PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 373628 (RKW Kompetenzzentrum)
  • RKW Kompetenzzentrum
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Tourismus neu gestalten

Erste Bundesfachtagung in der RKW-Veranstaltungsreihe "Design für Alle" zeigt Marktchancen auf

(PresseBox) (Eschborn, ) Über 200 Besucher zählte die Fachtagung "Tourismus neu gestalten" am 15. September 2010 im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin. Staatssekretär Ernst Burgbacher begrüßte die Vertreter aus Ministerien, Verbänden und einer Vielzahl kleinerer Unternehmen der Tourismusbranche. Ihr Blick galt der Strategie "Design für Alle" (DfA), zu dem das RKW Kompetenzzentrum eine ganze Reihe von Veranstaltungen durchführt. Es geht dabei darum, so Burgbacher, die Vielfalt unserer Gesellschaft in den Blick zu nehmen. Produkte und Dienstleistungen sollten so gestaltet sein, dass sie für möglichst viele Menschen nützlich, zugänglich und attraktiv sind. Gerade für die Dienstleistungsunternehmen der Tourismusbranche, die es ja gewohnt seien, sich flexibel auf Kundenwünsche einzustellen, tue sich mit dieser Strategie ein wichtiger Markt auf.

"Den Durchschnittsgast gibt es nicht!", brachte Dr. Peter Neumann, Europäisches Institut Design für Alle in Deutschland (EDAD), die Herausforderung für die Unternehmen auf den Punkt. Studien im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zeigen: Die Bedeutung älterer Menschen im Tourismus wächst schneller als ihr Anteil in der Bevölkerung. Dadurch gibt es immer mehr mobilitäts- und aktivitätseingeschränkte Gäste und eine höhere Nachfrage nach Servicequalität, Sicherheit, Komfort und Barrierefreiheit - idealerweise ästhetisch gestaltet. Die Orientierung an DfA-Prinzipien kann - so die Studien - zu einem Umsatzwachstum von etwa 4,8 Milliarden Euro führen und bis zu 90.000 Arbeitsplätze im Tourismus sichern.

Offenbar ist die Botschaft in der Branche angekommen. So stellten zahlreiche Unternehmen innovative Ansätze vor, beispielsweise komfortables und zugleich attraktives Reiseambiente, gesundheits- und ernährungsbewusste Angebote sowie qualitätsorientierte Dienstleistungen. Entsprechende Netzwerke entwickeln sich allenthalben. Noch fehlt es laut Erwin Pfeiffer, Touristische Services ADAC, an einem ganzheitlichen Service, der die Angebote entlang der Servicekette für den Endkunden transparent macht. Rolf Schrader, Geschäftsführer Deutsches Seminar für Tourismus Berlin und neben EDAD Partner der Veranstaltung, resümiert: Der Ausbau von Netzwerken, die die Kommunikation zwischen Kunden, Entwicklern, Investoren und Anbietern voran bringen, sowie die Einbeziehung des "Design für Alle" in Forschung und Lehre müssten weiter unterstützt werden.

Einige der vorgestellten Praxisbeispiele haben am Wettbewerb "Design für Alle - Unternehmen zeigen gute Praxis" teilgenommen, der nach wie vor läuft. Hier können Unternehmen ihre Angebote, Ideen und Konzepte einreichen und im Rahmen von weiteren Veranstaltungen und über Veröffentlichungen einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie die Veranstaltungsbeiträge und Praxisbeispiele als Download finden Interessierte in Kürze unter www.rkw.de/dfa.