QIAGEN tritt CANCER-ID Konsortium für Flüssigbiopsie-Workflows bei

Öffentlich-private Partnerschaft strebt Standardisierung und klinische Validierung blutbasierter Biomarker an

Hilden, Deutschland / Germantown, Maryland (USA), (PresseBox) - QIAGEN N.V. (NASDAQ: QGEN; Frankfurt Prime Standard: QIA) gab heute seinen Beitritt zu CANCER-ID bekannt, einem öffentlich-privaten Konsortium, das sich die Entwicklung von Standardprotokollen und die klinische Validierung blutbasierter Biomarker bei Lungen- und Brustkrebs zum Ziel gesetzt hat.

Flüssigbiopsien ermöglichen die Behandlung und Überwachung von Krebserkrankungen durch den Nachweis zirkulierender Tumorzellen und tumorspezifischer Nukleinsäuren in Blutproben. Ihr rasant zunehmender Einsatz weckt den Bedarf an standardisierten Methoden und Workflows, um unzuverlässige oder sogar falsche Analyseergebnisse, wie zum Beispiel verzerrte Sequenzierdaten, zu vermeiden. Das CANCER-ID Konsortium, das sich aus 36 Partnern aus 13 Ländern zusammensetzt, ist ein Projekt der europäischen Innovative Medicines Initiative (IMI), das im Rahmen seiner Arbeit an der beschleunigten Entwicklung besserer und sichererer Medikamente für Patienten auch klinische Studien zu Flüssigbiopsiemethoden durchführen wird.

„QIAGEN freut sich, als Teil von CANCER-ID an der Entwicklung von Standards und der Durchführung klinischer Validierungen mitwirken und so die großflächige Einführung zuverlässiger Molekularanalysen von Flüssigbiopsien unterstützen zu können. Personalisierte Medizin bietet lebensrettende genomische Erkenntnisse, und blutbasierte Biomarker haben das Potenzial, die Diagnose und Patientenüberwachung durch einen erheblich einfacheren Zugriff grundlegend zu verändern“, erklärte Markus Sprenger-Haussels, Senior Director und Head of Sample Technologies Life Sciences.

„Die Schaffung standardisierter Methoden für Flüssigbiopsien sowie die Festlegung von Standards für Sample-to-Insight-Workflows sind Grundvoraussetzungen für den Routineumgang mit Proben von höchster Qualität, ihre Prozessierung und Verbindung zu analytischen Tests, die für die Gewinnung wertvoller Erkenntnisse von wesentlicher Bedeutung sind. Als Pionier in der Entwicklung von Probentechnologien für die Flüssigbiopsie freuen wir uns darauf, QIAGENs Erfahrung mit unseren Kollegen bei CANCER-ID zu teilen und ein breites Angebot an Lösungen anzubieten, die die Behandlungsergebnisse für Krebspatienten verbessern können.“

Prof. Dr. Klaus Pantel, Direktor des Instituts für Tumorbiologie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und wissenschaftlicher Koordinator des Konsortiums, erklärte: „Wir begrüßen die Beteiligung von QIAGEN, die Maßstäbe bei der Probenverarbeitung und bei molekularen Testlösungen setzt und auf eine lange Reihe von Erfolgen zurückblicken kann. CANCER-ID ist ein hervorragendes Beispiel für eine öffentlich-private Partnerschaft, die einen gemeinsamen Forschungsansatz zur Entwicklung neuartiger Konzepte für die moderne Krebstherapie ermöglicht. Das Konsortium bringt ein großes, erfahrenes Team von Experten aus der akademischen und klinischen Forschung, innovative kleine und mittelgroße Unternehmen sowie Unternehmen aus den Bereichen Diagnostik und Pharmazeutik zusammen. Somit geht es weit über die üblichen ‚One-on-One-Kooperationen‘ zwischen Industrie und akademischer Forschung hinaus.“

Die Flüssigbiopsie ist ein vielversprechender Ansatz für eine Reihe von klinischen Applikationen, inklusive der Früherkennung von Krankheiten bei Patienten, bei denen eine chirurgische Biopsie nicht angebracht ist oder wenn wiederholte Tests zur Überwachung von Veränderungen der Erkrankung erforderlich sind. Doch die Protokolle für die Anwendung von Flüssigbiopsien weichen aktuell stark voneinander ab, und auch die Entnahme blutbasierter Biomarker ist bislang noch nicht standardisiert. Diese Bedarfe müssen aber adressiert werden, da Unterschiede bei den Techniken zur Probenverarbeitung zu wesentlichen Veränderungen der Nukleinsäureprofile und genomischen Verzerrungen bei der anschließenden Sequenzierung führen können. CANCER-ID plant die Entwicklung von Standards für Flüssigbiopsie-Workflows bei Brust- und Lungenkrebs, die die Downstream-Anwendungen, zum Beispiel Analysen durch Next-Generation-Sequencing (NGS) und Polymerase-Kettenreaktion (PCR), verbessern sollen. Das Konsortium beteiligt sich außerdem an klinischen Studien zur Validierung des Einsatzes von Flüssigbiopsien bei der Ermittlung relevanter Biomarker für Krebs.

QIAGEN ist das einzige Unternehmen, das Forschern im Bereich Grundlagenforschung und klinische Forschung Sample-To-Insight-Lösungen für alle drei aufkommenden Ansätze der Flüssigbiopsie – zirkulierende, zellfreie Nukleinsäure; zirkulierende Tumorzellen und Exosome – zur Verfügung stellt. Zu den neuartigen Workflows von QIAGEN zählen als Goldstandard das QIAamp® Circulating Nucleic Acid Kit, für die manuelle Extraktion zirkulierender, zellfreier Nukleinsäure; das QIAseq® cfDNA All-in-One Kit, das die Extraktion zellfreier DNA und die Bibliotheksvorbereitung kombiniert; das PAXgene® Blood ccfDNA-System für die Vollblutentnahme und Stabilisierung zirkulierender, zellfreier DNA bei Raumtemperatur; die AdnaTest®-Produkte für Krebstests zur Anreicherung und molekularen Charakterisierung zirkulierender Tumorzellen; das GeneRead® QIAact Actionable Insights Tumor Panel als erstes Produkt mit einer kompletten NGS-Lösung für die Analyse von Flüssigbiopsien oder FFPE-Tumorgewebeproben; und QIAGEN Clinical Insight™, eine Bioinformatik-Lösung mit Unterstützung durch von Experten kuratierte und proprietäre Wissensdatenbanken. Weitere Informationen über diese Technologien finden Sie unter www.qiagen.com.

Über die Innovative Medicines Initiative (IMI)         

Die Innovative Medicines Initiative (IMI) verfolgt das Ziel, die Entwicklung neuer Medikamente und deren Verfügbarkeit besonders in Bereichen mit einem hohen ungedeckten medizinischen oder sozialen Bedarf zu beschleunigen. Sie fördert dazu die Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Branchen wie der Pharmaindustrie, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Patientenorganisationen, Arzneimittelbehörden und anderen in der Gesundheitsforschung aktiven Interessengruppen.

Die IMI ist eine Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und der europäischen pharmazeutischen Industrie, vertreten durch den europäischen Dachverband der pharmazeutischen Industrie, EFPIA (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations). Im Zeitraum von 2014 bis 2024 stehen der Initiative durch das Förderprogramm IMI2 insgesamt 3,3 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Budget stammt zur Hälfte aus Horizont 2020, dem EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation. Die andere Hälfte wird von großen, hauptsächlich pharmazeutischen Unternehmen getragen. Sie erhalten selbst keine Mittel der EU, sondern unterstützen die Projekte in Form von Sachleistungen, wie beispielsweise Laborkapazitäten und Arbeitszeit von Mitarbeitern.

Die Forschung, durch die diese Erfolge zustande kamen, wurde von der gemeinsamen Unternehmung der Innovative Medicines Initiative unter der Förderungsvereinbarung Nr. [115749] unterstützt, deren Ressourcen aus dem 7. Rahmenprogramm der Europäischen Union (FP7/2007–2013) sowie den Sachleistungen der EFPIA-Unternehmen bestehen. www.imi.europa.eu

Einige der Angaben in dieser Pressemitteilung können im Sinne von Paragraph 27A des U.S. Securities Act (US-Aktiengesetz) von 1933 in ergänzter Fassung und Paragraph 21E des U.S. Securities Exchange Act (US-Aktienhandelsgesetz) von 1934 in ergänzter Fassung als zukunftsgerichtete Aussagen („forward-looking statements") gelten. Soweit in dieser Meldung zukunftsgerichtete Aussagen über QIAGENs Produkte, Kollaborationen, Märkte, Strategie und operative Ergebnisse gemacht werden, einschließlich aber nicht begrenzt auf die zu erwartenden Ergebnisse für den bereinigten Nettoumsatz und den bereinigten verwässerten Gewinn, geschieht dies auf der Basis derzeitiger Erwartungen und Annahmen, die mit vielfältigen Unsicherheiten und Risiken verbunden sind. Dazu zählen unter anderem: Risiken im Zusammenhang mit Wachstumsmanagement und internationalen Geschäftsaktivitäten (einschließlich Auswirkungen von Währungsschwankungen und der Abhängigkeit von regulatorischen sowie Logistikprozessen), Schwankungen der Betriebsergebnisse und ihre Verteilung auf unsere Kundengruppen, die Entwicklung der Märkte für unsere Produkte an Kunden in der Akademischen Forschung, Pharma, Angewandte Testverfahren und Molekulare Diagnostik; Veränderung unserer Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und strategischen Partnern, das Wettbewerbsumfeld, schneller oder unerwarteter technologischer Wandel, Schwankungen in der Nachfrage nach QIAGEN-Produkten (einschließlich allgemeiner wirtschaftlicher Entwicklungen, Höhe und Verfügbarkeit der Budgets unserer Kunden und sonstiger Faktoren), Möglichkeit die regulatorische Zulassung für unsere Produkte zu erhalten, Schwierigkeiten bei der Anpassung von QIAGENs Produkten an integrierte Lösungen und die Herstellung solcher Produkte, die Fähigkeit des Unternehmens neue Produktideen zu entwickeln, umzusetzen und sich von den Produkten der Wettbewerber abzuheben sowie vor dem Wettbewerb zu schützen, Marktakzeptanz neuer Produkte und die Integration akquirierter Geschäfte und Technologien. Weitere Informationen finden Sie in Berichten, die QIAGEN bei der U.S. Securities and Exchange Commission (US-Börsenaufsichtsbehörde) eingereicht hat. Diese Mitteilung gibt ausschließlich die Sichtweise QIAGENs wieder. IMI, die Europäische Union, EFPIA und jegliche dazugehörige Partner übernehmen keine Verantwortung für den Gebrauch der darin enthaltenen Informationen.

QIAGEN N.V.

QIAGEN N.V., eine niederländische Holdinggesellschaft, ist der weltweit führende Anbieter von Komplettlösungen zur Gewinnung wertvoller molekularer Erkenntnisse aus biologischen Proben. Die Probentechnologien von QIAGEN ermöglichen die Aufreinigung und Verarbeitung von DNS, RNS und Proteinen aus Blut, Gewebe und anderen Stoffen. Testtechnologien machen diese Biomoleküle sichtbar und bereit zur Analyse. Bioinformatik-Lösungen und Wissensdatenbanken helfen bei der Interpretation von Daten zur Gewinnung relevanter und praktisch nutzbarer Erkenntnisse. Automationslösungen integrieren diese zu nahtlosen und kosteneffizienten molekularen Test-Workflows. QIAGEN stellt diese Workflows weltweit mehr als 500.000 Kunden aus den Bereichen Molekulare Diagnostik (Gesundheitsfürsorge), Angewandte Testverfahren (Forensik, Veterinärdiagnostik und Lebensmittelsicherheit), Pharma (pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen) sowie Forschung (Life Sciences) zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte QIAGEN weltweit rund 4.700 Mitarbeiter an über 35 Standorten. Weitere Informationen über QIAGEN finden Sie unter http://www.qiagen.com.

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