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Pressemitteilung BoxID: 861733 (Redaktionsbüro 2018 - Arbeitswelten der Zukunft)
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Im Einkaufszentrum "dem Meer auf den Grund gehen"

Bremer Meeresforschungseinrichtung MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen lässt Besucherinnen und Besucher in die Tiefsee abtauchen / Wanderausstellung tourt im Wissenschaftsjahr 2016*17 - Meere und Ozeane durch deutsche Ei

(PresseBox) (Berlin, ) Der Meeresboden ist durch vielfältige Unterwasserlandschaften gekennzeichnet: von steilen Gräben und endlosen Ebenen über Kaltwasserkorallenhügel bis hin zu Schwarzen Rauchern und Schlammvulkanen. Diese faszinierende Welt ist jedoch weder mit Satelliten noch von Forschungsschiffen aus erkennbar. Im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane gibt das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen Interessierten nun die Gelegenheit, virtuell abzutauchen und verborgene Tiefseelandschaften zu entdecken. Die Wanderausstellung „Dem Meer auf den Grund gehen" gastiert von Juli bis Oktober bundesweit in Einkaufszentren. Den Auftakt macht vom 10. bis zum 15. Juli das Berliner Shopping-Center Tempelhofer Hafen. Danach folgen Stationen unter anderem in Saarbrücken, Frankfurt und Kiel.

Bei der Wanderausstellung bewegen sich Besucherinnen und Besucher mit 3D-Brillen durch virtuelle Unterwasserlandschaften. Die hochauflösenden Karten des Meeresgrundes, auf denen die Animation basiert, wurden mit einem speziellen Unterwasserfahrzeug erzeugt, das den Meeresboden abfährt und mit Schallwellen vermisst. In bis zu 5.000 Metern Wassertiefe werden so Detailstrukturen von weniger als einem Meter Größe sichtbar.

Solche Messungen existieren weltweit bisher nur für wenige Meeresgebiete. Daten wie diese sind Ausgangspunkt für die Planung von Expeditionen, bei denen deutsche und internationale Teams immer wieder bislang unbekannte Welten entdecken. Wie verändert Vulkanismus den Meeresboden? In welcher Umgebung siedeln sich Kaltwasserkorallen an? Wovon ernähren sich Organismen in der Tiefsee? Dies sind nur einige der Fragen, mit denen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am MARUM befassen. Um sie zu beantworten, spielen hochauflösende Karten des Ozeanbodens eine entscheidende Rolle.

„Die Darstellung dieser Datensätze in der virtuellen Realität soll Besucherinnen und Besuchern einen Eindruck davon vermitteln, wie wenig selbstverständlich Informationen über den Meeresboden auch heute noch sind", erläutert Prof. Dr. Michael Schulz, Direktor des MARUM, das Projekt.

Mit der virtuellen Tauchfahrt in die Tiefsee bekommen Passanten die Möglichkeit, den Ozeanboden zu erkunden. Dazu gehören zum Beispiel die erst kürzlich entdeckten Karbonat-Strukturen vor der Küste Nordwestafrikas mit ihren Kaltwasserkorallen-Kolonien, die sich über riesige Areale erstrecken.

Das beigefügte Foto können Sie unter Angabe des Copyrights gerne für Ihre Berichterstattung verwenden: „MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen".

Die Termine der Wanderausstellung „Dem Meer auf den Grund gehen" finden Sie demnächst online unter www.marum.de.

Informationen zum Wissenschaftsjahr gibt es auf www.wissenschaftsjahr.de.

Am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen entschlüsseln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit modernsten Methoden und eingebunden in internationale Projekte die Rolle des Ozeans im System Erde – insbesondere im Hinblick auf den globalen Wandel. Es erfasst die Wechselwirkungen zwischen geologischen und biologischen Prozessen im Meer und liefert Beiträge für eine nachhaltige Nutzung der Ozeane. Das MARUM umfasst das DFG-Forschungszentrum und den Exzellenzcluster „Der Ozean im System Erde".

Redaktionsbüro 2018 - Arbeitswelten der Zukunft

Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Meere und Ozeane bedecken zu rund 70 Prozent unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum - und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit langem; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 geht es um die Entdeckung der Meere und Ozeane, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit und unterstützen den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.