Smart Shipping und Big Data

8. Rittal Branchentag "Schiff&See" in Hamburg

Herborn, (PresseBox) - Welche Chancen bietet die Digitalisierung im Schiffbau? Und wie verändern sich dadurch die Geschäftsmodelle für die Reedereien? Mit Fragen wie diesen befassten sich die Teilnehmer des 8. Branchentages „Schiff&See“, zu dem Rittal nach Hamburg eingeladen hatte. Die gut besuchte Veranstaltung direkt an den Landungsbrücken zeigte das große Interesse der Branche an Themen rund um Smart Shipping und Big Data.

Während der Schiffneubau vor allem in Asien nach wie vor einen dramatischen Abwärtstrend verzeichnet, ergibt sich für den Standort Deutschland ein riesiges Wachstumsfeld. Einer der Gründe dafür sei, so Hauke Schlegel, Geschäftsführer der VDMA Arbeitsgemeinschaft „Marine Equipment and Systems“, die zunehmende Digitalisierung. „Wir können in der Welt Standards setzen“, skizziert er die Zukunftsaussichten der deutschen Schiffbau-Zulieferindustrie. Gefragt sind Systeme, die immer größere Schiffe umweltfreundlicher, sicherer und im Betrieb preiswerter machen.

Trend zu größeren Schiffen

Die Entwicklung hin zu immer größeren Schiffen sieht auch Prof. Dr. Alexis Papathanassis. „Es kommt die Zeit der Megaschiffe“, prognostiziert der auf die Kreuzfahrtbranche spezialisierte Professor an der Hochschule Bremerhaven. Auf lange Sicht könnte die Anzahl an Kreuzfahrern abnehmen, die einzelnen Schiffe werden dafür aber immer größer. Begleitet werde diese Entwicklung von der zunehmenden Automatisierung – letztlich mit dem Ziel, die Kosten zu senken. „Big allein reicht nicht. Wir müssen auch smarter werden“, sagt Papathanassis.

Wie diese Forderung in der Praxis umgesetzt wird, berichtet Domenico Drechnowicz von der Meyer-Werft aus Papenburg. Welche Konsequenz hat das Zeitalter der digitalen Kreuzfahrt auf die im Schiff verbauten IT-Systeme? Sie sind nach Auskunft von Drechnowicz immer vernetzter und ermöglichen zahlreiche Anwendungen. Dazu zählen die Anbindung der Endgeräte von Passagieren und Crew, Trackingsysteme sowie die Automatisierung an Bord. Nicht zu vergessen: die Technik für das umfangreichen Entertainment und die Infrastruktur, wie Wäscherei oder Küche.

Die Zukunft an Bord

Während Jörg Kreiling von Rittal einen Blick in die Zukunft der IT-Architektur in den Zeiten von Big Data wirft, stellt Jan Lausch von Wärtsilä SAM die berechtigte Frage, wie intelligent ein Schiff denn überhaupt zu konzipieren sei. Eine Frage, mit der sich auch die Klassifizierungsgesellschaften regelmäßig auseinandersetzen. Für Andrea Grün vom DNV GL stellt die fortschreitende Digitalisierung nach wie vor eine Herausforderung innerhalb neu zu formulierender Klassifizierungsvorschriften dar – vor allem angesichts der Tatsache, dass von den zwischen 2011 und 2014 stattgefundenen 1.860 Seeunfällen 75 Prozent auf menschliches Versagen zurückzuführen waren. Heißt das, dass autonom fahrende Schiffe die besseren Schiffe sind? Und wohin dann mit den Daten? Mihail Vasilev und Alexander Löw von iNNOVO Cloud skizzieren den dafür notwendigen Einsatz von Edge-Cloud-Modellen für den maritimen Einsatz – ein Thema, über das auch in der von Olaf Ratschow von ITE geleiteten Podiumsdiskussion intensiv gesprochen wird.

Erfolgreicher Branchentreff für Experten

Bei der achten Auflage des Branchentags „Schiff&See“, der von Rittal Key Account Manager Wilfried Braun, Rittal, moderiert wurde, sind knapp 100 Fachleute von Werften, Maschinenbauern, Systemintegratoren und Reedereien der Einladung von Rittal gefolgt. Für den Systemanbieter zählt die Maritim-Branche zu den wichtigen Zielmärkten. Die Lösungen von Rittal kommen in zahlreichen Werften, Schiffen, Häfen, Offshore-Plattformen und an Binnenwasserstraßen zum Einsatz. Zu den Kunden gehören alle wichtigen Schiffsausrüster und Werften. Das Spektrum umfasst Gehäuse- und Schaltschranksysteme, Klimatisierungslösungen, Stromverteilungssysteme sowie IT-Infrastrukturlösungen.

Rittal GmbH & Co. KG

Rittal mit Sitz in Herborn, Hessen, ist ein weltweit führender Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software & Service. Systemlösungen von Rittal sind in über 90 Prozent aller Branchen weltweit zu finden, etwa im Maschinen- und Anlagenbau, der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie in der IT- und Telekommunikationsbranche.

Zum breiten Leistungsspektrum des Weltmarktführers gehören konfigurierbare Schaltschränke, deren Daten im gesamten Produktionsprozess durchgängig verfügbar sind. Intelligente Rittal Kühllösungen mit bis zu 75 Prozent geringerem Energie- und CO2-Verbrauch können mit der Produktionslandschaft kommunizieren und ermöglichen vorausschauende Wartungs- und Servicekonzepte. Innovative IT-Lösungen vom IT-Rack über das modulare Rechenzentrum bis hin zu Edge und Hyperscale Computing Lösungen gehören zum Portfolio.

Die führenden Softwareanbieter Eplan und Cideon ergänzen die Wertschöpfungskette durch disziplinübergreifende Engineering-Lösungen, Rittal Automation Systems durch Automatisierungslösungen für den Schaltanlagenbau. Rittal liefert in Deutschland binnen 24 Stunden zum Bedarfstermin - punktgenau, flexibel und effizient.

Rittal wurde im Jahr 1961 gegründet und ist das größte Unternehmen der inhabergeführten Friedhelm Loh Group. Die Friedhelm Loh Group ist mit 18 Produktionsstätten und 80 Tochtergesellschaften international erfolgreich. Die Unternehmensgruppe beschäftigt über 11.300 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro. Zum neunten Mal in Folge wurde das Familienunternehmen 2017 als Top Arbeitgeber Deutschland ausgezeichnet. In einer bundesweiten Studie stellten die Zeitschrift Focus Money und die Stiftung Deutschland Test fest, dass die Friedhelm Loh Group 2017 bereits zum zweiten Mal zu den bundesweit besten Ausbildungsbetrieben gehört.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rittal.de und www.friedhelm-loh-group.com.

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