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Pressemitteilung BoxID: 861016 (Redaktionsbüro 2018 - Arbeitswelten der Zukunft)
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Halbzeit für die Elbschwimmstaffel: Nach 287 Flusskilometern erste Forschungserkenntnisse

(PresseBox) (Berlin, ) Das Meer beginnt hier! Insgesamt 250 Schwimmerinnen und Schwimmer - begleitet von einem Forschungsboot - machen bei der Elbschwimmstaffel darauf aufmerksam, wie wichtig der Schutz der Meere auch im Binnenland ist. Erste Erkenntnisse der Wissenschaft liegen zur Halbzeit vor.

Die Untersuchungsreihe des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeigt unter anderem, dass keine erhöhte Konzentration von Blaualgen in der Elbe vorliegt. "Eine Gefährdung der Elbe-Ökologie durch Cyanobakterien schließen wir aus", so André Zaake, Wissenschaftler im Projekt WAQUAVID. Nicolas Börsig vom KIT vermeldet zudem: "Im Vergleich zu anderen großen Flüssen ist die Trübung der Elbe durch Schwebstoffe eher gering. Das ist relevant, weil an Schwebstoffen häufig Schadstoffe anhaften."

Das Forschungsteam der TU Berlin nutzt die 575 Flusskilometer, um die Probenahmen und analytischen Verfahren für die Bewertung von Mikroplastikvorkommen weiterzuentwickeln. "Wir befinden uns hier noch in der Anfangsphase und versuchen, unsere Methodik zur Untersuchung von Mikroplastik in Gewässern zu standardisieren.", so MiWa-Projektmitarbeiter Fabian König. "In einer von unseren genommenen Filtrat-Proben der Elbe haben wir unter dem Mikroskop Fasern entdeckt. Diese werden nun im Labor untersucht."

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat zur Begleitung der Elbschwimmstaffel die MS Elbegrund zur Verfügung gestellt. Auf dem gewässerkundlichen Messschiff haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Karlsruher Institut für Technologie und der TU Berlin ideale Voraussetzungen, um ihre Analysen zu Wasserqualität, Algenwachstum und Mikroplastikbelastung durchzuführen. Jeden Tag stellen sie im Forscherblog auf www.elbschwimmstaffel.de einen untersuchten biologischen, physikalischen oder chemischen Parameter vor.

Ob 18 oder 82 Jahre alt: Gut 287 von 575 Kilometern wurden seit dem 24. Juni von bisher 121 begeisterten Schwimmerinnen und Schwimmern der Elbschwimmstaffel zurückgelegt. Die Nachmittagsetappe wurde am 3. Juli in Glinde von rund 150 Bürgerinnen und Bürgern unter Applaus herzlich empfangen. Am Mittag des 4. Juli startet das nächste Schwimmteam in Richtung Magdeburg. Am 12. Juli endet die Staffel dann nach insgesamt 19 Tagen in Geesthacht.

Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter www.elbschwimmstaffel.de/presse.

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Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum - und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 - Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.