War Snapchat der Startschuss zum Jahr der Unicorn-IPOs?

Düsseldorf, (PresseBox) - .
- PwC-Analyse zu Tech-IPOs im ersten Quartal: Snap und Mule widerlegen die These, dass Milliarden-Startups die Börse nicht brauchen
- Allein in den USA gibt es derzeit mehr als 100 weitere Tech-Unicorns
- Darum dürften bald die nächsten spektakuläre Börsendebüts folgen
- Während der IPO-Markt in USA und China rundläuft, erlebt Europa ein Desaster  

Nachdem sich die großen Tech-Startups zuletzt fast ausschließlich jenseits der Börse finanzierten, könnte 2017 zum Jahr der Unicorn-IPOs werden. Darauf zumindest deuten die erfolgreichen Börsengänge der US-„Einhörner“ Snap – das ist Firma hinter dem Messaging-Dienst Snapchat – und Mulesoft hin. Nach PwC-Berechnungen vereinten die beiden Unternehmen im ersten Quartal spektakuläre 70 Prozent der globalen IPO-Erlöse im Technologiesektor auf sich.

„Allein in den USA gibt es zurzeit mehr als 100 Unicorns, also Technologiefirmen wie Uber oder Airbnb, die bereits vor dem Börsengang auf eine Bewertung von teils weit mehr als einer Milliarden Dollar kommen. Dank gewaltiger privater Funding-Summen konnten diese Startups ihren Börsengang in den vergangenen Jahren immer weiter nach hinten schieben. Nun allerdings mehren sich die Zeichen, dass in vielen Fällen die Zeit für einen IPO reif ist“, sagt Christoph Gruss, Partner im Bereich Capital Markets & Accounting Advisory Services bei PwC.

Folgen Uber, Airbnb und Dropbox dem Beispiel von Snapchat?

Insgesamt gingen im ersten Quartal weltweit 18 Technologieunternehmen an die Börse. Das waren fast doppelt so viele wie im Vorquartal, in dem sich nur zehn Tech-Firmen aufs Parkett wagten. Die Emissionserlöse legten ebenfalls kräftig auf 5,8 Milliarden US-Dollar zu (Q4 2016: 1,7 Milliarden US-Dollar / Q1 2016: 0,8 Milliarden US-Dollar). Dabei spielte Snap 3,9 Milliarden US-Dollar ein – der größte Börsengang weltweit seit der Erstnotiz des chinesischen Internethändlers Alibaba 2014. Der Softwarekonzern Mulesoft kam auf einen Erlös von 221 Millionen US-Dollar.

„Speziell das Parkettdebüt von Snap belegt eindrucksvoll, welches Potenzial Börsengänge innovativer Technologie-Anbieter für Investoren haben – insbesondere im aktuellen Niedrigzinsumfeld. Das wird den Kapitalmarkt in den USA beflügeln und zahlreiche weitere Tech-Anbieter zu ihrem Börsendebüt ermutigen“, kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC. Zu den potenziellen Kandidaten für einen IPO in den nächsten ein bis zwei Jahren zählt er neben Uber und Airbnb zum Beispiel auch Dropbox.

Flaute im europäischen IPO-Markt

Ähnliche Impulse wie in den USA täten auch dem europäischen IPO-Markt gut – denn dort verlief das erste Quartal enttäuschend: Nach einem starken Jahr 2016, in dem zehn europäische Unternehmen den Gang an die Börse schafften, traute sich zwischen Januar und März kein einziger europäischer Tech-Anbieter aufs Parkett. „Europa erlebt 2017 ein Super-Wahljahr, in dem unter anderem die Niederlande, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Norwegen wählen. Das sorgt für politische Unsicherheit und lässt Tech-Konzerne mit Börsenambitionen zögern“, so Ballhaus.

Erstnotizen chinesischer Tech-Firmen steigen wieder

Erstarkt zeigten sich die chinesischen Tech-Unternehmen: Nach einem schwachen Schlussquartal 2016 fanden 12 der insgesamt 18 Tech-IPOs im ersten Quartal 2017 an chinesischen Börsen statt. Sie spielten insgesamt 1,2 Milliarden US-Dollar ein. „Die chinesische Börsenaufsicht hat die Bedingungen für Börsengänge gelockert, um den Rückstau langsam aufzulösen. Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Erstnotizen chinesischer Technologiefirmen im laufenden Jahr ein Rekordhoch erreichen wird“, prognostiziert Christoph Gruss.

Die Studie finden Sie hier zum kostenlosen Download: http://www.pr-newscenter.com/public/file.php?id=1754286&file=q1-2017-global-tech-ipo-review.pdf

PricewaterhouseCoopers AG

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 223.000 Mitarbeiter in 157 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei.

Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure.

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