PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 120450 (Phoenix Mecano Management AG)
  • Phoenix Mecano Management AG
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  • 8302 Kloten
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  • Ansprechpartner
  • Benedikt Goldkamp
  • +41 (43) 2554-255

Phoenix Mecano 1. Halbjahr 2007

Solide Entwicklung im Kerngeschäft / Umsatz wächst zweistellig: +13% / Betriebsergebnis trotz negativer Einmaleffekte über Vorjahr: +1.4% / Integration der hinzuakquirierten Leonhardy MCT verläuft planmässig

(PresseBox) (Kloten, ) Der konsolidierte Bruttoumsatz der Phoenix Mecano Gruppe wuchs im ersten Halbjahr 2007 um 13% auf € 203 Mio. gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 in Höhe von € 179,7 Mio. Bereinigt um Veränderungen im Konsolidierungskreis betrug das Wachstum 9,9%. In Lokalwährungen betrug die Steigerung 13,9%. Der Auftragseingang im Berichtszeitraum stieg um 8,0% auf € 201,1 Mio.

Das Betriebsergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,4% von € 21,4 Mio. auf € 21,7 Mio. Die Betriebsergebnismarge liegt somit bei 10,7% nach 11,9% im Vorjahr. Die leichte Verwässerung der Marge ist einerseits auf Kosten im Zusammenhang mit der Verlagerung einer Fertigungsstätte von Deutschland nach Tunesien zurückzuführen. Andererseits führten in der Sparte Mechanische Komponenten geplante Produktanlaufkosten sowie die überproportionale Entwicklung im margenschwachen US-Markt zu einer Verringerung der Betriebsmarge. Eine spürbare Verbesserung dieser Margensituation ist nach Abschluss der laufenden Massnahmen für 2008 geplant.

Die gestiegenen Rohmaterialkosten konnten teilweise an die Abnehmer weitergegeben werden. Ausserdem werden laufend Massnahmen zur Produktivitätssteigerung umgesetzt. So wurde im ersten Halbjahr 2007 eine neue Fabrik für ELCOM/EMS in Tunesien aufgebaut. Die neue Fabrik für Aluminiumdruckgussfertigung in Indien läuft auf vollen Touren. In Shanghai/VR China wird die bestehende Fertigungsfläche derzeit verdoppelt. In Ungarn wird in den kommenden Wochen ein zuvor an Dritte vermietetes Objekt für die eigene Produktion umgestaltet und in Betrieb genommen. Neue Büros und Tochtergesellschaften wurden in Moskau, Dubai sowie in verschiedenen chinesischen Provinzen eingerichtet. In der Türkei ist eine eigene Tochtergesellschaft in Planung.

Der betriebliche Cashflow der Gruppe stieg um 1% von € 29,4 Mio. auf € 29,7 Mio.

Das Periodenergebnis nach Steuern betrug € 16,1 Mio. nach € 16,9 Mio. im Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Steuerquote im laufenden Jahr auf 25,1% beläuft. Im Vorjahr lag sie, bedingt durch einen Einmaleffekt, bei lediglich 5,5%. Den Verlust aus dem Finanzergebnis konnte die Gruppe hingegen durch eine Reduzierung der Fremdver-schuldung deutlich abbauen. Im zweiten Halbjahr 2007 erwartet die Gruppe wegen der anstehenden Steuerreform in Deutschland einen positiven Einmaleffekt bei den latenten Steuern von rund € 1 Mio. Die Nettoverschuldung konnte trotz der fremdfinanzierten Akquisition der Leonhardy MCT-Gruppe, der um 50% erhöhten Dividendenzahlung sowie laufender Investitionen in Fertigungsanlagen und Lagerbestände zur Stützung des organischen Wachstums im Vorjahresvergleich um € 3 Mio. auf € 17 Mio. reduziert werden.

Entwicklung der Sparten

Der Bereich Gehäusetechnik steigerte den Umsatz in der Berichtsperiode um 13,1% von € 71,7 Mio. auf € 81,1 Mio. Wichtigste Stützen waren die deutsche Exportkonjunktur sowie branchenspezifisch ein überproportionales Wachstum in den Märkten für erneuerbare Energien (z.B. Windkraft) und Oil & Gas. Auf Produkteebene wurde das höchste Wachstum mit Edelstahlanwendungen erreicht. Diese kommen als explosionsgeschützte Gehäuse in Ölförderanlagen wie auch in der Nahrungsmittel- und Chemieindustrie zum Einsatz. Der Betriebsgewinn dieser hochprofitablen Sparte stieg überproportional um 18,1% von € 14,9 Mio. auf € 17,6 Mio. Dazu trug im laufenden Jahr erstmalig die neu in Betrieb genommene Fabrikationsanlage für Aluminiumdruckgussgehäuse in Indien bei.

Der Bereich ELCOM/EMS steigerte den Umsatz um 20% von € 36,9 Mio. auf € 44,3 Mio. Das organische Wachstum betrug 4,9%. Dazu trug die per 1.1.2007 erstmals konsolidierte Leonhardy MCT Gruppe 15,1% bei. Das Betriebsergebnis stieg um 15,6% von € 4,5 Mio. auf € 5,2 Mio. Bedingt durch Integrationskosten sowie durch den Aufbau einer neuen Fabrikationsstätte für Anschlussklemmen und Steckverbinder in Tunesien sowie einmalige Lagerbereinigungskosten in Tunesien sank die Betriebsergebnismarge wie geplant temporär von 12,2% auf 11,7%. Nach Wegfall dieser Einmaleffekte ab 2008 erwarten wir eine leichte Verbesserung der Marge. Der europäische Markt zeigt sich für diese Sparte weiterhin in guter Verfassung, während in USA und Asien aufgrund der Dollarschwäche eine leichte Abschwächung resultierte.

Der Bereich Mechanische Komponenten steigerte den Umsatz um 9,2% von € 70,6 Mio. auf € 77,1 Mio. Sowohl das industrielle Geschäft (Rose&Krieger) als auch die Linearantriebe für die Möbel und Pflegeindustrie (Dewert) trugen zum Umsatzwachstum bei. Das Betriebsergebnis lag bei € 1,1 Mio. nach € 4,2 Mio. im Vorjahr. Ursächlich waren verschiedene Faktoren. Neben Rohmaterialpreissteigerungen und dem schwachen Dollar fielen im ersten Halbjahr erhöhte Kosten für Neuprodukteeinführungen an. Diese betreffen sowohl den Spitalbetten- und Patientenlifterbereich als auch neue Produkte für die Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik. Zudem wuchs das margenschwächere US-Geschäft überproportional, während der wichtige japanische Markt für Altenpflege sich nach der Revision des lokalen Pflegegesetzes nicht so rasch wie erwartet erholte. Wegen einer Reihe von Optimierungsprojekten in den Bereichen Einkauf und Supply-Chain-Management sowie dem Aufbau einer Fertigungsstätte in China für Möbelantriebe erwartet die Gruppe ab dem Jahr 2008 eine Verbesserung der Margensituation.

Ausblick

Das Geschäftsklima ist in den Regionen Europa und Asien aus Sicht der Phoenix Mecano Gruppe weiterhin stabil. Die leichte Eintrübung in USA und der schwache Dollar dürften den Geschäftsverlauf von Phoenix Mecano in den kommenden Monaten nicht stark beeinflussen. Der Wettbewerbsdruck in der Möbelindustrie wird voraussichtlich zunächst intensiv bleiben und nur geringfügigen Spielraum für notwendige Preiserhöhungen bieten.

Für das Jahr 2008 bietet das Optimierungspotential innerhalb des Bereiches Mechanische Komponenten, bedingt durch einmalige Kosten für die Einführung neuer Produkte in den Segmenten Hospitalmöbel und Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik, Spielraum für überproportionale Ergebnissteigerungen.

Aufgrund der breiten Aufstellung in allen wichtigen Wirtschaftsregionen und der ständig weiterentwickelten Produktpalette und Produktionsinfrastruktur blickt die Phoenix Mecano Gruppe allerdings zuversichtlich nach vorne.

Phoenix Mecano Management AG

Phoenix Mecano produziert und vertreibt technische Komponenten wie Gehäuse und elektrische Verstellmotoren für den Maschinenbau, die Industrieelektronik sowie den Medizintechnik- und Pflegebereich. Das wachstumsorientierte Technologieunternehmen ist seit 1988 an der SWX Swiss Exchange kotiert.