PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 536393 (PERI GmbH- Schalung Gerüst Engineering)
  • PERI GmbH- Schalung Gerüst Engineering
  • Rudolf-Diesel-Straße 19
  • 89259 Weißenhorn
  • http://www.peri.de
  • Ansprechpartner
  • Christina Winkle
  • +49 (7309) 950-1180

Hoch, schlank und markant - sicher und rasant geklettert

Donau City Tower 1, Wien, Österreich

(PresseBox) (Weißenhorn, ) Mit 220 m wird der DC Tower 1 das höchste Gebäude Österreichs. Für das äußerst schlanke, zukünftige Wahrzeichen der Stadt nach einem Entwurf von Dominique Perrault erarbeitete PERI in enger Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen Bögl eine umfassende Schalungs- und Gerüstlösung. Mit einer Kombination der bewährten ACS Selbstklettertechnik und der TRIO Rahmenschalung klettert das Bauwerk schnell von Geschoss zu Geschoss. Zudem bietet die RCS Kletterschutzwand eine sichere Einhausung, die sich der markanten Fassadengeometrie flexibel anpassen lässt.

Der Tragwerksplanung gingen umfangreiche Untersuchungen voraus, unter anderem in einem Windkanal. So ließen sich der Einfluss des Windes und die Reaktion des Tragwerks unter Berücksichtigung der realen Umgebung ermitteln. Die Horizontalkräfte werden durch sogenannte Outriggerkonstruktionen zwischen Kern und Stützen aufgeteilt, so dass der innere Erschließungskern für die Ableitung der Kräfte durch die Stützen entlastet wird. Neben dieser komplexen Konstruktion ist die größte Herausforderung für das ausführende Bauunternehmen Max Bögl die Einhaltung des engen Bauzeitenplans. PERI trägt mit einer umfassenden Schalungs- und Gerüstlösung für die Herstellung der Decken und Säulen sowie des dreiteiligen Gebäudekerns dazu bei, dass der Rohbau im geplanten Zeitrahmen fertiggestellt werden kann.

Schnelle Schalzeiten für Säulen und Decken

Die Gebäudestützen weisen unterschiedlichste Abmessungen auf. Die Schalungen für die Herstellung der Säulen mit Querschnitten von 0,60 m x 0,60 m bis 1,20 m x 1,20 m und Höhen von 3,25 m bis 6,50 m basieren auf mietbaren Schalungselementen der Systeme MAXIMO, TRIO sowie RAPID. Um den Arbeitsaufwand auf der Baustelle zu minimieren, liefert PERI die Stützenschalungen vormontiert auf die Baustelle. Diese lassen sich auch für die geneigten Stützen der Outrigger nutzen, ebenso konnten Zwangspunkte der Giebelverbundstützen berücksichtigt werden.

Die 25 cm starken Decken der Regelgeschosse werden mit der SKYDECK Alu­Paneel-Deckenschalung in Form gebracht. Das Fallkopfsystem erlaubt kurzfristiges Frühausschalen und reduziert so die Vorhaltemenge auf der Baustelle. Obwohl die angeordneten Balkone in jedem Geschoss veränderliche Grundrisse mit sich bringen, können die Ausgleichsbereiche minimiert werden. Auf der Baustelle werden zwei Geschossflächen Deckenschalung vorgehalten, weiterhin sind zwei Ebenen Nachlaufrüstung im Einsatz. Die SKYDECK dient auch zur Herstellung der 200 cm starken Betondecken der Outriggergeschosse. Um die hohen Lasten abtragen zu können, werden diese Decken in zwei Arbeitsgängen betoniert und als Zusatzmaßnahme weitere Stützen gestellt.

Die systematische Montagefolge der SKYDECK und das geringe Gewicht der Einzelteile unterstützen das Baustellenteam dabei, die vorgegebenen Schalzeiten einzuhalten.

Für das Umsetzen der Deckenschalung wurden RCS Materiallifter in Sonderausführung geplant und geliefert. Diese sind in den Installationsschächten an den Stirnseiten des Gebäudes integriert und dienen dem kranunabhängigen Umsetzen der Deckenschalung über bis zu vier Etagen.

Klettern im 4-Tages-Takt

Zur Herstellung der drei Kernbereiche des DC Tower werden unterschiedliche Varianten der PERI Selbstkletterschalung ACS (Automatic Climbing System) in Kombination mit der bewährten TRIO Rahmenschalung eingesetzt. Diese Systeme erweisen sich auch dank ihrer Flexibilität als bestens geeignet, die Projektanforderungen zu erfüllen.

Die Wände des Gebäudekerns sind bis zu 1,00 m stark und weisen einen sehr hohen Bewehrungsgrad auf. Um den schnellen Baufortschritt realisieren zu können, werden die bis zu 9,60 m hohen Bewehrungskörbe über drei Geschosse vormontiert und eingefädelt. Eine Lageverschiebung der Bewehrungskörbe wird durch zusätzliche Halterungen an den Außengerüsten über der Schalung gewährleistet. In einigen Bereichen ergänzen Fertigteile die Ortbetonwände, diese integriert das Baustellenteam vor dem Betonieren ebenfalls in die Schalung.

Zur Ausführung der Bewehrungsarbeiten dient ein PERI UP Rosett Flex Arbeitsgerüst, das im Innern des Kerns auf dem Klettergerüst aufgebaut ist. Diese Lösung bringt hohe Zusatzlasten, die über die Verankerung in den bereits betonierten Bereich eingeleitet werden. Das Arbeitsgerüst ist mit Klappen ausgestattet, die den Einbau der Fertigteiltreppen im Zuge des Baufortschritts erlauben.

Dass die Kerne unabhängig voneinander klettern können, bietet eine hohe Flexibilität für die Bauausführung. Nach kurzer Einarbeitungszeit erreichte das Baustellenteam einen 4-Tages-Takt pro 3,50 m Betonierabschnitt, so dass innerhalb von 2 Wochen jeweils drei Geschosse entstehen.

Sicheres Arbeiten an der markanten Fassade

Die Windkanaluntersuchung bildete nicht nur die Basis für die Tragwerksbemessung, sondern war auch die Grundlage für die Planung der Kletterschutzwände. Die temporäre Einhausung auf Basis des RCS Schienenklettersystems sichert jeweils 3,5 Geschosse und hält während des Bauprozesses Windgeschwindigkeiten von 160 km/h stand. Die RCS Schutzwand erlaubt damit effizientes Arbeiten in allen Etagen und Situationen.

Die Geschossgrundrisse verändern sich aufgrund der mehrfach geknickten Fassade stetig, die Einhausung passt sich der Geometrie entsprechend an. PERI konstruierte dazu eine spezielle Verankerungslösung, mit der sich die Neigungen der Schutzwände variieren lassen und die das hydraulische Klettern ohne Umbaumaßnahmen erlaubt.

An den veränderlichen, seitlichen Auskragungen dienen Gerüstschiebeelemente der stetigen Sicherung der Mitarbeiter. Um auch an der veränderlichen Querseite des Hochhauses eine durchgängige Schutzwand zu gewährleisten, nutzt das Baustellenteam Zusatzelemente, die je nach Gebäudebreite ein- oder ausgebaut werden.

Vorausschauend geplant - im Teamwork realisiert

Die kurze Bauzeit wirkt sich auf alle Planungs- und Logistikprozesse in der Bauausführung aus. Dies erfordert ebenso schnelle Reaktionen des verantwortlichen PERI Teams. Dennoch planten die Ingenieure in enger Kooperation mit Bögl sehr vorausschauend. Mögliche Varianten z.B. der Platzierung der notwendigen Anker für die Kletterschalung diskutierte man frühzeitig und berücksichtigte diese bei der Planung. Im Zuge der Bauausführung lassen sich notwendige Anpassungen dann einfach umsetzen.

Die PERI Projektleitung ist außerdem regelmäßig zur Koordination und Organisation der Schalungs- und Gerüstplanung vor Ort. Materialeinsätze und Vorhaltemengen lassen sich auf diese Weise optimieren und wirtschaftlich umsetzen.

Über Vienna DC und den DC Tower 1

Am nördlichen Donauufer entsteht seit einigen Jahren ein international beachtetes Zentrum mit hohem funktionalarchitektonischem Anspruch: die Vienna DC. Im Kernbereich werden die DC Towers die Wiener Skyline entscheidend prägen. Die Architekten legten größten Wert auf eine anspruchsvolle Gestaltung und hohe Qualität. Die Höhe der Türme ist dabei das Resultat des Bestrebens, bei der zu bebauenden Grundfläche die attraktive Optik eines sehr schlanken Turms zu bewahren. Neben dem DC Tower 1 als höchstem Gebäude Österreichs wird der mit 168 m Höhe geplante DC Tower 2 das vierthöchste Gebäude Wiens. Auffällig an beiden Gebäuden ist die extreme Schlankheit und die mehrfach geknickte Fassadenstruktur.

Derzeit wird der Tower 1 gebaut, für dessen Untergeschosse mussten insgesamt über 60.000 m³ Erdreich ausgehoben werden. Das extreme Verhältnis der Höhe zur Grundfläche des Turms sowie die lokalen Bedingungen für das Setzungsverhalten erforderten eine Spezialtiefgründung mit Schlitzwänden von bis zu 35 m Höhe. Rund 20.000 m² Schlitzwandfläche waren Voraussetzung für die Herstellung der 4,00 m starken und 10.000 t schweren Bodenplatte. Das aufgehende Tragwerk besteht aus dem Kern, den Stahlbeton- bzw. Verbundstützen und den Stahlbetondecken. Der Skelettbau wird danach mit einer Elementfassade versehen. Parallel zu den Rohbauarbeiten finden in den darunter liegenden Geschossen bereits die Innenausbauarbeiten für den Hotelbereich statt - diese werden im September 2012 abgeschlossen sein. Damit die geplante Bauzeit eingehalten wird, sind derzeit bis zu 600 Arbeiter täglich auf der Baustelle - teilweise im Schichtbetrieb - im Einsatz.

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