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Pressemitteilung BoxID: 27053 (PAION AG)
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PAION und Philips kooperieren bei der Diagnose von Schlaganfall

Philips wegweisende CT Software zur Messung von Hirndurchblutung wird in PAIONs klinischen Tests mit Desmoteplase verwendet

(PresseBox) (Aachen und Cleveland, Ohio (USA), ) PAION und Philips geben bekannt, dass sie eine neue, wegweisende Perfusions-Computertomographie-Technik zur Messung von Hirndruchblutung einsetzen werden. In PAION's nächsten klinischen Tests mit dem Schlaganfallprodukt Desmoteplase werden Patienten auch mit dieser Software diagnostiziert werden können.

PAION hat die Philips eigene Software ausgewählt, um den Fortgang der klinischen Prüfungen mit Desmoteplase in der Behandlung von Schlaganfall zu beschleunigen. Die Software bietet die Möglichkeit, zwischen schwach durchblutetem und bereits gestorbenem Hirngewebe zu unterscheiden. Sie gibt quantitative Übersichten zu Blutdurchfluss, Blutmengen, Flussgeschwindigkeit und Anflutungsgeschwindigkeit. Diese Informationen unterstützen die behandelnden Mediziner in ihren Entscheidungen, welche Patienten von einer Behandlung zur Wiederherstellung der Hirndurchblutung profitieren können.

Dr. Wolfgang Söhngen, CEO von PAION kommentiert die Kooperation: "Philips liefert die modernste Bildgebungstechnologie, die für eine breitere und schnellere Patientendiagnose dringend benötigt wird. Wir freuen uns, dass Philips uns in dieser ersten Schlaganfall-Studie unterstützt, an der Patienten nach der Diagnose durch Perfusions-CT teilnehmen können."

"Mit dieser Zusammenarbeit zielen wir auf die Umsetzung einfacher, aber dynamischer, neuer Methoden zur wirksamen Versorgung von Schlaganfall-Patienten ab," so Jim Green, Senior Vice President und General Manager CT bei Philips Medical Systems. "Die Perfusions-Computertomografie wird die äußerst kritischen zeitlichen Abläufe bei der Beurteilung und Diagnose von Schlaganfall-Patienten beschleunigen und erleichtern. Dies hilft den Ärzten, die wichtigsten Punkte schneller abzuklären und somit kompetente Entscheidungen über eine geeignete Behandlungsform wie beispielsweise mit Desmoteplase von PAION zu fällen."

Philips Perfusions-CT-Software als bildgebendes Verfahren bei der Schlaganfall-Diagnose
Die Perfusions-CT-Software von Philips ist eine Bearbeitungssoftware, die den Arzt in die Lage versetzen kann, zwischen der Kernregion eines Infarkts, d.h. dem abgestorbenen Gewebe, und der ischämischen Penumbra, d.h. dem unzureichend durchbluteten aber noch lebensfähigem Hirngewebe, zu unterscheiden. Sie wurde von Philips gemeinsam mit Dr. Max Wintermark und einem Forscherteam an der Universitätsklinik Lausanne, Hospices/CHUV (Schweiz) entwickelt.

Desmoteplase bei Schlaganfall
Desmoteplase, der erste Vertreter einer neuen Klasse von Plasminogen-Aktivatoren, ist die gentechnisch nachgebaute Version eines gerinnungslösenden Proteins, das im Speichel der Vampirfledermaus Desmodus rotundus gefunden wurde. PAION präsentierte in diesem Jahr die positiven Ergebnisse einer Phase II-Studie, die zeigte, dass man mit diesem Medikament in der Lage sein könnte, Patienten noch innerhalb von neun Stunden nach Einsetzen der Schlaganfallsymptome zu behandeln. PAION hat im Juni 2004 die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für Desmoteplase auf den nordamerikanischen Märkten an Forest Laboratories Inc. vergeben. Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) gewährte Desmoteplase kürzlich ein beschleunigtes Bearbeitungsverfahren, den sogenannten "fast-track-status".

Schlaganfall ist in Europa und den USA die dritthäufigste Todesursache nach Herzerkrankungen und Krebs. Die Behandlung des akuten Schlaganfalls und der schweren langfristigen Behinderungen stellen derzeit einen enormen, noch ungedeckten medizinischen Bedarf dar. Das einzige Medikament, das bisher für die Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls zugelassen ist, muss innerhalb von drei Stunden nach Auftreten der Symptome verabreicht werden. Dies hat zur Folge, dass nur wenige Schlaganfallopfer von der raschen Auflösung des Blutgerinnsels und der Wiederherstellung der Blutversorgung in den betroffenen Hirnregionen profitieren können.

Royal Philips Electronics
Mit einem Umsatz von 32,8 Mrd. US$ (29 Mrd. Euro) im Jahr 2003 ist Royal Philips Electronics (NYSE: PHG, AEX: PHI), Niederlande, eines der weltgrößten Elektronikunternehmen und das größte in Europa. Die Aktivitäten des Unternehmens erstrecken sich auf die überlappenden Bereiche Healthcare, Lifestyle und Technologie. Philips beschäftigt 165.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 60 Ländern der Erde und ist marktführend in medizinisch-diagnostischer Bildgebung und Patientenmonitoring sowie in den Bereichen Farbfernseher, Elektrorasierer, Beleuchtung. Mehr Information über Philips finden Sie unter www.philips.com/newscenter.

PAION AG

PAION AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Aachen, dessen Zielsetzung es ist, einer der führenden Anbieter innovativer Medikamente für die Behandlung von Schlaganfall und anderen thrombotischen Erkrankungen zu werden, einem Gebiet mit erheblichem medizinischen Bedarf. PAIONs Kernkompetenz liegt in der internationalen klinischen Entwicklung und Zulassung von erworbenen oder in Lizenz genommenen Produkten. Derzeit beschäftigt PAION rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahre 2000 konnten in vier Finanzierungsrunden 51,2 Mio. Euro eingeworben werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.paion.de .