PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 336696 (Richard Wöhr GmbH)
  • Richard Wöhr GmbH
  • Gräfenau 58-60
  • 75339 Höfen/Enz
  • http://www.woehrgmbh.de
  • Ansprechpartner
  • Karin Ferenbach
  • +49 (7081) 9540351

Richard Wöhr GmbH zielt mit Neubau auf eine Verdoppelung der Produktions- und Lagerfläche

Rund drei Millionen Euro werden in nachhaltige Firmenentwicklung mit CO2-freier Beheizung investiert / Zuschuss aus dem ELRProgramm

(PresseBox) (Höfen an der Enz, ) Antizyklisches Verhalten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist stets mit einem großen Risiko behaftet. Mut zum Risiko zeigt insofern die Geschäftsleitung der Richard Wöhr GmbH wenn sie in 2010 rund drei Millionen Euro in einen Neubau zur Erweiterung des Firmengebäudes im Höfener Gewerbegebiet Gräfenau investiert. Es handelt sich dabei um den insgesamt sechsten Bauabschnitt seit der Firmengründung als Industrielackiererei im Jahr 1967. Während andere Firmen der Branche im vergangenen Jahr über zweistellige Umsatz- und Auftragseinbrüche klagten und mit Auslagerungen, Stellenabbau oder Kurzarbeit das Schlimmste zu verhindern suchten, richtete das inhabergeführte Familienunternehmen den Blick stets nach vorne. Obwohl auch die Richard Wöhr GmbH die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise zu spüren bekam, konnte durch flexible Arbeitszeiten, die Erweiterung des Produktportfolios und Kundenkreises durch die Übernahme der KM-Gehäusetech GmbH & Co. KG und nicht zuletzt durch verstärkte Marketingmaßnahmen die Kapazitätsauslastung in den fünf Bereichen Oberflächentechnik, Tastaturbau, Gehäusefertigung und CNCBlechbearbeitung sowie Systemtechnik auf relativ konstantem Niveau gehalten werden und die derzeitige Geschäftslage zeigt ein deutliches Wachstum im Vergleich zum Vorjahr.

"Wir müssen weiterhin lieferfähig bleiben, wenn es mit der Wirtschaft und mit den Aufträgen wieder aufwärts geht", lautete die Devise der Geschäftsführer Richard, Jürgen und Stefan Wöhr, die bereits in 2009 die günstigen Anschaffungskonditionen nutzten, um den Maschinenpark technologisch aufzurüsten. Die Geschäftsleitung verspricht sich von der Verdoppelung der Produktions- und Lagerfläche auf nunmehr rund 7.300 Quadratmeter eine deutliche Verbesserung der innerbetrieblichen Logistik. "Es wird dann alles runder laufen, die Arbeitsabläufe werden effizienter", so Stefan Wöhr. Eine Beheizung des Neubaus im Winter und eine verbesserte Klimatisierung im Sommer wird durch die Einbeziehung des vorbeifließenden Enzwassers CO2frei und damit ökologisch sinnvoll umgesetzt. Der Anbau erfolgt in Richtung Osten zur Enz hin, direkt an das bestehende Gebäude, wird dieses jedoch unter Ausnutzung der maximal zulässigen Bauhöhe um ein Stockwerk überragen.

"Wir können nur so die Vorteile einer hohen Eigenfertigung und den Vorsprung, den wir uns in einigen zukunftsfähigen Branchen erarbeitet haben, halten beziehungsweise weiter ausbauen", erläutert der Firmenchef seine Beweggründe für diesen Schritt. Andererseits müssten auch die Standardkomponenten gestärkt und hierfür zusätzliche Lagerkapazität vorgehalten werden. Letztendlich geht es der Geschäftsleitung auch um die Sicherung des Standorts und die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Neue Technologien brauchen Raum für entsprechende Maschinen, Entwicklungs- und Prozessabläufe. Und mit dem Ziel der Umweltzertifizierung nach DIN EN ISO 14001 bis zum Sommer wurden eine klimaneutrale, regenerative Energiegewinnung und das Thema Nachhaltigkeit von Anfang an in die Planungen mit einbezogen. Vor diesem Hintergrund gelang es der Unternehmensleitung, Zuschüsse aus dem ELR-Programm zu bekommen. Große Unterstützung für das Bauprojekt fand die Richard Wöhr GmbH in der Kommunalverwaltung Höfen mit Bürgermeister Holger Buchelt an der Spitze. Und auch der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Blenke konnte durch seine Verbindungen zum Ministerium unterstützend tätig werden, um sich für sein Steckenpferd, die regionale Wirtschaftsförderung, stark zu machen. "Gemeinsam haben wir ein schlüssiges und tragfähiges Konzept auf den Weg gebracht, das die Anforderungen für eine maximale Fördersumme aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum erfüllt und das auch die Kredit gebende Hausbank überzeugt hat", meint Stefan Wöhr. Ein Blick auf die (noch) grüne Wiese hinter dem Firmengebäude führt die Dimension des flächenmäßig bisher größten Bauprojektes des Unternehmens vor Augen: Ein dreistöckiger Gebäudetrakt, um den eine Einbahnstraße führen wird und das unter anderem auch einen modernen Lasten- und Personenaufzug bekommen wird. In etwa acht Wochen werden sich hier die Bagger ans Werk machen.