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Pressemitteilung BoxID: 521937 (PERI GmbH- Schalung Gerüst Engineering)
  • PERI GmbH- Schalung Gerüst Engineering
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  • 89259 Weißenhorn
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Zwei Klettersysteme ideal und sicher kombiniert

Lekki-Ikoyi-Brücke, Lagos, Nigeria

(PresseBox) (Weißenhorn, ) Für den Pylon der ersten Schrägseilbrücke Nigerias kombinierten die PERI Ingenieure die beiden Klettersysteme ACS und RCS zu einer projektspezifisch optimal angepassten Schalungslösung. Die kranunabhängigen Arbeitsvorgänge sorgen zusammen mit der sorgfältigen Ausführung durch das erfahrene Baustellenteam von Julius Berger Nigeria für einen zügigen Baufortschritt - trotz der anspruchsvollen Aufgabe mit vielfältigen geometrischen und sicherheitstechnischen Herausforderungen.

Der markante, 90 m hohe Pylon prägt das Erscheinungsbild der 1.357 m langen Lekki-Ikoyi-Brücke. Als erste Schrägseilbrücke Nigerias verbindet sie ab Ende 2012 zwei Stadtteile der westafrikanischen Megacity: Lekki auf der gleichnamigen Halbinsel und Ikoyi auf Lagos Island. Die 722 m lange Vorlandbrücke lagert auf 37 Pfeilern und wird in der sogenannten Full Span Launching Method mit ganzen Fertigteil-Brückenfeldern hergestellt. Die 635 m lange, in Segmentbauweise ausgeführte Hauptbrücke ist auf einer Länge von 225 m über Schrägseile an einen mittig angeordneten Einzelpylon angehängt.

Komplexe Pylongeometrie

Der Pylon wirkt durch die besondere Formgebung äußerst filigran. Bis zu einer Höhe von 50 m ist er A-förmig ausgebildet, dann gehen die Pylonbeine in eine Ausrundung über und sind dadurch an der Spitze nach außen geneigt. Die Beine berühren sie sich auch im Bereich der Seilverankerungen nicht, sondern werden durch Querriegel nachträglich miteinander verbunden. Zudem verjüngen sich die Außenabmessungen der Schaft-Hohlquerschnitte kontinuierlich von 6,40 m x 4,80 m an der Basis auf 4,10 m x 2,40 m an der engsten Stelle - um am oberen Ende wieder eine stirnseitige Aufweitung auf 3,00 m Breite zu erfahren. Die Pylonspitze wird mit Fertigteilen ausgeführt.

Projektbezogen konzipiert

Als optimale Lösung zum Schalen des Pylons erwies sich der kombinierte Einsatz zweier PERI Selbstkletterschalungen. Für die längsseitigen Flächen mit den Vor- und Rückneigungen sowie der Ausrundung mit kontinuierlichem Neigungswechsel bietet das RCS Schienenklettersystem (RCS = Rail Climbing System) die optimale Basis. Auch die Innenschalung des Hohlquerschnitts klettert mithilfe der RCS schienengeführt.

Das RCS Baukastenprinzip erlaubt die einfache Anpassung der Standardlösung an baustellenspezifische Anforderungen. So ist die Verbindung zwischen oberer und unterer Kletterschiene gelenkig ausgebildet. Dadurch können auch die Ausrundungsbereiche bei nur 77 m Radius in großzügigen Abschnitten mit 3,60 m Betoniertakthöhe überklettert werden - ohne Umbauarbeiten an Schalung und Arbeitsbühne. Die nur einmalige Neigungskorrektur der Bühnen ließ sich mittels Stellspindeln vornehmen. Mithilfe der mobilen Kletterhydraulik erfolgt das Umsetzen in den jeweils nächsten Betonierabschnitt ohne Kran.

Die ACS Selbstklettertechnik (ACS = Automatic Climbing System) hingegen beschleunigte die Umsetzvorgänge an den Stirnseiten. Auch bei den bis zu 14 Grad schräg verlaufenden Flächen und dadurch ebenso angeordneten Kletterschienen sorgt das stabile ACS System für eine zuverlässige Aufnahme der hohen Lasten. Die beiden optimal an die jeweiligen Bauaufgaben angepassten Klettertechniken sorgten so auf der Baustelle für effiziente und sichere Arbeitsabläufe.

Zugangstechnik inklusive

Ein wichtiger Bestandteil der PERI Gesamtlösung ist die Integration der entsprechenden Zugangstechnik. Hierzu trägt vor allem die Verbindungsbrücke zwischen den Kletterbühnen der beiden Pylonschäfte bei. Der sogenannte Skywalk ist gelenkig mit den Innenplattformen verbunden. Dadurch klettert die Brücke automatisch mit und muss nicht separat über Kettenzüge nachgezogen und von Takt zu Takt neu justiert werden.

Letztlich floss auch die Anbindung des Personenaufzugs an die RCS Arbeitsbühne in die Konzeption der PERI Ingenieure mit ein. Für den jederzeit sicheren Zugang zur jeweils unteren Arbeitsgerüstebene sorgt eine teleskopierbare Plattform. Diese gleicht die in jeder Höhe unterschiedlichen Abstände und Neigungen aus - ein wichtiger Aspekt zum Erreichen des geforderten hohen Sicherheitsniveaus.

Bauunternehmen
Julius Berger Nigeria PLC

Arbeitsvorbereitung
Julius Berger International GmbH, Wiesbaden

Projektbetreuung
PERI Frankfurt (Export Division Nigeria) und PERI Weißenhorn, Deutschland

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