China will energetisch hoch hinaus

Programm für Passivhaustagung in Gaobeidian online - Anmeldung ab jetzt möglich

(PresseBox) ( Darmstadt, )
Auch in Gaobeidian wird deutlich, dass China in enormen Dimensionen baut. In der Bahnstadt, rund 100 Kilometer südlich von der Hauptstadt Peking entfernt, entstehen über 20 Hochhäuser sowie einige Mehrfamilienhäuser im Passivhaus-Standard. Genau dorthin lädt das Passivhaus Institut zusammen mit seinen Partnern im Oktober zur 23. Internationalen Passivhaustagung ein. Der Fokus der Tagung: „Passivhaus weltweit“. Den Eröffnungsvortrag hält Ernst Ulrich von Weizsäcker. Das Tagungsprogramm ist nun veröffentlicht. Das Passivhaus Institut bietet ein Service-Webinar für diese Tagung an. Der Frühbucherrabatt gilt bis Ende Juli.

Die 23. Internationale Passivhaustagung vom 9. bis 11. Oktober 2019 in Gaobeidian ist die erste Konferenz des Passivhaus Instituts außerhalb Europas. Aus Sicht des Darmstädter Instituts hat jedoch gerade China die Notwendigkeit erkannt, vermehrt in Nachhaltigkeit investieren zu müssen, um das Pariser Abkommen einzuhalten. „China ist das Land, in dem derzeit am meisten gebaut wird. Und es wird im Moment nicht nachhaltig gebaut. Das heißt, wir müssen alles daransetzen, dass auch in China die Entwicklung zum nachhaltigen Bauen vorankommt. Deshalb engagieren wir uns dort“, erklärt Dr. Wolfgang Feist, Gründer des Passivhaus Instituts.

Ernst von Weizsäcker hält Vortrag

Das Passivhaus Institut hat das Programm für die 23. Internationale Passivhaustagung zusammengestellt und, wie in jedem Jahr, die Vorträge zusammen mit einem wissenschaftlichen Beirat ausgewählt. Die Organisation der Tagung in der Exhibition Hall in Gaobeidian hat der chinesische Partner Windoor City übernommen. Die Tagung mit dem Schwerpunktthema „Passivhaus weltweit“ trägt dem energieeffizienten Bauen und Sanieren rund um den Globus Rechnung. Den zentralen Einführungsvortrag hält der deutsche Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker. Der Frühbucherrabatt gilt bis 31. Juli 2019.

„Passivhaus weltweit“

Über 20 Vortragsreihen finden am 9. und 10. Oktober 2019 (Mittwoch und Donnerstag) statt. Zwei davon befassen sich mit interessanten Passivhaus-Projekten aus dem Wohn- und Nichtwohnbereich in China. Zwei weitere Reihen behandeln energieeffiziente Sanierungen, unter anderem in Sri Lanka, Australien, USA, Österreich, Italien, Norwegen und Rumänien. Zudem gibt es eine Arbeitsgruppe zu Passivhaus-Projekten in warmen Klimata, in denen aktiv gekühlt werden muss.

Lüftungsanlagen in Küchen

Um Lüftungsanlagen speziell in Küchen geht es in einer der Arbeitsgruppen. Weitere Vortragsreihen befassen sich mit Luftdichtheit und Qualitätssicherung unter anderem in Hochhäusern, zudem mit Bausystemen, mit Lüftungskonzepten allgemein sowie mit Monitoring. Auch die Designwerkzeuge PHPP und designPH sind Thema. Die Vortragssprachen sind Englisch und Chinesisch, alle Vorträge werden simultan ins Englische beziehungsweise ins Chinesische übersetzt.

Zahlreiche Workshops

Zu PHPP und designPH bietet das Passivhaus Institut zusätzlich zusammen mit seinen Partnern Workshops an. In weiteren Workshops stehen Luftdichtheit, Energiebilanzierung auf Quartiersebene, energieeffiziente Warmwassersysteme, Kühlung und Entfeuchtung, Kalkulation von Wärmebrücken, Lüftungssysteme und Fenster im Fokus. Der zweitägige Workshop Train-The-Trainer bietet Organisatoren von Kursen für zertifizierte Passivhaus-Planer und Passivhaus-Handwerker wertvolle Informationen. Insgesamt finden 13 Workshops im Vorfeld sowie im Anschluss an die Passivhaustagung statt. Die Workshops werden überwiegend in Englisch präsentiert.

Abendveranstaltung mit über 100 Ausstellern

Fester Bestandteil jeder Internationalen Passivhaustagung ist die begleitende Fachausstellung, das ist auch in Gaobeidian so. Über 100 internationale Hersteller präsentieren ihre Komponenten für das energieeffiziente Bauen und Sanieren. Auch die große Abendveranstaltung am Ende des ersten Tagungstages darf nicht fehlen. Die Teilnahme daran ist im Tagungsbeitrag enthalten.

Exkursionen inbegriffen

Inbegriffen ist auch die Teilnahme an einer der drei Exkursionen am Freitag, 11. Oktober 2019. Die Teilnehmer können zwischen einem Besuch der Bahnstadt Gaobeidian inklusive Passivhaus-Museum, Passivhaus-Projekten in der Hauptstadt Peking sowie einem Passivhaus- Bürokomplex in Zhouzhou, rund 30 Kilometer von Gaobeidian entfernt, wählen. Das Passivhaus Institut begleitet die Entstehung der Bahnstadt in Gaobeidian, in der nach dem Vorbild der Heidelberger Bahnstadt die größte Passivhaus-Siedlung der Welt gebaut wird. Zur Passivhaustagung wird die erste Bauphase mit rund 330.000 Quadratmetern Wohnfläche abgeschlossen sein. Das Darmstädter Institut begleitet weitere Passivhaus-Projekte in China, darunter in Peking, Shanghai, Qingdao und Taiyuan.

„Bedeutende Chance“

„Wir gehen mit hohen Erwartungen nach China. Wir werden wie gewohnt zahlreiche fundierte Vorträge der internationalen Referenten sowie intensive Workshops zu konkreten und relevanten Aufgaben im Tagungsprogramm haben. Dazu kommen die umfassenden Erfahrungen mit dem Passivhaus-Bau in China, der dort unter ganz anderen Bedingungen stattfindet als in Europa. Es ist eine bedeutende Chance, die Anstrengungen für eine weltweite Verbesserung der Baustandards zu verstärken und dadurch erheblich zum Klimaschutz beizutragen“, erläutert Dr. Wolfgang Feist.

Per Bahn nach China

Der Tagungsort selbst ist rund 130 Kilometer vom Flughafen der Hauptstadt Peking entfernt und kann per Shuttle des lokalen Veranstalters, per Zug vom Bahnhof Peking West oder mit dem Taxi direkt vom Flughafen aus erreicht werden. Wer mehr Zeit mitbringt, der kann auch mit der Transsibirischen Eisenbahn nach China reisen. 12 Teilnehmer aus Europa haben die Möglichkeit, in rund 18 Tagen von Berlin mit zahlreichen Zwischenstopps nach Peking zu fahren.

Service-Webinar

Das Passivhaus Institut bietet ein Service-Webinar zur 23. Internationalen Passivhaustagung in China an. Darin werden Informationen zu Visum, Anreise, Unterkunft sowie zum Ablauf der Tagung etc. gegeben. Das knapp einstündige Webinar findet statt am Donnerstag, 25. Juli 2019 um 8.30 Uhr sowie um 17 Uhr (MEZ). Die Teilnahme an dem Webinar ist kostenlos,Anmeldungen bitte hier.

Alle Informationen zur 23. Internationalen Passivhaustagung in China unter www.passivhaustagung.de

Allgemeine Informationen

Passivhäuser

Bei Passivhäusern wird der Wärmeverlust drastisch reduziert. Das ist möglich durch eine hochwertige Wärmedämmung, eine luftdichte Gebäudehülle sowie Fenster mit dreifacher Verglasung. Im Winter bringt die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage vorgewärmte Luft ins Haus. Im Sommer bewirkt die gute Dämmung, dass die Hitze draußen bleibt.

Die insgesamt fünf Grundprinzipien eines Passivhauses sorgen dafür, dass diese höchst energieeffizienten Gebäude ohne klassische Gebäudeheizung auskommen. „Passiv“ werden die Häuser genannt, da der größte Teil des Wärmebedarfs aus „passiven“ Quellen wie Sonneneinstrahlung sowie Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt wird. Ein Passivhaus verbraucht somit rund 90 Prozent weniger Heizwärme als ein bestehendes Gebäude und 75 Prozent weniger als ein durchschnittlicher Neubau.

Passivhaus und NZEB

Der Passivhaus-Standard erfüllt die Anforderungen der Europäischen Union an Nearly Zero Energy Buildings. Laut der Europäischen Gebäuderichtlinie EPBD müssen die Mitgliedstaaten die Anforderungen an so genannte Fast-Nullenergiehäuser (NZEB) in ihren nationalen Bauvorschriften festlegen. Die Anforderungen der EU sind seit Januar 2019 für öffentliche Gebäude in Kraft und gelten für alle anderen Gebäude ab dem Jahr 2021.

Pionierprojekt

Das weltweit erste Passivhaus errichteten vier private Bauherren, darunter Dr. Wolfgang Feist, vor über 27 Jahren in Darmstadt-Kranichstein. Die Reihenhäuser gelten seit dem Einzug der Familien 1991 als Pionierprojekt für den Passivhaus- Standard. Bauphysiker bescheinigen dem ersten Passivhaus nach umfangreichen technischen Untersuchungen auch heute noch eine uneingeschränkt gute Funktionstüchtigkeit sowie einen unverändert geringen Verbrauch von Heizwärme. Das Pionier-Passivhaus nutzt mit seiner neuen Photovoltaikanlage nun erneuerbare Energie und erhielt das Zertifikat zum Passivhaus Plus.

Passivhaus und erneuerbare Energie

Der Passivhaus-Standard lässt sich gut mit der Erzeugung erneuerbarer Energie direkt am Gebäude kombinieren. Seit April 2015 gibt es für dieses Versorgungskonzept die neuen Gebäudeklassen „Passivhaus Plus“ und „Passivhaus Premium“. Die ersten Häuser in diesen beiden Kategorien sind bereits zertifiziert, sowohl Privathäuser als auch Bürogebäude.

Passivhäuser

Mittlerweile gibt es Passivhäuser für alle Nutzungsarten: Neben Wohn- und Bürogebäuden existieren auch Kitas und Schulen, Sporthallen, Schwimmbäder und Fabriken als Passivhäuser. In Frankfurt am Main entsteht gerade die weltweit erste Passivhaus-Klinik. Das Interesse steigt stetig. Mit Blick auf den Ressourcenverbrauch der Industrieländer sowie die Klimaerwärmung setzen Kommunen, Unternehmen und Privatleute einen Neubau oder eine Sanierung zunehmend im Passivhaus-Standard um.

Passivhaustagung

Das Passivhaus Institut richtet vom 9. bis 11. Oktober 2019 in Gaobeidian, China die 23. Internationale Passivhaustagung aus. www.passivhaustagung.de
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