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Pressemitteilung BoxID: 723004 (PEWO Energietechnik GmbH)
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E.ON, RÜTGERS Infratec und PEWO nehmen neue Fernwärmestation in Betrieb

Versorgung des Fernwärmenetzes in Castrop-Rauxel auf neue Basis gestellt

(PresseBox) (Elsterheide, ) E.ON Fernwärme, RÜTGERS Infratec und der Anlagenbauer PEWO haben heute in Castrop-Rauxel eine neue Fernwärmestation offiziell in Betrieb genommen. Johannes Beisenherz, Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel, Peter Gautsch, Geschäftsführer der PEWO Energietechnik GmbH, Markus Jirmann und Stefan Schipper, Geschäftsführer der RÜTGERS Infratec GmbH und Fritz Henjes, Geschäftsführer der E.ON Fernwärme GmbH, gaben gemeinsam vor Ort das Startsignal.

Die neue Anlage hat eine Wärmeleistung von rund 14 Megawatt (MW) und versorgt rund 230 Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Sportstätten zuverlässig mit Wärme. Der als Nebenprodukt anfallende Prozessdampf wurde bislang aufgrund seines niedrigen Drucks und der niedrigen Temperatur nur zu einem kleinen Teil im RÜTGERS Produktionsbetrieb weiterverwendet. Ein Großteil des Dampfes ging ungenutzt in die Atmosphäre. Durch die neu errichtete Heizzentrale wird dieser Dampf jetzt zur Einspeisung in das Fernwärmenetz genutzt. Eventuell fehlende Wärmemengen werden aus dem Dampfnetz von RÜTGERS als Niederdruck-Dampf der E.ON Fernwärme zur Verfügung gestellt.

Notwendig wird die neue Fernwärmestation durch die Abschaltung des E.ON-Kraftwerkes Knepper an der Stadtgrenze zu Dortmund zum Jahresende 2014. Der einzige noch in Betrieb befindliche Block C des Kraftwerks, der bislang auch die Fernwärme für Castrop-Rauxel lieferte, lässt sich unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht mehr wirtschaftlich betreiben. Mit dem Bau der neuen Fernwärmestation und der Bereitstellung von Wärme aus den Produktionsprozessen von RÜTGERS ist es gelungen, eine neue, innovative und zuverlässige Lösung für die Bereitstellung von Wärme im 18 Kilometer langen Rohrleitungsnetz zu finden.

"E.ON geht mit der Inbetriebnahme der Fernwärmestation in Castrop-Rauxel einen zukunftsweisenden Weg", sagte Fritz Henjes, Geschäftsführer der E.ON Fernwärme, anlässlich der Inbetriebnahme. "In diesem Pilotprojekt verwenden wir bisher ungenutzten Dampf aus Produktionsprozessen für die Sicherung der Fernwärmeversorgung und schonen dadurch die Umwelt. Abwärme aus der Industrie wird bei E.ON für die Fernwärmeversorgung in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen."

"Die Grundfläche eines Einfamilienhauses reicht wie in Castrop-Rauxel aus, um produktionsbedingt vorhandene Wärmeenergie in die Wohnzimmer der Einwohner umzuleiten, denn das ist die Aufgabe einer Fernwärmestation. Dass sich daraus ein zusätzliches Geschäftsmodell für die Betreiber solcher Industrieanlagen ergibt, liegt auf der Hand, denn die Wärme wird verkauft", sagte Peter Gautsch, Geschäftsführer der PEWO Energietechnik. "Wenn ein Spezialist wie die E.ON Fernwärme GmbH gemeinsam mit einem Chemiekonzern ein solches Projekt realisiert, ist das durchaus ein Signal an Politik und Wirtschaft. Es erscheint nahezu unverständlich, dass in der großen Energiewende an Wärmeauskopplung aus vorhandenen Industrieprozessen nicht ausreichend gedacht wurde. Das gesamte Thema Wärmeverteilung kommt gegenüber der Erzeugung und der Wärmedämmung von Gebäuden noch zu kurz. PEWO ist als Technologiepartner unabhängig vom Energieträger in der Lage, Kunden in der Wohnungs- und Energiewirtschaft dabei zu helfen, solche Wärmelösungen voranzutreiben", so Gautsch weiter.

"Die Zusammenarbeit mit EON Fernwärme ist eine echte Win-Win-Situation am Standort Castrop-Rauxel. EON kann wegfallende Kraftwerkskapazitäten dezentral auffangen und damit neue Wege der Energiegewinnung beschreiten und RÜTGERS ergreift die Möglichkeit ungenutzte Prozessenergie zu verkaufen", sagte Markus Jirmann, Geschäftsführer der RÜTGERS Infratec.