R. STAHL veröffentlicht Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2017: Spürbarer Zuwachs beim Auftragseingang, Umsatz wie erwartet noch schwach

Waldenburg, (PresseBox) - .


Auftragseingang steigt auf EUR 75,8 Mio., ein Plus von 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal
Auftragsbestand mit EUR 91,3 Mio. etwa wieder auf Vorjahresniveau
Entwicklung des Umsatzes mit einem Rückgang um 8,7 Prozent noch hinter derjenigen des Auftragseingangs
Rückläufiger Umsatz und Sondereinflüsse verringern Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Deutliche Verbesserung des Free Cashflow


R. STAHL, führender Anbieter von Produkten und Systemen für den Explosionsschutz, veröffentlicht heute die vollständigen Ergebnisse des 1. Quartals 2017.

R. STAHL ist mit deutlich verbesserter Auftragslage in das neue Jahr 2017 gestartet. Während das niedrige Ölpreisniveau in den letzten beiden Quartalen des Jahres 2016 für deutlich rückläufige Entwicklungen des Auftragseingangs sorgte, zeigte sich im 1. Quartal 2017 mit einem Zuwachs von 7,0 Prozent auf EUR 75,8 Mio. (Q1 2016: EUR 70,8 Mio.) eine spürbare Belebung, sowohl im Kleinmengen- als auch im Projektgeschäft. Dem stand im 1. Quartal 2017 mit einem Minus von 8,7 Prozent auf EUR 65,5 Mio. (Q1 2016: EUR 71,7 Mio.) noch eine rückläufige Umsatzentwicklung gegenüber. Hier wirkte sich erwartungsgemäß vor allem der niedrige Auftragsbestand zum Ende des Vorquartals aus. Dies hatte entsprechend auch einen Rückgang beim Ergebnis zur Folge, das sich auf EUR -4,0 Mio. verringerte (Q1 2016: EUR 3,3 Mio.). Hierzu trugen auch Sondereinflüsse* in Höhe von insgesamt EUR -1,7 Mio. bei. Das EBIT vor Sondereinflüssen belief sich demnach auf EUR -2,3 Mio. (Q1 2016: EUR 3,2 Mio.).

Auftragseingang in drei von vier Regionen mit zweistelligem Anstieg
Nach dem schwachen Ausklang des Jahres 2016 scheint sich die Investitionsneigung im Öl- und Gassektor wieder langsam aufzuhellen. Drei von vier Regionen legten beim Auftragseingang zweistellig zu. Neben einer langsam wieder zunehmenden Nachfrage aus dem Öl- und Gassektor trug auch das Vorantreiben strategischer Zielsetzungen zu dem gestiegenen Auftragseingang bei, darunter die Neuaufstellung des Automatisierungsgeschäfts zu Beginn des Jahres 2017 sowie der konsequente Ausbau von R. STAHLs LED-Leuchten-Portfolio.

In Deutschland stiegen die Bestellungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 13,6 % auf EUR 18,5 Mio. (Q1 2016: EUR 16,3 Mio.). Als einzige zeigte die Zentralregion - bestehend aus Afrika und Europa ohne Deutschland - im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang im Auftragseingang um 8,3 % auf EUR 29,4 Mio. (Q1 2016: EUR 32,1 Mio.). Im Vorjahr hatte hier ein Großprojekt einen signifikanten Beitrag zum Auftragseingang geleistet. Mit einem Plus von 41,2 % auf EUR 12,8 Mio. zeigte Amerika den regional größten Anstieg beim Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresquartal (Q1 2016: EUR 9,0 Mio.). Auch
die Region Asien/Pazifik konnte hier zulegen und erreichte mit einem Anstieg um 12,5 % einen Auftragseingang von EUR 15,1 Mio. (Q1 2016: EUR 13,4 Mio.). Bedingt durch die gute Entwicklung des Auftragseingangs stieg der Auftragsbestand gegenüber dem Vorquartal deutlich auf EUR 91,3 Mio. an (Q4 2016: EUR 80,7 Mio.). Damit wurde in etwa das Niveau des Vorjahresquartals erreicht (Q1 2016: EUR 91,8 Mio.).

Entwicklung des Umsatzes noch hinter derjenigen des Auftragseingangs
Dem Anstieg beim Auftragseingang konnte die Umsatzentwicklung im Berichtsquartal noch nicht folgen. Der zum Jahresende 2016 schwache Auftragsbestand von EUR 80,7 Mio. führte zu einem Rückgang des Umsatzes auf EUR 65,5 Mio. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies ein Minus von 8,7 % (Q1 2016: EUR 71,7 Mio.). Rückläufige Umsätze waren in allen vier Regionen zu verzeichnen, wofür neben dem niedrigen Auftragsbestand auch Projektverschiebungen verantwortlich waren. In Deutschland war der Rückgang um 4,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf EUR 15,2 Mio. (Q1 2016: EUR 15,9 Mio.) noch moderat. Hier ist der Anteil an Kunden aus dem Öl- und Gassektor vergleichsweise gering. Auch die Zentralregion verzeichnete mit einem Minus von 6,4 % auf EUR 29,8 Mio. im Vorjahresvergleich noch eine unterdurchschnittliche Abschwächung (Q1 2016: 31,8 Mio.). Ausgeprägter waren die Umsatzrückgänge dagegen in den Regionen Amerika und Asien/Pazifik, die beide zweistellig nachgaben. Mit einem Minus von 12,2 % auf EUR 7,4 Mio. (Q1 2016: EUR 8,4 Mio.) schnitt Amerika etwas besser ab als die Region Asien/Pazifik, die um 15,9 % auf EUR 13,1 Mio. nachgab (Q1 2016: EUR 15,6 Mio.).

Schwache Umsatzentwicklung und Sondereinflüsse verringern EBIT
Das niedrigere Umsatzniveau im Berichtsquartal hatte unmittelbare Auswirkungen
auf die Profitabilität. So verringerte sich das EBIT auf EUR -4,0 (Q1 2016: EUR 3,3 Mio.). Hierzu trugen auch eine nachteilige Entwicklung beim Produktmix und Preisdruck bei, während andererseits die zum Beginn des Berichtszeitraums erhöhten Preise ihre Wirkung noch nicht entfalten konnten. Daneben hatten Sondereinflüsse aus der Abwertung von Vorräten und Forderungen in Höhe von EUR -0,9 Mio. sowie Restrukturierungsaufwand in Höhe von EUR -0,8 Mio. eine Verringerung des EBIT um insgesamt EUR -1,7 Mio. zur Folge. Das EBIT vor Sondereinflüssen belief sich demnach auf EUR -2,3 Mio. (Q1 2016: EUR 3,2 Mio.).

Deutliche Verbesserung des Free Cashflow
Bedingt durch das rückläufige Periodenergebnis reduzierte sich der Cashflow im
Berichtszeitraum auf EUR -1,4 Mio. (Q1 2016: EUR 4,8 Mio.). Dem stand eine deutliche Verringerung des Nettoumlaufvermögens um EUR 6,1 Mio. gegenüber, im Wesentlichen bedingt durch höhere Zahlungseingänge aus Forderungen und Anzahlungen. Daraus resultierte im Berichtszeitraum ein Anstieg des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf EUR 4,7 Mio. (Q1 2016: EUR 2,6 Mio.) und eine Erhöhung des Free Cashflow auf EUR 1,4 Mio. (Q1 2016: EUR 0,0 Mio.).

Ausblick unverändert
Der Verlauf der Geschäftsentwicklung der ersten drei Monate des neuen Jahres bestätigt, dass eine genaue Prognose für das laufende Geschäftsjahr von R. STAHL aufgrund der noch immer angespannten Situation im Öl- und Gassektor nach wie vor mit hohen Unsicherheiten behaftet ist. Zwar ist hier eine Belebung bei Auftragseingang und -bestand erkennbar, doch ist die Visibilität noch immer gering. Auch bleibt die Umsatzrealisierung hinter der Entwicklung des Auftragseingangs noch zurück. Dies führt dazu, dass die Entwicklung von Umsatz und EBIT im Jahr 2017 dem Auftragseingang nur zeitversetzt folgen können wird.

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet der Vorstand unverändert einen Auftragseingang im Bereich zwischen EUR 295 Mio. und EUR 305 Mio. und für den Umsatz eine Bandbreite zwischen EUR 285 Mio. und EUR 295 Mio. Für das EBIT vor Sondereinflüssen geht der Vorstand, abhängig von der Umsatzrealisierung und dem Umsatzmix, von einem Wert zwischen EUR 3,5 Mio. und EUR 7,5 Mio. aus.

* Sondereinflüsse: außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen, Ergebnisse aus der Veräußerung von Anlagevermögen, Restrukturierungsaufwand, Ergebnisbelastungen aus Portfolioaktivitäten

R. Stahl AG

R. STAHL ist weltweit führender Anbieter von elektrischen und elektronischen Produkten und Systemen für den Explosionsschutz. Sie verhindern in gefährdeten Bereichen Explosionen und tragen so zur Sicherheit von Mensch, Maschine und Umwelt bei. Das Spektrum reicht von Aufgaben wie Schalten/Verteilen, Installieren, Bedienen/Beobachten, Beleuchten, Signalisieren/Alarmieren bis hin zum Automatisieren. Typische Anwender sind die Öl- & Gasindustrie, die chemische und pharmazeutische Industrie sowie Nahrungs- und Genussmittelbranche. 1.788 Mitarbeiter erwirtschafteten 2016 weltweit einen Umsatz von EUR 286,6 Mio.

Die Aktien der R. STAHL AG werden im Regulierten Markt/Prime Standard der Deutschen Börse gehandelt (ISIN DE000A1PHBB5).

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