Geschlechterfrage bei Moos auf der Spur

Humboldt-Stipendiatin Prof. Dr. Linley Jesson forscht in Marburger Zellbiologie

(PresseBox) ( Marburg, )
Bis Ende Oktober 2015 ist die neuseeländische Zellbiologin Prof. Dr. Linley Jesson im Zuge eines Humboldt-Stipendiums an der Philipps-Universität Marburg zu Gast. Sie arbeitet in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stefan Andreas Rensing, in der die Genome von Moosen und anderen Landprlanzen erforscht werden. Jesson verwendet genetische Ansätze, um die Evolution der Geschlechtschromosomen bei Moosen zu untersuchen.

"Organismen weisen eine bemerkenswerte Vielfalt der Ausprägung von Sexualorganen auf, von hermaphroditischen Individuen, welche beide Fortpflanzungsorgane aufweisen, bis hin zu jenen, die strikt nach männlich und weiblich getrennt sind. In letzterem Falle findet oft eine Evolution von Geschlechtschromosomen statt. Dr. Jesson beschäftigt sich mit den genetischen Folgen dieser Evolution der Geschlechtschromosomen", erläutert Arbeitsgruppenleiter Rensing.

Prof. Dr. Linley Jesson hat an verschiedenen Projekten in Bezug auf pflanzliche Fortpflanzung gearbeitet, zum Beispiel zu den evolutionären Ursachen für verschiedene Blütenmuster, zur Effektivität der Blaubeerenbestäubung durch Bienen sowie zur Reproduktion der Moose. Nach ihrem Master an der University of Canterbury (Neuseeland) promovierte sie an der University of Toronto (Canada).

"Die Marburger empfinde ich als sehr hilfsbereit und freundlich", sagt die Forscherin, die ihren Aufenthalt in Marburg mit einem Deutschkurs begann, da sie zuvor keinerlei Deutschkenntnisse hatte. Linley Jesson schätzt neben der Forschungsarbeit an der Philipps-Universität sehr "die Stadt mit ihren vielen Annehmlichkeiten und dem großen Freizeitangebot".
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