 Mio € 102,4 Mio € reduziert.

Im Geschäftsjahr 2016 konnten die Eigenmittel erneut um 7 % auf 242,0 Mio € (2015: 226,6 Mio €) gesteigert werden. Trotz der Akquisitionen und der daraus resultierenden Zunahme der Bilanzsumme konnte eine Eigenkapitalquote von 37,2 % (2015: 37,0 %) erreicht werden und lag damit über dem langfristigen Ziel von über 35 %. Die Nettoverschuldung konnte 2016 aufgrund des geringeren Trade Working Capitals auf 171,3 Mio € (2015: 191,3 Mio €) verbessert werden. Die Gearing Ratio reduzierte sich somit auf 70,8 % (2015: 84,4 %).

Der Nettogeldfluss aus der operativen Tätigkeit stieg im abgelaufenen Jahr auf 83,4 Mio € (2015: 6,5 Mio €). Diese positive Entwicklung ist auf die höheren erhaltenen Anzahlungen, den Rückgang der Fertigungsaufträge sowie einem gegenüber dem Vorjahr geringeren Anstieg bei den Forderungen zurückzuführen.

Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen angesichts der steigenden politischen Instabilitäten in den internationalen Märkten und der Investitionen in die Entwicklung zukunftsweisender Feuerwehrfahrzeuge der Hauptversammlung eine Dividende in der Höhe von 1,2 € (2015: 1,5 €) je Aktie vor. Das Ausschüttungsvolumen für 6,8 Millionen Stückaktien beträgt demzufolge 8,2 Mio € (2015: 10,2 Mio €). Dies entspricht auf Basis des Schlusskurses von 54,2 € einer Dividendenrendite von 2,2 % (2015: 2,3 %).

Ausblick

Auf den weltweiten Feuerwehrmärkten ist 2017 mit einer ähnlichen Entwicklung wie 2016 zu rechnen. Es sind vor allem die Länder mit kontinuierlichem Beschaffungswesen und/oder erhöhtem Sicherheitsbedürfnis nach Natur- oder Terrorkatastrophen, die zurzeit die Nachfrage tragen.

Die Märkte Westeuropas sollten 2017 wieder leicht zulegen, der größte Einzelmarkt Deutschland seine positive Entwicklung fortsetzen. In Süd- und Osteuropa ist vorerst keine Veränderung in Sicht, die Nachfrage bleibt niedrig, die Finanzierung von Feuerwehrtechnik schwierig, obwohl der Beschaffungsbedarf immer höher wird.

Der Markt in Nordamerika erholte sich Anfang 2017 und lässt wieder einen Anstieg des Beschaffungsvolumens erwarten. Wie stark dieser ausfällt oder sich womöglich noch ins Gegenteil verkehrt, wird davon abhängen, ob die angekündigte Stimulierung der US-Wirtschaft gelingt und diese auch den Feuerwehren zugute kommt. Wenig Aussichten auf eine Verbesserung der Marktsituation gibt es hingegen in den Ländern mit starker Abhängigkeit vom Ölpreis, da sich der niedrige Preis weiterhin auf die staatlichen Budgets auswirkt.

Rosenbauer ist mit einem Jahresumsatz von 870,8 Mio € führender Hersteller der internationalen Feuerwehrbranche. Um diese Marktposition abzusichern und auszubauen, arbeitet das Unternehmen ständig daran, in einem dynamischen Umfeld noch beweglicher und effizienter zu werden. Für frisches Wachstum haben in erster Linie die 2016 auf den Markt gekommenen Produktneuheiten gesorgt.

Vor allem der neue Feuerwehrhelm HEROS-titan kommt bei den Feuerwehren gut an und konnte bereits tausendfach verkauft werden. Auch 2017 werden die neuen Produkte aus dem Ausrüstungsbereich für Wachstumsimpulse sorgen, allen voran der neue HEROS-titan Pro, der als einziger europäischer Feuerwehrhelm nun auch für NFPA-Märkte zertifiziert ist.

Zusätzliche internationale Absatzimpulse werden auch von der neuen Baureihe ET erwartet. Sie ist in allen Belangen auf Effizienz getrimmt und kann dadurch zu marktspezifischen Preisen angeboten werden. Und auch die Einführung des neuen Topmodells PANTHER 8x8 im heurigen Jahr sollte das Geschäft beflügeln, zumal das Fahrzeug einmal mehr den Maßstab bei Technik und Design im Flughafensegment definieren wird.

Die Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der Feuerwehrmärkte haben in den letzten Monaten spürbar zugenommen. Geopolitische Spannungen und der niedrige Ölpreis könnten auch 2017 das Wachstum in bestimmten Märkten beeinträchtigen. Insgesamt darf aber mit einer stabilen Entwicklung der globalen Nachfrage nach Feuerwehrtechnik gerechnet werden.

Rosenbauer ist mit einer starken Marktpräsenz, der geografisch ausbalancierten Geschäftstätigkeit, dem breiten Portfolio, der Technologieführerschaft und der Finanzkraft gut aufgestellt, um diese Chancen für langfristiges profitables Wachstum zu nutzen. Damit sich das angestrebte Wachstum auf einer soliden finanziellen Basis vollzieht, stehen Effizienzsteigerung und Kostenreduktion weiter im Mittelpunkt. Trotz der projektbedingt geringeren Auslastung zum Jahresanfang und des anhaltenden Margendrucks in den entwickelten Märkten sowie der oben genannten Faktoren strebt das Management an, Umsatz und Ergebnis auf Niveau des Vorjahres zu halten.

Download Geschäftsbericht 2016

Disclaimer

Einige Aussagen dieser Pressemitteilung sind in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen richten sich nach Überzeugungen und Einschätzungen des Rosenbauer Managements und unterliegen somit Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Rosenbauer ist nicht verpflichtet, solche in die Zukunft gerichteten Aussagen zu aktualisieren, außer dies ist laut Gesetz erforderlich.

ROSENBAUER INTERNATIONAL Aktiengesellschaft

Rosenbauer ist ein international tätiger Konzern und verlässlicher Partner der Feuerwehren auf der ganzen Welt. Das Unternehmen entwickelt und produziert Fahrzeuge, Löschtechnik, Ausrüstung und Telematiklösungen für Berufs-, Betriebs-, Werk- und freiwillige Feuerwehren sowie Anlagen für den vorbeugenden Brandschutz. In über 100 Ländern ist der Rosenbauer Konzern mit einem Umsatz von rund 870 Mio € und über 3.000 Mitarbeitern größter Feuerwehrausstatter der Welt.

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