RAPID: Profilzuschnitt mit neuen Perspektiven für Industrie 4.0

(PresseBox) ( Grosselfingen, )
Automatisches Sägezeitmanagement, Zuschnittoptimierung nach unterschiedlichen Kriterien, Rückmeldung über den Materialverbrauch, Bewegungstechnik mit Servomotoren, Maßübertragung per Funk – die neue Steuerung PCE6000 für RAPID Doppelgehrungssägen eröffnet neue Perspektiven für Industrie 4.0 im Profilzuschnitt.

Eine Säge, große Profilvielfalt

Die Vielfalt an Profilen, Anwendungen und Branchen, bei denen Rapid Doppelgehrungssägen zum Einsatz kommen, ist groß. Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen der einzelnen Kunden. Auch der Automatisierungsgrad bei den Handwerkbetrieben ist immer noch mit dem von Industrieunternehmen nicht zu vergleichen.

Die Produktion ist bei den Verarbeitern je nach Produktart und Materialbeschaffenheit sowie nach Profildiversität unterschiedlich organisiert, sodass die Daten für den Zuschnitt auf der Doppelgehrungssäge aus unterschiedlichsten Quellen und in vielfältigen Formaten generiert werden. Von manueller Maßeingabe, Maßübertragung per Funk, Profilauswahl durch Einscannen des Barcodes bis zum vollautomatischen Datenimport via Netzwerk – die neueste Hightech-Steuerung PCE6000 von Rapid bietet Lösungen für all diese Anforderungen und noch viel mehr.

Durch und durch innovativ

„Bei der Entwicklung der neuen Steuerung PCE6000 wurden neben unseren eigenen Lösungsansätzen und Vorschlägen von Ferrocontrol, unserem Lieferanten für Steuerungssysteme, viele Anregungen, sogar „Träume“ unserer Kunden berücksichtigt, die wir im Laufe der letzten Jahre sorgfältig aufgenommen haben“, erzählt Rapid-Vertriebsleiterin Olga Krüger. „Nach Auswertung der gesammelten Ideen konnte unser Ingenieurteam einige neuartige Lösungen realisieren, die hinsichtlich Funktion und Wirtschaftlichkeit absolut innovativ sind“.

Die neue Anwendungssoftware basiert auf der Multi-Touch-Technologie und ist bedienerfreundlich aufgebaut. Intelligenter Dialog, zum Beispiel für die Profilauswahl, kann sich die letzten Eingaben merken, um sie schnell wieder abzurufen.

Mit der neuen Funktion „Teachen“ wird die zuletzt gemessene Vorschubzeit des Sägevorgangs für das eingelegte Profil übernommen. Damit kann die effektive Sägezeit für unterschiedlich breite Profile individuell hinterlegt werden. Der Rücklauf der Sägeblätter erfolgt sofort nach dem Schnitt, unabhängig von der Reaktionszeit des Bedieners, der die Tasten der Zweihandbedienung oft länger als nötig gedrückt hält. Besonders bei sehr schmalen Profilen kann eine bemerkbare Zeitersparnis durch diese Ablaufbeschleunigung verzeichnet werden.

Analog zur Vorschubzeit kann in der PCE6000 die Profilhöhe für die Höhenmessung „geteacht“ werden. Mit Hilfe der Profilhöhenmesseinrichtung wird die exakte Höhe des eingelegten Profils auf ±0,1 mm genau bestimmt. Bei einer Abweichung, die zum Beispiel durch falsches Profil oder zu große Profitoleranzen verursacht werden kann, wird gegebenenfalls automatisch nachpositioniert oder eine Meldung über das unzulässige Maß eingeblendet. Dadurch werden die Fehlerquote und der Materialverschnitt reduziert.

Auf den hinterlegten Profilzeichnungen kann der Bediener bei Bedarf das ausgewählte Profil, seine Position und Ausrichtung in der Maschine sowie gegebenenfalls die Zulagen kontrollieren, die für das jeweilige Profil zum Einsatz kommen.

Wie gewohnt, wird das zu bearbeitende Profil auf dem Display farbig dargestellt. Die RAL-Farbtöne können in den Profilstammdaten mit Hilfe von RGB-Codes definiert werden. Neu ist bequemes Sortieren und Filtern bei der Profilauswahl. Ein Profil wird über Farbe und Grundprofildaten gruppiert und ist so über den Filterbaum schnell zu finden.

Rapid-Kunden kennen bereits von früher solche praktischen Softwarelösungen wie automatische Positionierung für den Kappschnitt, Überlängen oder Untermaß sowie das effiziente Optimierungsprogramm. Die PCE6000 ermöglicht erstmalig eine Auswahl zwischen der traditionellen Zuschnittoptimierung nach auf- oder absteigenden Längen und der alternierenden Optimierungsreihenfolge, bei der, um Verfahrzeiten zu reduzieren, im ersten Rohstab erst kurze, dann lange Teile geschnitten werden, im nächsten Rohstab erst die langen, dann die kurzen Teile.

„Ein Muss in der Industrie 4.0 ist die Rückmeldung der Auftragsdaten auf ein übergeordnetes EDV-System“, weiß Kurt Kocher. Der erfahrene Entwicklungsingenieur betreut bei Rapid mehrere Steuerungssysteme von Doppelgehrungssägen und Profilbearbeitungszentren, steht den Kunden als Ansprechpartner in allen Elektronikfragen zur Verfügung und hat zur Entwicklung der PCE6000 maßgeblich beigetragen. „Die PCE6000 generiert pro Sägeschnitt eine Datei, die das bearbeitete Teil nach bestimmten Kriterien beschreibt und für die kundenseitige Auswertung im definierten Netzwerkordner automatisch bereitgestellt wird“.

Höchste Präzision und Prozesssicherheit

„Als erste Rapid Doppelgehrungssäge wurde die DGL220 auf die neue Steuerung PCE6000 umgestellt“, erzählt Kocher. „Diese 3-Achs-gesteuerte Maschine ist für Sonderwinkel von 20° bis 135° mit Winkelauflösung unter 0,01° ausgelegt und wird gleichermaßen von Innenausstattern, Messebauern, Fensterbaubetrieben oder Insektenschutzherstellern für ihre Flexibilität und Zuverlässigkeit geschätzt“.

Zuschnittlänge und Winkel werden bei dieser Präzisionsmaschine mittels Servomotoren eingestellt. Um die höchste Präzision in jedem Winkel zu gewährleisten, erfolgt die Winkelmessung nicht mit dem Motorgetriebe sondern mit einem separaten hochauflösenden Messsystem. Dadurch haben die Toleranzen in den mechanischen Teilen der Antriebe keinen Einfluss auf das Messergebnis. Während des Sägevorgangs wird die Säge zusätzlich mit elektro-pneumatischer Bremse in ihrer Winkelposition gehalten. Selbst beim Sägen von dickwandigem oder vollem Material wird die Winkelgenauigkeit garantiert.

Auch für weitere Steigerung der Prozesssicherheit und Verkürzung der Serviceintervalle wurde bei der Entwicklung der neuen Sägesteuerung einiges getan. Das Bedienpultgehäuse ist staub- und spritzwasserdicht. Die Steckverbindungen des Bedienpultes sind nach außen verlegt, das Abnehmen und Austauschen des Gerätes ist dadurch schneller und sicherer möglich. Die neuen Taster sitzen jetzt auf einer steckbaren Platine. In einem Servicefall muss nur die Platine getauscht werden, die langwierige Fehlersuche entfällt.

Die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) hält die Steuerung eingeschaltet bis alle Daten gesichert sind und verhindert ein unkontrolliertes Wiedereinschalten. Vier USB Anschlüsse an der Außenseite des Bedienpultes sind mit Schutzkappe staubdicht verschlossen und können bei Bedarf mit USB Stick für eine Datensicherung sowie mit Maus, Tastatur und anderen Endgeräten belegt werden.

Die Arbeit mit dem Funkmessstab oder dem Barcodeleser wurde optimiert und die Funktionen erweitert. Unter dem Bedienpult neben Etikettendrucker findet bei Bedarf auch ein Kühlgerät Platz, was in Zeiten der Erderwärmung selbst in unseren Breitengraden immer mehr gefragt wird.

Die Neuheit wird vom 18. bis 21.03.2020 auf der diesjährigen Messe „Fensterbau Frontale“ in Nürnberg präsentiert. RAPID-Stand 3-215 in der Halle 3.
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