Kampf gegen erblich bedingten Darmkrebs

Marburger Mediziner erhält "Darmkrebs-Kommunikationspreis"

(PresseBox) ( Marburg, )
Als Auftakt zum "Darmkrebsmonat März" ist der Marburger Mediziner Dr. Ralph Schneider von der Klinik für Visceral-, Thorax- und Gefäßchirurgie mit dem "Darmkrebs-Kommunikationspreis" ausgezeichnet worden. Schneider erhielt den Preis für das Projekt "'Familiärer Darmkrebs' in Deutschland. Eine Analyse von Information, Beratung und Vorsorge in Familien mit Lynch-Syndrom".

"Mit einem Anteil von rund fünf Prozent aller Darmkrebserkrankungen ist das Lynch-Syndrom zwar die häufigste genetische Tumorerkrankung des Darms, doch die Betroffenen gehören zu einer in der Bevölkerung nicht sehr bekannten Gruppe", erklärte der Preisträger. "In diesem Bereich muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, damit Träger des mutierten Gens rechtzeitig erkannt und entsprechende präventive Maßnahmen ergriffen werden können."

Für eben diese Aufklärungsarbeit wurde Schneider am Donnerstag, dem 23. Februar 2012 im Rahmen des 30. Deutschen Krebskongresses in Berlin der "Darmkrebs-Kommunikationspreis 2011" verliehen. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wird gemeinsam von der Deutschen Krebsgesellschaft, der Stiftung "LebensBlicke" und der Roche Pharma AG vergeben; die Jury richtet sich bei der Auswahl nach der Kreativität des Ansatzes, den erzielten Ergebnissen - auch in Bezug auf Nachhaltigkeit und Modellhaftigkeit - sowie auf Bedeutung, Umsetzbarkeit und Multiplikatoreffekt.

Für Schneider ist die Auszeichnung sowohl Bestätigung für die bisherige Arbeit wie auch Motivation für weitere Forschungen: "Gemeinsam mit dem Regensburger Professor Dr. Alois Fürst, der unser Projekt initiiert und geleitet hat, und der Professorin Dr. Gabriela Möslein aus Bochum-Linden werde ich mich weiterhin mit dem Lynch-Syndrom beschäftigen, weil es uns sehr wichtig ist, das Bewusstsein von Ärzten und Patienten dafür zu steigern." Bei etwa 80 Prozent der vom Lynch-Syndrom Betroffenen entstehen Karzinome im Mast- bzw. Dickdarm, das Durchschnittsalter der Erkrankten liegt laut Studie bei 41,3 Jahren.

Originalpublikation:
R. Schneider et al.: „Familiärer Darmkrebs” in Deutschland. Eine Analyse von Information, Beratung und Vorsorge in Familien mit Lynch-Syndrom. DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2011; 136 (1/2): S. 17-22
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.