„f-cell“ stellt spannende Forschungsprojekte vor

(PresseBox) ( Gerlingen, )
Das international renommierte Brennstoffzellen-Forum „f-cell“ spiegelt die ganze Bandbreite des Themas „Wasserstoff & Brennstoffzelle“ und bietet Einblicke in spannende Einzelprojekte. Zum Beispiel soll die Hochtemperatur-Elektrolyse die Gewinnung von Wasserstoff aus Wasser künftig effektiver machen.

Das diesjährige siebte Brennstoffzellen-Forum „f-cell“ (www.f-cell.de) am 24. und 25. September in Stuttgart bietet Fachleuten spannende Einblicke in neueste Forschungsprojekte. Ein Beispiel: die Hochtemperatur-Elektrolyse.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das auch eine Hochtemperatur-Brennstoffzelle (SOFC) entwickelt, arbeitet daran. „Wir kehren den Prozess der Brennstoffzelle um und spalten mit Strom Wasser in seine Bestandteile auf“, erklärt Projektleiter Dr. Günter Schiller. Windparks, Solaranlagen oder Kernkraftwerke produzierten häufig mehr Strom als im Moment abgenommen würde. Dieser Überschuss könne für die Elektrolyse genutzt werden, um Wasserstoff als Speichermedium zu produzieren. Durch Brennstoffzellen werde er dann – wenn Bedarf herrsche – wieder verstromt.

Elektrolyse bei 800 Grad

Eine hohe Temperatur soll die Elektrolyse nun effektiver machen: „Je höher die Temperatur, unter der der Vorgang abläuft, desto niedriger ist die Spannung, die wir aufwenden müssen,“ berichtet der Projektleiter. Statt bei 80 oder 100 Grad Celsius, wie sonst üblich, testen die DLR-Wissenschaftler seit über drei Jahren die Elektrolyse bei 800 Grad. Statt zwei Volt oder höhere Zersetzungsspannung sind jetzt nur noch 1,3 bis 1,4 Volt nötig.

„Damit sparen wir viel elektrische Energie ein“, so Schiller. Die hohe Temperatur sorge jedoch für eine schnellere Korrosion der metallischen Werkstoffe. „Ebenso wie bei der Hochtemperatur-Brennstoffzelle ist die Langzeitstabilität des Systems daher eine Herausforderung. Wir müssen die Laufzeiten von jetzt 2.000 auf etwa 40.000 Stunden oder mehr erhöhen,“ sagt Schiller. Das sei aber durchaus machbar; allerdings seien hierzu weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten notwendig.

„f-cell“ als internationales Fach-Forum

„Das Beispiel zeigt: Die "f-cell" ist ein Fach-Forum, das die gesamte Breite des Themas Wasserstoff & Brennstoffzelle abdeckt“, erklärt Peter Sauber, Geschäftsführer der Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH, der die Veranstaltung zusammen mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) durchführt. Als Kooperationspartner sind die DaimlerChrysler AG und das Umweltministerium Baden-Württemberg mit dabei.

Das Branchen-Event, dessen diesjähriger Schwerpunkt auf den mobilen Anwendungen der Brennstoffzelle liegt, trägt zu einer internationalen Vernetzung der Branche bei und begrüßt 2007 neben europäischen Rednern auch Sprecher aus Japan und Kanada.

Das aktuelle Vortragsprogramm und die Liste der Aussteller ist im Internet abrufbar unter: www.f-cell.de. Unter „Das Symposium“ besteht die Möglichkeit zur Anmeldung.
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