QIAGEN und britische Veterinary Laboratories Agency erweitern Partnerschaft in der veterinärmedizinischen Testung

Neue Vereinbarung umfasst weit verbreitete bakterielle Infektionen bei Pferden

(PresseBox) ( Venlo, Niederlande, )
QIAGEN (NASDAQ: QGEN; Frankfurt, Prime Standard: QIA) hat heute eine Erweiterung der strategischen Partnerschaft mit der Veterinary Laboratories Agency (VLA) im Vereinigten Königreich bekannt gegeben. Die VLA ist eines der weltweit führenden Forschungsinstitute auf dem Gebiet der Veterinärwissenschaft. Im Zuge der Vereinbarung hat QIAGEN die exklusiven Rechte zur Vermarktung von drei neuen Tests zum Nachweis von weit verbreiteten bakteriellen Infektionskrankheiten bei Pferden erhalten. Die Verfahren basieren auf der PCR-Testtechnologie. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.

Die neuen Tests wurden gemeinsam mit der VLA entwickelt und durch das Institut validiert. Sie erlauben den Nachweis von drei unterschiedlichen bakteriellen Zielen: Streptococcus equi, Klebsiella pneumonia und Pseudomonas aeruginosa.

Das erste Ziel, das Bakterium Streptococcus equi, ist die primäre Ursache von Druse, einer Infektionserkrankung der Atemwege beim Pferd. Die Krankheit führt zu Gewichtsverlust, ruft Schwellungen und Abszesse hervor und weist eine Mortalitätsrate von bis zu 10 Prozent auf. Es ist eine der am weitesten verbreiteten Infektionskrankheiten bei Pferden und kann mehrere Monate lang anhalten. Die Erkrankung kann erhebliche wirtschaftliche Schäden durch Behandlungskosten sowie Einschränkungen bei der Nutzung der Tiere verursachen. Klebsiella pneumoniae und Pseudomonas aeruginosa verursachen equine Metritis (EM), eine Infektion des Genitaltraktes von Stuten, die üblicherweise durch sexuellen Kontakt übertragen wird. Die Erkrankung ist hoch ansteckend und hat negative Auswirkungen auf die Fertilität der Stuten. Hieraus resultieren große Probleme für Vollblutzüchter, da diese dazu verpflichtet sind, ihre Stuten natürlich decken zu lassen.

Ein zuverlässiges und schnelles Screening von Pferden auf Erreger der EM vor der Deckung, sowie die schnelle Diagnose von Druse und EM sind notwendig, um die weitere Übertragung zu verhindern, Ausbrüche einzudämmen und eine frühe Behandlung mit Antibiotika zu ermöglichen. "Molekulare Technologien sind in der Veterinärmedizin bereits Mittel der Wahl, wenn es um den Nachweis von vielen kostspieligen viralen Erkrankungen wie der Bovinen Virusdiarrhoe oder der Blauzungenkrankheit geht. Nun beobachten wir auch im Bereich der bakteriellen Infektionen eine steigende Nachfrage nach modernen molekularen Technologien, die einen schnellen und zuverlässigen Nachweis der Erreger ermöglichen", erläutert Simone Gauch, Senior Global Marketing Director Applied Testing bei QIAGEN. "Die Erweiterung unserer Partnerschaft mit der VLA wird dabei helfen, unser Produktangebot in diesem Segment weiter zu stärken und unseren Kunden weltweit den Zugang zu diesen fortschrittlichen Technologien zu ermöglichen."

Die neuen Testverfahren ergänzen QIAGENs bestehende cador Produktlinie von molekularen Testverfahren für Tiererkrankungen. Diese Verfahren zeichnen sich im Vergleich zu traditionellen Testmethoden wie Bakterienkulturen oder Immunodiagnostika durch eine höhere Sensitivität aus. QIAGENs bestehendes Portfolio außerhalb der USA umfasst bereits einen PCR-basierten Test für Taylorella equigenitalis als Erreger der kontagiösen equinen Metritis. Im Zuge der Vereinbarung plant QIAGEN, den Test für den Nachweis weiterer bakterieller Erreger anzupassen, die zur Unfruchtbarkeit bei Pferden führen, einschließlich Klebsiella pneumoniae und Pseudomonas aeruginosa. Die Technologie ist kompatibel mit QIAGENs Echtzeit PCR-Detektionsplattform Rotor-Gene Q und kann potenziell Bakterienkulturen ersetzen, die aktuell zur eindeutigen Diagnose der equinen Metritis notwendig sind.

"QIAGEN hat sich als ein zuverlässiger und wertvoller Partner mit starken Vertriebskanälen und einer globalen Marketingreichweite erwiesen", sagte Andrew Soldan, Commercial Programme Manager bei der VLA. "Wir freuen uns darauf, diese Partnerschaft zu erweitern, um internationalen Veterinärlaboratorien den Zugang zu diesen fortschrittlichen Technologien zu erleichtern und auf diese Weise effektiv einige der gefährlichsten und kostspieligsten Tierseuchen zu bekämpfen."

QIAGEN und die VLA haben ihre strategische Partnerschaft im Jahr 2006 geschlossen. Seitdem hat QIAGEN unterschiedliche PCR-basierte Testverfahren für den Nachweis von Infektionskrankheiten bei Nutztieren auf den Markt gebracht. Diese umfassen ein Testverfahren für den Nachweis des Erregers der Bovinen Virusdiarrhoe, das eine wichtige Rolle im nationalen Eradikationsprogramm in der Schweiz gespielt hat. In 2007 wurde QIAGEN mit dem "Best Licensing Deal of the Year" Preis ausgezeichnet, der vom renommierten Fachmagazin Animal Pharm vergeben wird.

QIAGEN ist der weltweit führende Anbieter von molekularen Probenvorbereitungs- und Testtechnologien für die veterinärmedizinische Testung. Experten schätzen, dass der weltweite Markt für Veterinärtestung im Jahr 2009 ein Volumen von 1,5 Milliarden US$ überschreiten wird. Molekulare Probenvorbereitungs- und Testtechnologien machen etwa 300 Millionen US$ der weltweiten Umsätze in diesem Bereich aus und wachsen im Schnitt um 20 % jährlich.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen beziffert den weltweiten Bestand an Pferden für das Jahr 2007 auf über 58 Millionen Tiere.

Über die VLA

VLA ist eine ausführendes Organ des Britischen Ministerium für Umwelt, Lebensmittel und ländliche Angelegenheiten (Defra = Department for Environment Food and Rural Affairs) und stellt ein regionales Netzwerk von 16 Laboratorien dar. Die Agentur ist eine der weltweit größten Einrichtungen für Forschung und diagnostische Testverfahren seiner Art. Sein Ziel ist die Sicherstellung der Gesundheit der Öffentlichkeit und der Tiere durch eine erstklassige Forschungsarbeit und die Überwachung von Nutztieren. VLA ist eines der weltweit renommiertesten Referenzlabore für eine große Anzahl unterschiedlicher Erkrankungen bei Nutztieren. Weitere Informationen über die VLA finden Sie unter http://www.vla.gov.uk/.

Bei den Angaben in dieser Pressemitteilung, die keine historischen Tatsachen sind (einschließlich von Angaben über unsere Produkte, Märkte, Strategien und Betriebsergebnisse), handelt es sich um vorausschauende Angaben. Diese Angaben beruhen auf aktuellen Erwartungen, die auch Risiken und Unsicherheiten beinhalten, einschließlich von, jedoch nicht nur, solchen, die in Zusammenhang stehen mit: dem Management von Wachstum und internationalem Geschäft (wie unter anderem von Währungsschwankungen und Logistik), der Schwankung unserer Betriebsergebnisse, der geschäftlichen Entwicklung unserer Märkte (einschließlich angewendeter Testverfahren, klinischer und akademischer Forschung, Proteomik, Frauenheilkunde, HPV-Testverfahren, Molekulardiagnostik, personalisierte Medizin und Begleitdiagnostika), unseren Beziehungen mit Kunden, Lieferanten und strategischen Partnern, dem Wettbewerb, technologischen Veränderungen, Nachfragefluktuationen, regulatorischer Anforderungen, der Identifizierung, Entwicklung und Herstellung von integrierten Produkten, die sich von denen unserer Konkurrenten abheben, der Marktakzeptanz für unsere Produkte und der Integration von erworbenen Technologien und Unternehmen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unseren bei der SEC eingereichten Dokumenten einschließlich unseres letzten 20-F Report. Die Informationen in dieser Pressemitteilung gelten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Wir übernehmen, soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben keinerlei Verpflichtung zur Aktualisierung dieser Informationen.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.