Ausgezeichnetes Jahresergebnis - Erhöhung der Dividende - Vor Wechsel im Verwaltungsratspräsidium

Jahresabschluss 2008

(PresseBox) ( Poschiavo, )
Rätia Energie schloss 2008 mit dem besten bisher erzielten Jahresergebnis ab. Bei einer Gesamtleistung von rund 2 Milliarden Franken (+ 6%) resultierte ein Ebit von 185 Millionen Franken (+ 153 %) und ein Gruppengewinn von 94 Millionen Franken (+ 26 %). Der Generalversammlung beantragt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer um 27 % erhöhten Dividende. Die Rätia Energie Gruppe startete gut ins Jahr 2009 und rechnet erneut mit einem guten Ergebnis, das etwas unter jenem von 2008 liegen dürfte. Der Generalversammlung wird die Zuwahl von Dr. Eduard Rikli beantragt, der auf 1. Januar 2010 von Luzi Bärtsch das Verwaltungsratspräsidium übernehmen soll.

2008 verkaufte die Rätia Energie Gruppe rund 12,6 Terawattstunden (TWh) Elektrizität. Damit nahm die Menge des physisch abgesetzten Stroms um 22 Prozent ab. Deutlich zugenommen hat auf der anderen Seite der Umfang des finanziellen Handelsgeschäftes, dem 2008 ein Kontraktvolumen von gut 18 TWh zugrunde lag.

Um 9 Prozent gewachsen sind Versorgung und Vertrieb, wo die Rätia Energie Gruppe im Berichtsjahr 3,9 TWh absetzte. Dieses Wachstum ist vor allem auf die Vertriebsgesellschaft Dynameeting in Italien zurückzuführen. Die italienische Tochter ist für rund 80 Prozent des Verkaufsgeschäfts an Endkunden verantwortlich. In der Schweiz stagnierte der Stromabsatz, und in Deutschland konnten erste Kunden im Segment der mittelgrossen Kunden gewonnen werden.

Handel entwickelt sich positiv

Das erfreuliche Resultat ist in erster Linie auf eine positive Entwicklung des Handelsgeschäftes zurückzuführen. Es gelang, bessere Margen zu erzielen, und allein der Erfolg aus dem finanziellen Handel konnte von 4,5 auf 39,5 Millionen Franken gesteigert werden. Zum guten Erfolg ebenfalls beigetragen haben der marktorientierte Betrieb des Gas-Kombikraftwerks in Teverola in Süditalien und die guten Wasserverhältnisse bei der Produktion in der Schweiz.

Das Finanzergebnis wurde durch den deutlich schwächeren Euro belastet, die Fremdkapitalverzinsung stieg wegen zusätzlicher Kapitalaufnahme. Wieder in vollem Umfang fielen im Berichtsjahr die Steuern an, dies nachdem im Vorjahr wegen der Graubündner Steuergesetzrevision Rückstellungen aufgelöst werden konnten.

Rätia Energie verfolgte auch im Berichtsjahr 2008 konsequent ihre Strategie im Hinblick auf einen weiteren Ausbau eigener Kraftwerkskapazitäten weiter. Sie setzt dabei auf einen ausgewogenen Mix unterschiedlicher Technologien in verschiedenen Märkten. Das Projektportfolio enthält eine Reihe viel versprechender Projekte. Im November 2008 wurde mit dem Bau des 10-MWKraftwerks Taschinas im Prättigau begonnen. Weitere Wasserkraftprojekte in der Schweiz (Oberes Puschlav, Chlus, Tomül) wurden weiter vorangetrieben. Mit einem baldigen Realisierungsentscheid kann auch beim Kohlekraftwerk Brunsbüttel (DE) gerechnet werden, an dem Rätia Energie eine Leistung von 200 bis 400 MW anstrebt. Schliesslich soll auch die Windenergie im Portfolio von Rätia Energie eine wichtige Rolle spielen, entsprechende Vorhaben werden in Italien und in Deutschland verfolgt.

Höhere Dividende beantragt

Der Verwaltungsrat hat beschlossen, der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende um Fr. 1.50 von Fr. 5.50 auf Fr. 7.00 pro Inhaberaktie und Partizipationsschein zu beantragen. Das entspricht einer Erhöhung um 27 Prozent. Die Generalversammlung findet am 12. Mai 2009 statt.

Das Eigenkapital belief sich Ende 2008 auf 824 Millionen Franken (+ 7%). Die Eigenkapitalquote betrug 38 Prozent. Damit ist Rätia Energie sehr solide finanziert und verfügt über gute Voraussetzungen für weiteres Wachstum.

Rätia Energie gut aufgestellt

Als besondere Herausforderung sieht Rätia Energie den Umgang mit der zunehmenden Regelungsdichte in verschiedenen Märkten. Auch die Diskussionen um den optimalen Produktionsmix beeinflussen die Tätigkeit der Unternehmensgruppe. Die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit der Branche schaffen offene Märkte, in denen die Regulation auf ein vernünftiges Mass beschränkt bleibt. Rätia Energie will in diesem Umfeld in Übereinstimmung mit ihrem Unternehmensleitbild mit Umsicht und Verantwortungsbewusstsein handeln. Dies in der Überzeugung, dass damit die Interessen der Unternehmung, der Öffentlichkeit, der Aktionäre und der Mitwelt am besten gewahrt bleiben. Die Unternehmensgruppe sieht sich gut gerüstet, in bewusst gewählten Schlüsselmärkten auch in Zukunft einen aktiven Beitrag zur Energieversorgung leisten zu können. In Italien und Deutschland ist die weitere Erschliessung des Segments der mittelgrossen Kunden ein erklärtes Ziel. In der Schweiz bieten sich im Zuge der laufenden Marktöffnung neue Kooperationsmöglichkeiten - so erweiterte die Tochtergesellschaft SWIBI ihre Angebotspalette auf dem Gebiet des Energiedatenmanagements, der Zählerfernauslesung oder des Billings und bietet ihre Dienstleistungen einem zusätzlichen Kundenkreis an. In Mittel-/Osteuropa entwickelte sich Rätia Energie im Trading seit Aufnahme der Aktivitäten im Herbst 2007 bereits zu einer festen Grösse.

Ausblick 2009

Die Rätia Energie Gruppe ist gut ins Jahr 2009 gestartet. Trotz der schwierig und vor allem unberechenbar bleibenden Rahmenbedingungen kann dank der guten Positionierung auch 2009 ein gutes Ergebnis erwartet werden. Das operative Ergebnis dürfte etwas tiefer als jenes im Jahr 2008 ausfallen, während von einem Gruppengewinn in der Grössenordnung des Berichtsjahres ausgegangen werden kann.

Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats

Verwaltungsratspräsident Luzi Bärtsch stellt nach zehnjähriger, erfolgreicher Tätigkeit sein Amt auf Ende des Geschäftsjahres 2009 zur Verfügung. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 12. Mai 2009, Dr. Eduard Rikli in den Verwaltungsrat zu wählen. Vorbehältlich dieser Wahl wird Dr. Eduard Rikli ab 1. Januar 2010 das Verwaltungsratspräsidium von Rätia Energie übernehmen.

Dr. Eduard Rikli (1951) ist in Champfèr im Engadin aufgewachsen und wohnt in Zürich. Er studierte Maschinenbau an der ETH Zürich und doktorierte am Institut für Thermische Turbomaschinen der ETH.

Dr. Eduard Rikli verfügt über eine langjährige Erfahrung in leitenden Funktionen international tätiger Unternehmungen. Er ist derzeit CEO der im Bereich der Entwicklung und Produktion von Maschinen und Systemen für die Fertigungstechnik und Montageautomation tätigen Mikron Gruppe in Biel. Zuvor führte Dr. Eduard Rikli verschiedene Unternehmensbereiche in der international tätigen Sulzer-Gruppe.

Luzi Bärtsch erreicht 2010 die für Verwaltungsratsmitglieder von Rätia Energie geltende Alterslimite. Er stellt sein Amt bereits auf Ende des laufenden Geschäftsjahres zur Verfügung um eine gestaffelte Ablösung sicherzustellen, werden doch 2010 weitere Mitglieder des Verwaltungsrats die Altersgrenze erreichen. Zudem kann Dr. Eduard Rikli seine neue Aufgabe aus Gründen der Arbeitsbelastung erst zu Beginn des neuen Geschäftsjahres antreten.
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