Elbblockade im Hamburger Hafen gegen dreckige Kohle für das Vattenfall-Kraftwerk Moorburg

(PresseBox) ( Bremen, )
Mit rund 20 Schiffen protestierten AktivistInnen der Kampagne gegenstrom13 heute Nachmittag im Hamburger Hafen gegen das Vattenfall-Kraftwerk Moorburg und Importkohle aus Kolumbien. Die Boote bildeten in Höhe der Landungsbrücken eine Kette quer über die Elbe, um symbolisch die Lieferroute für Steinkohle aus Kolumbien zum Kraftwerk Moorburg zu blockieren. Zeitgleich gab es Proteste in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá.

ROBIN WOOD unterstützt die Kampagne gegenstrom13 und hat sich heute mit seinem selbstgebauten Holzfloß an der Aktion beteiligt. Zehntausende BesucherInnen des Hamburger Hafengeburtstages verfolgten die Aktion. Die AktivistInnen fordern, das Kraftwerk nicht in Betrieb zu nehmen und auf Importkohle aus Kolumbien zu verzichten.

"Gegen die Kette der Verwüstung von Vattenfall setzen wir unsere Kette der Solidarität mit allen, die für Vattenfalls Kohle leiden müssen: unter dem Raubbau für die Kohle, den Menschenrechtsverletzungen, dem Dreck und den Klimaschäden", sagte Daniel Häfner von ROBIN WOOD.

Mit zwei Jahren Verspätung soll das 1.600 Megawatt-Kohlekraftwerk Moorburg 2014 ans Netz gehen. Die durch den Betrieb verursachten Schäden werden enorm sein. Sie beginnen bereits beim Abbau der Zigtausenden Tonnen Kohle, die Vattenfall Tag für Tag in Moorburg verbrennen will und reichen bis zum Ausstoß von jährlich rund 8,5 Millionen Tonnen des Klimagifts CO2.

Nach Recherchen von gegenstrom13 plant Vattenfall seinen wachsenden Kohlebedarf in Kolumbien zu decken. Kolumbien zählt zu den weltweit führenden Exportländern. Dort liegt einer der größten Steinkohletagebaue der Welt. Enorme Staubemissionen führen bei den AnwohnerInnen - darunter viele Indigene - zu schweren Erkrankungen. Wie in den Vattenfall-Braunkohle-Gebieten in der Lausitz, werden auch dort ganze Dörfer vernichtet, die den Kohlebaggern im Weg sind. "Alle Welt soll wissen, welche Konsequenzen der Kohleabbau für die Indigenen hat: Verschmutzung, Vertreibung, Verlust an Autonomie und kultureller Identität", sagte Deriz Paz Daza, Vertreterin der Wayuu-Indigenen aus Kolumbien, die zurzeit Hamburg besucht.

Durch den Kauf von Kohle aus Kolumbien macht sich Vattenfall mitschuldig an Menschenrechtsverletzungen und Naturzerstörung.
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