RBW-Wirtschaftsforum

Rhein-Berg 4.0.: Unternehmen gestalten ihre digitale Zukunft

Bergisch Gladbach, (PresseBox) - Die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW) lud gestern zum Wirtschaftsforum in den Neubau der Miltenyi Biotec GmbH in Bergisch Gladbach ein. Und das Thema „Digitalisierung“ ist für die Wirtschaft relevant, wie die hohe Teilnehmerzahl von rund 200 Personen zeigt.

„Die fortschreitende Digitalisierung ist ein zentrales Querschnittsthema der gesamten Wirtschaft und betrifft alle Branchen und Stufen der Wertschöpfung“, begrüßte Volker Suermann, Geschäftsführer der RBW, die Gäste. Darum führt die RBW Veranstaltungen wie das Wirtschaftsforum durch. In seiner Begrüßung kündigte Suermann weitere Formate und Angebote an wie zum Beispiel, Workshops, Seminare, Exkursionen zu Demonstrationszentren aber auch die konkrete individuelle Unterstützung der Unternehmen vor Ort. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Sie als Unternehmer die Veränderungsprozesse aktiv gestalten und die notwendigen Schritte zur Digitalisierung einleiten können“.

Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke, der noch letzte Woche in Berlin den Zuwendungsbescheid zum weiteren Ausbau des Breitbandnetzes in Empfang genommen hatte – eine Grundlage, um überhaupt digital arbeiten zu können -, ergänzte, dass auch die Kreispolitik jüngst die Maßnahmen der RBW in den Strategieprozess des Kreises 2020+ aufgenommen hat. Unter dem Titel „Rhein-Berg 4.0: Zukunft von Arbeit und Wirtschaft gestalten“ sollen auch die Mitarbeiter für die Digitalisierung der Arbeitswelt qualifiziert werden.

Norbert Hentschel (Geschäftsführer) und Thomas Berger (Head of Digital Business) stellten vor, wie die Miltenyi Biotec GmbH mit diesem Prozess umgeht. Dabei kommen Mitarbeiter aus ganz verschiedenen Bereichen zusammen, um Abläufe und Prozesse auch für den Kunden optimal zu organisieren. „Es tut dem Prozess in unserem Hause gut, dass gerade nicht nur IT-ler sich damit beschäftigen, sondern auch die Menschen, die die neuen Techniken anwenden müssen“, resümiert Hentschel.

Es gibt kein Zurück

Über Potenziale und Stolpersteine gleichermaßen berichtete Prof. Dr. Thomas Thiessen. Der Rektor der Business School Berlin sprach als Konsortialleiter der Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation. Diese resultiert aus einer Förderinitiative des Bundeswirtschaftsministeriums zur Förderung der digitalen Transformation im Mittelstand. Insgesamt vier Agenturen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und noch mal fünf Kompetenzzentren unterstützen bundesweit mit verschiedenen inhaltlichen Arbeitsaufträgen den Mittelstand. Prof. Thiessen hat in zahlreichen Studien die konkreten Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen erforscht und konnte so gute Tipps an die anwesenden Unternehmer vermitteln. So unter anderem der Hinweis, Schritt für Schritt vorzugehen und Ressourcen dafür langfristig zu schaffen, denn „es gibt kein Zurück“ und natürlich müsse man sich auch mit den Risiken, wie zum Beispiel in punkto Datensicherheit, beschäftigen. Außerdem empfiehlt Thiessen, Kunden und Lieferanten in die Prozesse einzubeziehen. Auch das Wissensmanagement im Betrieb sei wichtig, um die Mitarbeiter mitzunehmen und für den digitalen Wandel zu qualifizieren. Die Unternehmen sollten sich am besten externe Unterstützung suchen, wie die Mittelstand 4.0-Agenturen sie bieten.

In der anschließenden Podiumsrunde tauschten sich Vertreter aus verschiedenen Branchen über ihr Vorgehen und ihre Erfahrungen aus: Bernhard Koller (Bewotec Software Entwicklungs- und Vertriebs-GmbH, Rösrath), Rolf Kürten (KL Druck Kürten und Lechner GmbH, Bergisch Gladbach), Dorothea Wahle (Wilhelm Daume GmbH, Bergisch Gladbach und Handelsverband Nordrhein-Westfalen – Rheinland (HVR)) sowie Sebastian Wurth (Wurth Sanitär und Heizung GmbH & Co. KG, Kürten) haben ganz unterschiedliche Herangehensweisen und Anforderungen. Während sich der Einzelhandel und das Handwerk vor allem mit Themen wie online-Shops, optimalen Mitarbeitereinsatz und Kundenzufriedenheit beschäftigen, entwickeln produzierende Betriebe und IT-Unternehmen ganz neue Geschäftsmodelle. Aber auch die Risiken und die Kosten beschäftigten die Unternehmensvertreter.

Die RBW wird sich dem Thema weiter widmen. Bereits vor ein paar Wochen hat sie dazu einen Kooperationsvertrag mit dem nordrheinwestfälischen Kompetenzzentrum „Digital in NRW“ unterzeichnet. Die RBW hat zudem eine neue Website erstellt, auf der Interessierte alle Veranstaltungen, Leitfäden, Checklisten und weitere Tipps finden können: www.rbw.de/digitalisierung.aspx

 

 

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