RIB mit Neuerungen in den RIBTEC®-Grundbauprogrammen

(PresseBox) ( Stuttgart, )
Die RIB-Softwareingenieure haben sämtliche Produkte des RIBTEC®-Portfolios für Aufgaben im Grundbau mit Implementierung der neuen Grundbaunorm auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die Kombinations- und Sicherheitsbeiwerte können dabei vom Ingenieur selbst definiert und individuell an die Bemessungssituation angepasst werden.

Zum Nachweis der Einbindetiefe, zur Ermittlung der Schnittgrößen und beim Nachweis der Gebrauchstauglichkeit kann in RTwalls das im EB 102 zugrunde gelegte Bettungsverfahren für durchlaufende und aufgelöste Verbauwände angewendet werden. Bei diesem Verfahren lassen sich die Interaktionen von Wand und Boden und damit das tatsächliche Tragverhalten besser erfassen als bei der klassischen Annahme eines vorgegebenen Erdwiderstandes. Das Besondere des Verfahrens liegt unter anderem darin, dass eine Vorbelastung aus der unverbauten geometrischen Situation näherungsweise berücksichtigt werden kann. Auf der Baugrubenseite wird unterstellt, dass auch nach Beendigung des Bodenaushubs im Rahmen einer Aushubphase unterhalb der Baugrubensohle der ursprünglich wirksame Erdruhedruck weitgehend erhalten bleibt. Auf der Baugrubenseite wird der Erdruhedruckverlauf aus dem Primärzustand mit dem charakteristischen Erdwiderstandsverlaufs ab Aushubsohle geschnitten. Zwischen Aushubsohle und gemeinsamem Schnittpunkt wirkt der rechnerische Erdwiderstand. Unterhalb des Schnittpunkts wirken Erdruhedruck und infolge der örtlichen Verschiebungen zusätzlich Bettungsspannungen - bei einem ab dem Schnittpunkt angenommenen Bettungsverlaufs.

Das Programm LIMES® wurde um die DIN 1045-1:2008 erweitert. Auf Kundenwunsch ist zusätzlich ein vertikaler Sporn an der Unterseite vorgesehen. Vertikale Sporne werden vor allem im alpinen Hangschutz gegen Murgänge eingesetzt.

Bei Winkelstützmauern kann zusätzlich ein senkrechter Sporn definiert werden. Er wird unterhalb der Unterkante (UK) des horizontalen Bauteils der Winkelstützmauer positioniert. Die Länge des Sporns kann in vertikaler Richtung beliebig variieren. Den Angriffspunkt kann der Anwender in der grafischen Oberfläche eigenständig festlegen. So greift dieser entweder am Anfang oder am Ende der UK Winkelstützwand an - dabei sind beliebige Positionen zwischen Anfang und Ende der UK zulässig. Ist die Positionierung talseitig, wirkt der volle Erdwiderstand auf die Vorderkante des Sporns, In allen anderen Lagen hingegen wirkt ein mehr oder minder abgeschatteter Erdwiderstandsverlauf. Am bergseitigen Ende ist der Verlauf des Erdwiderstandes am geringsten. Andererseits tritt an der Hinterkante des Sporns bei einer Lage am bergseitigen Ende der UK der größte aktive Erddruckverlauf auf. Je weiter der Sporn zum talseitigen Ende hin positioniert wird, desto geringer ist der aktive Erddruckanteil. Im Prinzip ergibt sich ein aktiver Verlauf, dessen Größenordnung durch eine Konsolenwirkung eintritt, bei der das bergseitige, horizontale Bauteil wie eine Konsole auf die Hinterkante des Sporns wirkt. Das Gewicht des Sporns wird bei der Ermittlung der resultierenden Kraft auf die UK der Winkelstützmauer automatisch berücksichtigt. Ein Sporn verbessert den Gleitnachweis. Er vergrößert gleichzeitig die Böschungsbruchsicherheit, da für den Gleitkreis der untere Zwangspunkt durch den Sporn nach unten verlagert wird. Winkelstützmauern mit Sporn werden beispielsweise im Gebirge für den Murenverbau eingesetzt.

Neben RTwalls und LIMES® sind die aktuellen Normen in allen Grundbaumodulen des RIBTEC®-Portfolios enthalten. Die 4. Berichtigung zur DIN 1054:2008-10 und der Erddruckansatz nach 4085:2007 wurden in die Programme ebenfalls eingearbeitet. Für die Bemessung steht optional neu die DIN 1045-1:2008 oder die neue Norm EN 1992-1-1 zur Verfügung. Für Österreich hat das RIB-R&D-Team ferner die Biegebemessung (mit/ohne Normalkraft) nach der ÖNORM B 1992-1-1 neu implementiert.

Zudem wurden alle Grundbaumodule von RIB um eine Schnittstelle zum Statikeditor BauText® ergänzt. So können die Ausgaben dort digital weiterbearbeitet werden.
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