Rosenbauer Ergebnisse 3. Quartal 2012

(PresseBox) ( Leonding, )
Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Rosenbauer Konzern konnte in den ersten drei Quartalen 2012 das Liefervolumen gegenüber dem Vorjahr steigern und den Umsatz um 17 % auf 430,2 m€ (1-9/2011: 368,5 m€) erhöhen. Das Umsatzwachstum resultiert vor allem aus den internationalen Lieferungen der Rosenbauer International AG, die aufgrund des hohen Auftragsbestandes eine nach wie vor hohe Auslastung verzeichnet. Zudem konnten auch die Standorte in den USA sowie in der Schweiz den Umsatz steigern.

Die quartalsweise Betrachtung zeigt auch, dass der Umsatz im 3. Quartal den Vergleichswert des Vorjahres deutlich übertraf. So stieg der Konzernumsatz um 21 % von 131,8 m€ auf 159,5 m€. Zur Erfüllung des Umsatzjahresziels von über 600 m€ sind im vierten Quartal verstärkte Auslieferungen geplant.

Die steigende Umsatzentwicklung bestätigt einmal mehr die Internationalisierungsstrategie des Rosenbauer Konzerns, die selbst in konjunkturell schwierigen Phasen ein nachhaltiges Wachstum ermöglicht.

Das EBIT lag mit 20,5 m€ gegenüber dem Vorjahr noch um 2,8 m€ zurück (1-9/2011: 23,3 m€), was einer EBIT-Marge von 4,8 % (1-9/2011: 6,3 %) entspricht. Die gegenüber dem Vorjahr geringere EBIT-Marge ist vor allem auf erhöhte Anlaufkosten im Rahmen der Einführung des neuen US-Chassis Commander zurückzuführen. Zudem führt auch die angespannte Budgetsituation der öffentlichen Haushalte dazu, dass die Kostenerhöhungen an den Fertigungsstandorten nicht in vollem Umfang in erhöhte Preise umgesetzt werden können.

Der Standort Leonding verzeichnete eine spürbare Überauslastung der Fertigungskapazitäten, die erst mit der Inbetriebnahme einer zusätzlich angemieteten Fertigungshalle gemildert werden konnte. In dieser 4.500 m² großen Produktion werden Fahrzeugaufbauten für das internationale Geschäft – aktuell für Saudi-Arabien – gefertigt.

Zur Verbesserung des operativen Ergebnisses wurde bereits eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, die sowohl kurzfristig als auch nachhaltig wirksam werden sollen. Dazu gehört vor allem die weitere Optimierung der auftragsbezogenen Prozesse einschließlich der internen Logistikabläufe durch ein im 2. Quartal gestartetes Projekt, welches eine nachhaltige Steigerung der Gesamteffektivität des Unternehmens zum Ziel hat. Vorrangig sollen dabei die Prozesse der Fertigung sowie der vor- und nachgelagerten Bereiche noch besser synchronisiert werden. Das mehrjährige Projekt wird anschließend an weitere Standorte übertragen.

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses sowie des Anteils am Ergebnis an Joint Ventures konnte in der Berichtsperiode ein EBT von 20,4 m€ (1-9/2011: 24,2 m€) erzielt werden.

Auftragslage

Mit 400,6 m€ (1-9/2011: 456,1 m€) konnte der Auftragseingang des Konzerns weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten werden. Mit einem Auftragsbestand (30. September) mit 676,0 m€ (30. September 2011: 478,0 m€) verfügt der Rosenbauer Konzern weiterhin über eine gesicherte Kapazitätsauslastung in nächsten zwölf Monaten.

Finanz- und Vermögenslage

Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur unterjährig durch ein hohes Working Capital geprägt. Dieses resultiert aus einer mehrmonatigen Durchlaufzeit der in Fertigung befindlichen Fahrzeuge. Zudem hat die massive Ausweitung des Geschäftsvolumens sowie die laufenden Ausweitungen der Kapazitäten eine überproportionale Erhöhung der Bilanzsumme von 379,9 m€ (30. September 2011) auf 475,9 m€ mit sich gebracht.

Der Bestandsaufbau steht im Zusammenhang mit der Bevorratung für das in den nächsten Monaten abzuwickelnde Lieferprogramm. Durch vermehrte Auslieferungen knapp vor dem Quartalsstichtag kam es auch zu einer deutlichen Erhöhung der Forderungen auf 141,1 m€ (30. September 2011: 103,2 m€).

Die im Gegenzug gestiegene Betriebsmittelfinanzierung konnte aufgrund der guten Bonität des Konzerns zu weiterhin sehr günstigen Konditionen auf kurzfristiger Basis dargestellt werden. Zur Finanzierung des gestiegenen Umlaufvermögens erhöhten sich die kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten zum Ultimo von 97,1 m€ (30. September 2011) auf 163,3 m€.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit, der neben dem laufenden Ergebnis vor allem die Veränderungen im Umlaufvermögen - und damit den starken Anstieg der Fertigungsbestände sowie Forderungen - abbildet, betrug im Berichtszeitraum -87,9 m€ (1-9/2011: -48,5 m€).

Investitionen

Die Investitionen betrugen in der Berichtsperiode 11,3 m€ (1-9/2011: 7,0 m€). Zur Erfüllung der mittelfristigen Unternehmensstrategie sowie zur Abwicklung des hohen Auftragsvolumens wird in den kommenden Jahren ein Kapazitätserweiterungsprogramm – vor allem an den Standorten in Österreich und Deutschland – umgesetzt, das ein zusätzliches Investitionsvolumen von rund 30 m€ mit sich bringen wird. Damit werden auch die Gesamtinvestitionen im Jahr 2012 mit rund 15 m€ das Niveau der Vorjahre überschreiten.

Ausblick

Für die kommenden Monate erwarten führende Wirtschaftsexperten in den wichtigsten Regionen der Welt keine wesentliche Änderung der wirtschaftlichen Entwicklung. Dies gilt auch in der Feuerwehrbranche. Insbesondere in den entwickelten Märkten – allen voran den USA und Zentraleuropa – sind die Hersteller aufgrund von Budgetrestriktionen der öffentlichen Haushalte mit einer deutlichen Zurückhaltung bei Auftragsvergaben konfrontiert. Vermehrt kommen dadurch mittelgroße, national tätige Hersteller unter Druck, die nicht in den Export ausweichen können und sich mit niedrigen Preisen eine Basisauslastung sichern wollen.

Trotz dieser insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen ist der Rosenbauer Konzern gut aufgestellt. Im internationalen Geschäft ist auch künftig mit einer ausreichenden Projektaktivität zu rechnen. Zudem sorgt der hohe Auftragsbestand in den kommenden zwölf Monaten für eine Vollauslastung der Produktionskapazitäten.

Nach dem Konsolidierungsjahr 2011 wird der Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2012 mit einem erwarteten Umsatz von über 600 m€ fortgesetzt. Trotz des schwierigen Marktumfeldes mit einer hohen Intensität des Preiswettbewerbs in den entwickelten Märkten sowie der vorübergehenden Mehraufwendungen durch Produktanläufe und das hohe Volumen in der Fertigung strebt das Management ein Ergebnis über 40 m€ an. Insgesamt ist daher aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2012 mit einer gegenüber dem Vorjahr leicht abgeschwächten EBIT-Marge zwischen 6 % und 7 % zu rechnen (EBIT-Marge 2011: 7,7 %).
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