PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 589551 (ROSENBAUER INTERNATIONAL Aktiengesellschaft)
  • ROSENBAUER INTERNATIONAL Aktiengesellschaft
  • Paschinger Str. 90
  • 4060 Leonding
  • https://www.rosenbauer.com
  • Ansprechpartner
  • Gerda Koenigstorfer
  • +43 (732) 6794-0

Konzernjahresergebnisse 2012

(PresseBox) (Leonding, ) .
- Umsatz 2012 mit 645,1 m€ (+ 19 %) auf Rekordniveau
- Dividendenvorschlag 1,2 € (2011: 1,2 €) pro Aktie
- Rosenbauer baut in Saudia-Arabien lokale Fertigung und Serviceorganisation auf
- Wachstumskurs wird 2013 fortgesetzt - Umsatz über 700 m€ angestrebt

Trotz zum Teil erheblicher Markteinbrüche auf den entwickelten Feuerwehrmärkten konnte der Rosenbauer Konzern im Berichtsjahr das Wachstum der vergangenen Jahre fortsetzen. Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2012 auf 645,1 m€ (2011: 541,6 m€) und erreichte damit den höchsten Wert in der Geschichte des Unternehmens. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt 19 %, obwohl die beiden Hauptmärkte, Westeuropa und die USA, nach wie vor unter den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu leiden hatten. Die Umsatzsteigerung ist in erster Linie auf das internationale Exportgeschäft - allen voran verstärkte Lieferungen in den Nahen Osten - zurückzuführen.

Ertragslage

Das EBIT betrug in der Berichtsperiode 38,6 m€ (2011: 41,6 m€), was einer EBIT-Marge von 6,0 % (2011: 7,7 %) entspricht. Die reduzierte EBIT-Marge ist vor allem auf erhöhte Anlaufkosten des neuen US-Chassis Commander sowie auf den weiter verschärften Preiswettbewerb am Markt - insbesondere in Deutschland und den USA - zurückzuführen.

Dazu kommt der Aufwand von 3,1 m€ für die Vertragsauflösung mit der brasilianischen Infraero Aeroportos. Dieser Betrag beinhaltet neben unmittelbaren Kosten von 1,6 m€ einen entgangenen Gewinn von 1,5 m€. Die Auflösung erfolgte aufgrund unterschiedlicher Auslegung der Ausschreibungsspezifikation für Flughafenlöschfahrzeuge. Rosenbauer America hat dagegen Rechtsmittel ergriffen.

Betrachtet man die aus dem laufenden Ergebnis vor den angeführten Sondereinflüssen erwirtschaftete EBIT-Marge, so liegt diese in der Dimension von 7 %.

Auftragslage

Im abgelaufenen Jahr verzeichnete der Rosenbauer Konzern einen Auftragseingang von 533,2 m€ (2011: 826,8 m€). Der hohe Auftragseingang des Vorjahres ist vor allem auf den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte aus Saudi-Arabien mit 245,3 m€ zurückzuführen. Zudem haben sich einige internationale Projekte in das erste Quartal 2013 verschoben, sodass der Auftragseingang des Berichtsjahres trotz des Rückgangs als zufriedenstellend anzusehen ist. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2012 sichert mit 580,5 m€ (31. Dezember 2011: 682,3 m€) weiterhin eine gute Auslastung der Rosenbauer Produktionsstätten für das laufende Jahr 2013.

Finanz- und Vermögenslage

Das starke Unternehmenswachstum der letzten Jahre hat zu einer weiteren Erhöhung der Bilanzsumme geführt. Sie ist gegenüber dem Vorjahr um 21 % gestiegen und betrug 431,4 m € (2011: 357,1 m€). Der Anstieg ist auf höhere Vorräte und Forderungen zurückzuführen, die im Zuge des gewachsenen Abwicklungsvolumens erforderlich wurden.

Die laufende Erweiterung der Kapazitäten - insbesondere an den Standorten Leonding, Luckenwalde und Minnesota - hat auch zu einer Erhöhung des Sachanlagevermögens geführt. Es ist gegenüber dem Vorjahr von 63,0 m€ auf 72,0 m€ angestiegen.

Die Finanzierung des Konzerns folgt seit Jahren konservativen Grundsätzen, die der Erhaltung einer gesicherten Liquidität sowie einer möglichst hohen Eigenmittelausstattung Vorrang einräumen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Eigenmittel um 18 % auf 172,0 m€ (2011: 145,2 m€) weiter erhöht. Die Eigenkapitalquote sank aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme leicht auf 39,9 % (2011: 40,6 %). Das langfristige Ziel einer Eigenkapitalquote von über 35 % konnte damit erneut überschritten werden und sollte bei weiterem organischem Wachstum beibehalten werden können.

Die Nettoverschuldung des Konzerns, somit der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere, erhöhte sich im abgelaufenen Jahr auf 93,6 m€ (2011: 60,8 m€). Dies spiegelt sich auch in der Gearing Ratio wider, die sich auf 54,4 % (2011: 41,9 %) verschlechterte.

Dividendenausschüttung

Rosenbauer verfolgt eine langfristig ausgerichtete, aktionärsfreundliche Dividendenpolitik, die unter Berücksichtigung der Sicherung der Wachstumsperspektiven eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals gewährleistet. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung für das Jahr 2012 eine gleichbleibende Dividende in der Höhe von 1,2 € (2011: 1,2 €) je Aktie vor. Das Ausschüttungsvolumen für 6,8 Millionen Stückaktien beträgt demzufolge 8,2 m€ (2011: 8,2 m€). Dies entspricht auf Basis des Schlusskurses von 46,1 € einer Dividendenrendite von 2,6 % (2011: 3,3 %).

Verstärktes Engagement in Saudi-Arabien

Der Rosenbauer Konzern erweitert sein Engagement in Saudi-Arabien und baut eine eigene Fertigung und Serviceorganisation in den Städten Riad, Jeddah und Dammam auf. Die entsprechenden Vorbereitungen an den drei Standorten laufen auf Hochtouren: Im Werk in Jeddah mit einer Fläche von 7.500 m² erfolgt in den kommenden zwei Jahren vorrangig die Beladung von Großtanklöschfahrzeugen. Zudem ist vorgesehen, für den lokalen Markt die Endmontage von Feuerwehrfahrzeugen aus sogenannten SKD-Bausätzen (Semi-Knocked-Down - vollständiges Fahrgestell und weitere Fahrzeugkomponenten) durchzuführen. Diese Bausätze werden in Österreich produziert, für den Versand aufbereitet und zur Endmontage nach Jeddah geschickt.

Neben der Produktionsstätte in Jeddah befindet sich in der Hauptstadt Riad der Firmensitz der Rosenbauer Saudi Arabia Ltd. Der Standort in Riad mit einer Fläche von 2.200 m² wird als Servicestandort, mit einer modernen Reparaturwerkstätte, genutzt. Zudem werden dort die Übergaben der laufenden Aufträge abgewickelt. Parallel fungieren die Standorte in Riad und Damman als Schulungszentrum, in dem die Feuerwehren auf die neuen Einsatzgeräte eingeschult werden. Zur Erhöhung der Servicebereitschaft wurde bereits ein Mobiler Service installiert. Insgesamt sind fünf mobile Werkstätten landesweit unterwegs, um den Feuerwehren die laufende Instandhaltung der eingesetzten Fahrzeuge zu gewährleisten.

Dr. Dieter Siegel, Vorstandsvorsitzender der Rosenbauer International AG: "Unser Engagement ist die Antwort auf die große Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Einsatzgeräten in Saudi-Arabien. Nach Abwicklung der laufenden Aufträge stehen rund 3.000 Fahrzeuge aus dem Hause Rosenbauer in Saudi-Arabien im Einsatz. Deshalb schaffen wir jetzt die Voraussetzungen, um neben der Fertigung von Feuerwehrfahrzeugen auch mit einem landesweiten Service die lokale Präsenz zu verstärken."

Ende 2013 soll mit der neu gegründeten Gesellschaft Rosenbauer Saudi Arabia Ltd. ein Umsatz von rund 5 m€ mit über 150 Mitarbeitern, davon ca. 30 aus Österreich und Deutschland, erzielt werden.

Ausblick 2013 - Perspektiven auf den Absätzmärkten

Auch für 2013 wird aufgrund des schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes keine Verbesserung am Weltmarkt für Feuerwehrfahrzeuge erwartet.

In den USA, dem größten Einzelmarkt der Welt, blieb auch 2012 das Absatzvolumen von kommunalen Feuerwehrfahrzeugen rund 30 % unter dem langjährigen Durchschnitt. Hersteller, die mit ihren Produkten ausschließlich oder überwiegend den US-Heimmarkt beliefern, sind zum Teil bereits unter Druck geraten. Daran wird sich auch im laufenden Jahr nichts ändern, zumal für die Gesamtwirtschaft keine wesentliche Erholung in Sicht ist.

In vielen europäischen Ländern wurden 2012 aufgrund zurückgenommener Budgets anstehende Fahrzeugbeschaffungen aufgeschoben. Da sich die Konjunkturerwartungen nicht bessern, ist davon auszugehen, dass der europäische Markt auch in absehbarer Zukunft schwach bleibt.

Die internationale Projektlandschaft zeigt - insbesondere in den Emerging Markets - eine zu den westlichen Industrienationen erfreulich gegenläufige Entwicklung. Die Branche wächst vor allem in Ländern mit erhöhtem Sicherheitsbedarf sowie in aufstrebenden Märkten mit verstärkten Infrastrukturinvestitionen. Die voranschreitende Urbanisierung erfordert auch 2013 weitere Investitionen in die Sicherheitstechnik und den Brandschutz.

Ausblick 2013 - Fortsetzung Wachstumskurs

Rosenbauer wird 2013 den Wachstumskurs der vorangegangenen Jahre fortsetzen können. Der hohe Auftragsbestand, die gute Perspektive im Projektgeschäft und die erweiterten Produktionskapazitäten sollten eine weitere Steigerung ermöglichen. Auf dieser Grundlage erwartet das Management für das laufende Geschäftsjahr das erstmalige Überschreiten der Umsatzschwelle von 700 m€.

Die hohen Investitionen in die Zukunft sowie der weiter verschärfte Preiswettbewerb am Markt drücken auf die EBIT-Marge. Durch die Erweiterung der Fertigungsflächen und ein im Jahr 2012 gestartetes Optimierungsprogramm in den wichtigsten Produktionsbereichen am Standort Leonding wird dieser Margenentwicklung gegengesteuert. Das Management strebt dabei eine Verbesserung der im Jahr 2012 erreichten EBIT-Marge von 6,0 % an.

Disclaimer

Einige Aussagen dieser Presseinformation sind in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen richten sich nach Überzeugungen und Einschätzungen des Rosenbauer Managements und unterliegen somit Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Rosenbauer ist nicht verpflichtet, solche in die Zukunft gerichteten Aussagen zu aktualisieren, außer dies ist laut Gesetz erforderlich.

ROSENBAUER INTERNATIONAL Aktiengesellschaft

Der Rosenbauer Konzern ist im abwehrenden Brand- und Katastrophenschutz der führende Hersteller von Spezialfahrzeugen für Flughäfen und Industrien. Als Full-Liner mit über 2.400 Mitarbeitern und der breiten Palette an kommunalen Löschfahrzeugen und Hubrettungsgeräten nach europäischen sowie US-Normen, der umfassenden Baureihe an Flughafen- und Industriefahrzeugen, modernsten Löschsystemen und feuerwehrspezifischer Ausrüstung ist Rosenbauer in über 100 Ländern vertreten. 2012v erwirtschaftete der Rosenbauer Konzern einen Umsatz von 645 m€.