Uwe Kockisch - höchstpersönlich!

Sonnabend, 12. September 2009, 15.03-15.30 Uhr / Ein Radio Bremen-Film von Christa Auch-Schwelk

(PresseBox) ( Bremen, )
Sein melancholischer Kommissar Guido Brunetti aus den ARD-Verfilmungen der Venedig-Krimis der amerikanischen Schriftstellerin Donna Leon hat das deutsche Fernsehpublikum erobert. Die Rolle hat Uwe Kockisch beispiellose Popularität gebracht und Begeisterung für die morbide Schönheit Venedigs.

Populär war Uwe Kockisch längst vor dieser Rolle. Als leicht verpennter, unrasierter Kommissar "Zappek", in der gleichnamigen Fernsehserie, beeindruckte er schon Mitte der neunziger Jahre das große Publikum.

Uwe Kockisch, Jahrgang 1944, ist in Cottbus in der DDR aufgewachsen. Sein Vater war als Flieger im Kriege gefallen, die Mutter hatte später wieder geheiratet, ihr neuer Ehemann brachte zwei Kinder mit in die Ehe, es gab liebevolle Großeltern: eine große harmonische Familie.

Uwe Kockisch war 17 Jahre alt, als 1961 die Mauer gebaut wurde. In der großen Konfusion, die damals herrschte, fasste er gemeinsam mit anderen Jugendlichen den Plan zur Flucht über die Ostsee. Sie flogen auf. Die Strafe war ein Jahr Gefängnis. Danach musste er schnell eine Arbeit nachweisen. Am Theater in Cottbus, wo er als Schüler ab und zu Statist gewesen war, bekam er eine Arbeit als Pförtner. Hinter den Kulissen fing er Feuer für den Beruf des Schauspielers und es gelang ihm, nach vielen Hindernissen, der Sprung an die Schauspielschule "Ernst Busch" in Berlin.

Es folgen Engagements in Cottbus und Karl-Marx-Stadt, danach am "Max Gorki Theater" in Berlin, wo er über 20 Jahre blieb. Schon zu DDR-Zeiten bekam er Rollen im Film. 1981 spielte er die Hauptrolle in "Dein unbekannter Bruder", von Ulrich Weiß. Der Film wurde auf die Film-festspiele in Cannes eingeladen, aber in letzter Minute vom Politbüro zurückgezogen.

Nach dem Fall der Mauer entschied er sich, nach einem Intermezzo bei der Schaubühne, für ein Leben als freier Schauspieler und ist heute so erfolgreich, dass er sich die Rollen aussuchen kann.

Die meiste Zeit seines Lebens war die Arbeit sein Zentrum, was sein Privatleben schwierig machte. Eigentlich ist er ein Familienmensch, doch fehlte oft die Zeit. Zwei Ehen gingen auseinander. Er hat zwei erwachsene Söhne, Sascha und Sebastian, und seinen Ziehsohn Mirko.

Ein Radio Bremen-Team hat Uwe Kockisch bei Dreharbeiten in Venedig begleitet, ihn in Berlin in seiner Wohnung besucht, und war mit ihm und den Söhnen Sascha und Mirko auf einem Flohmarkt unterwegs.

Erstsendung: 15.03.08 im Ersten
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