Studie: Digitale Vernetzung eröffnet Förderbanken neues Geschäftspotenzial

Förderbanken verlagern Geschäftsmodell auf digitale Kanäle / FinTechs streben mit digitalen Förderangeboten auf den Markt / Endkunden verändern durch Digitalisierung ihre Erwartungen

Düsseldorf, (PresseBox) - Förderbanken sollten ihre digitale Präsenz massiv verstärken, technologische Innovationen einführen und sich vermehrt mit Finanzierungspartnern vernetzen, um auf die veränderten, digitalen Kundenbedürfnisse eingehen zu können. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Metastudie „Förderbanken 2020 – Digitale Transformation“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Förderbanken stehen im Zuge der Digitalisierung vor weitreichenden Herausforderungen: Neben technologischen Neuheiten müssen sie sich auch mit einem veränderten Kundenverhalten auseinandersetzen. Beispielsweise findet die klassische Bankberatung in Filialen vor Ort in der Regel nur noch bei großen finanziellen Entscheidungen statt. Im digitalen Zeitalter steht dagegen das Online-Banking immer mehr im Fokus: Im vergangenen Jahr lag der Anteil der deutschen Nutzer des Online-Bankings bei 46 Prozent. 2004 waren es nur 16 Prozent.

Förderbanken sollten sich verstärkt mit Hausbanken vernetzen

Ein wichtiges Handlungsfeld, in dem Förderbanken aktiv werden sollten, sind laut Studie die digitalen Vernetzungen, die es zu verstärken gilt. „Neues Geschäftspotenzial wird schneller erschlossen, wenn sich Förderbanken mit Hausbanken oder Finanzierungspartnern über Schnittstellen, sogenannten Application Programming Interfaces, vernetzen“, sagt Rainer Wilken, Partner bei PwC. „Dadurch wird eine nahtlose Verbindung, zum Beispiel von externen FinTech-Datenbanken und Förderbank-internen Systemen, möglich. Durch diesen digitalen Zusammenschluss können unter anderem Daten zur Bonitätsprüfung ausgetauscht werden.“ Kooperationen mit FinTechs können ebenfalls Geschäftsfelder eröffnen, da diese bereits mit digitalisierten Angeboten und neuen Geschäftsmodellen auf den Markt streben, etwa mit Angeboten zur Prozessoptimierung oder mit Plattformen, auf denen Finanzierungsvorhaben von Unternehmen mit Finanzierungsangeboten von Banken zusammengeführt werden.

Technologische Innovationen sind zu implementieren

Ein weiterer wichtiger Punkt, um sich auf dem veränderten Markt zu positionieren, ist die Einführung von technologischen Innovationen. Dazu zählen Technologien zur automatisierten Anlageberatung (Robo-Advice), zur Prozessautomatisierung durch Software (Robotic Process Automation/RPA) sowie zur Stärkung der Cyber-Sicherheit (Cyber-Resilience). Sie werden laut Studie als Neuerungen von höchster Relevanz für Förderbanken identifiziert. „Bei RPA werden standardisierte, immer wiederkehrende Arbeitsschritte von Computern übernommen“, sagt Rainer Wilken. „Förderbanken sollten solche Technologien zwingend implementieren, um auch in Zukunft reibungslos mit den Finanzierungspartnern zusammenarbeiten zu können.“

Förderbanken werden durch Online-Abschlusskanäle unabhängiger

Das setzt auch voraus, dass Förderbanken ihre digitale Präsenz massiv verstärken und den Kunden einen innovativen Online-Auftritt anbieten. Dazu sollten unter anderem Video- oder Chatberatungen und eigene Online-Abschlusskanäle gehören. Über diese Services können Kunden Förderprodukte beantragen und in einem nächsten Schritt mit Finanzprodukten über die Filialbank kombinieren.

„Damit werden die Förderbanken unabhängiger und rücken – digital – näher an die Bedürfnisse des Endkunden heran“, sagt Rainer Wilken. „Entscheidend wird in Zukunft sein, auf welchen Kanälen die Förderbank präsent ist und wie sie vom Kunden wahrgenommen wird. Da der Kunde nicht mehr über eine persönliche Beziehung eingebunden werden kann, wird das Kunden- und Fördererlebnis immer wichtiger.“

Zur Studie:

Die Studie „Förderbanken 2020 – Digitale Transformation“ ist eine Metastudie, für die Datenmaterial und Erkenntnisse bereits publizierter Studien ausgewertet wurden. Aus diesen Ergebnissen wurden konkrete, aktuelle Herausforderungen und Handlungserfordernisse in Form von Thesen abgeleitet, denen sich Förderbanken gegenübersehen. Ausgehend von vielen singulären Teilergebnissen ergibt sich so ein kohärentes Bild der spezifischen Aufgaben für Förderbanken.

Ein Interview zum Thema sowie die vollständige Studie zum Download erhalten Sie unter: www.pwc.de/foerderbanken2020

PricewaterhouseCoopers AG

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 223.000 Mitarbeiter in 157 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei.

Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure

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